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Augengesundheit: Kurzsichtig durch Smartphones?
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Gesundheit

Augengesundheit: Kurzsichtig durch Smartphones?

Die Zeit, die Millionen Menschen jeden Tag Smartphone und Co widmen, nimmt rapide zu. Ihr Siegeszug hat unser Verhalten nachhaltig verändert – so viel scheint klar. Doch beeinflusst dieser Trend auch die Gesundheit unserer Augen?
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
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thinkstock.com, Milenko Bokan

Die Zeit, die Millionen Menschen jeden Tag Smartphone und Co widmen, nimmt rapide zu. Ihr Siegeszug hat unser Verhalten nachhaltig verändert – so viel scheint klar. Doch beeinflusst dieser Trend auch die Gesundheit unserer Augen?

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thinkstock.com, MaxRiesgo

Der Verdacht liegt nahe. Denn während die Bedeutung der digitalen Geräte weltweit zunimmt, steigt auch die Zahl der Kurzsichtigen. In Europa ist bereits knapp die Hälfte der jungen Erwachsenen kurzsichtig. In China sind es sogar 90 Prozent. Tendenz steigend: Bis 2050 sollen 50 Prozent der Weltbevölkerung ein krankhaftes Problem mit der Fernsicht haben, so die Prognose von Forschern. Der rapide Zuwachs legt nahe, dass nicht allein eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich sein kann.

Aber sind wirklich die Smartphones schuld? Fakt ist: Nahes Sehen fördert generell Kurzsichtigkeit. Wer viel und lange in die Nähe schaut, bei dem verändern sich auf Dauer die Augen. Denn unsere Sehorgane sind wahre Anpassungskünstler. Sie orientieren sich permanent an unseren Sehgewohnheiten und richten sich entsprechend neu aus. Besonders flexibel sind die Augen im Kindes- und Jugendalter, doch auch bei Erwachsenen verändern sie sich noch.

Die Folge: Durch das ständige Fokussieren auf nahe Gegenstände wächst der Augapfel und die Linse wölbt sich. Dadurch verschiebt sich der Fokus des Sehens. Während scharfes Sehen beim gesunden Auge noch exakt auf der Netzhaut stattfindet, findet es nun vor der Netzhaut statt. Als Ergebnis sehen Betroffene in der Ferne unscharf.

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thinkstock.com,

Allerdings: Dieser Effekt tritt bei allen Aktivitäten auf, bei denen die Distanz zum fokussierten Objekt für längere Zeit weniger als 30 Zentimeter beträgt – auch beim häufigen Lesen von Büchern. Diesen Zusammenhang offenbaren Studien deutlich: Je höher der Ausbildungsgrad, desto größer ist das Risiko einer Kurzsichtigkeit. Jedes Schul- oder Studienjahr länger erhöht dabei den Anteil der Kurzsichtigen.

Bücher sind daher per se ebenso schädlich für die Augen wie Smartphone und Tablet. Wissenschaftler glauben jedoch, dass die digitalen Geräte aus einem anderen Grund für den ungewöhnlichen Anstieg der Kurzsichtigkeit verantwortlich sein könnten: Die ständige Beschäftigung mit ihnen hat uns zu einer Gesellschaft von Stubenhockern gemacht. Insbesondere jugendliche Vielnutzer verbringen ihre Zeit lieber an den Displays und spielen damit in ihrem Zimmer anstatt sich draußen an der frischen Luft zu bewegen.

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