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Basenfasten: Das musst du über die Super-Entschlackung wissen
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Basenfasten: Das musst du über die Super-Entschlackung wissen

Säuren und Basen. Diese beiden Begriffe haben wir wohl alle mal während vielleicht längst vergangenen Chemiestunden gehört – und wahrscheinlich mangels Alltagsgebrauch auch ebenso längst wieder aus dem Kernspeicher gelöscht. Den Unterschied zwischen beidem zu kennen ist aber die absolute Grundlage dafür, das…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
5 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

fotolia.com, rh2010

Etwas Chemie zum Einstieg

Säuren und Basen. Diese beiden Begriffe haben wir wohl alle mal während vielleicht längst vergangenen Chemiestunden gehört – und wahrscheinlich mangels Alltagsgebrauch auch ebenso längst wieder aus dem Kernspeicher gelöscht. Den Unterschied zwischen beidem zu kennen ist aber die absolute Grundlage dafür, das Basenfasten zu verstehen, weshalb wir, bevor wir tiefer ins Basenfasten eintauchen, etwas Grundlagen-Auffrischung betreiben müssen.

Zunächst einmal: Basen werden auch Laugen genannt und vice versa.

Wahrscheinlich ist der Grund dafür, dass so viele von uns den Unterschied vergessen haben, der, dass der Säure-Basen-Unterschied ein hochkomplexer, schwer zu erklärender physikalischer Prozess ist. Ganz stark vereinfacht ausgedrückt: Säuren geben Protonen ab, Basen nehmen Protonen auf. Und je stärker eine Base bzw. Säure das tut, desto „angriffslustiger“ ist sie. Wir alle wissen beispielsweise, dass sehr starke Säuren wie Salz- oder Flusssäure schwere Verätzungen verursachen können, bei Basen/Laugen ist es umgekehrt ähnlich.

An diesem Punkt kommt ein dritter Begriff, eigentlich eine Abkürzung, ins Spiel, die schon geläufiger sein dürfte, der pH-Wert. Er ist deshalb so wichtig, weil er definiert, ab wann etwas eine Säure, wann eine Base ist. Ausgangsbasis bzw. Mittelwert dieser Skala ist reines Wasser. Das hat einen pH-Wert von 7 ist also das, was in der Werbung ganz treffend als „pH-neutral“ bezeichnet wird. Für von der Celsius-Temperaturskala verwöhnte Mitteleuropäer wäre sicherlich die 0 als Mittelwert sinnvoller, für die 7 dürfen wir uns beim pH-Skala-Erfinder, dem Dänen Søren Sørensen bedanken.

Dabei gilt, alles, dessen pH-Wert unter 7 liegt, ist eine Säure. Darunter fällt Zitronensaft mit 2 ebenso wie Cola mit 3. Umgekehrt ist alles, was oberhalb der 7 eingeordnet ist, eine Base/Lauge.

Artikelbild

fotolia.com, Love the wind

Basen und Säuren in der Ernährung

Jetzt wird es wichtig für das Basenfasten. Auf mehrere Arten. Zunächst einmal deshalb, weil sich Säuren und Basen, wenn man sie in gleicher Menge und Stärke vermischt, unter Abgabe von Wärme gegenseitig zu Wasser neutralisieren. Das bedeutet also, überall wo Säuren vorhanden sind, können diese durch Basen ausgeglichen werden.

Und zum anderen, weil es nicht nur eine ganze Reihe von Lebensmitteln gibt, die schon von Haus aus recht hohe Säuremengen enthalten, sondern zudem auch noch mehr Nahrungsmittel existieren, die als „säurebildend“ gelten. Hier kommt unser Stoffwechsel ins Spiel. Er braucht von vielen Lebensmitteln nur Teile. So kann es beispielsweise sein, dass er nur die basischen Inhaltsstoffe buchstäblich „verstoffwechselt“, die Säuren aber übrigbleiben – eben die erwähnte Säurebildung, obwohl da strenggenommen nichts gebildet, sondern nur übriggelassen wird. Nun ist es zwar so, dass ein gestörter Säure-Basen-Haushalt nach Ansicht mancher Mediziner nicht das Schreckgespenst ist, als das es immer wieder dargestellt wird. Aber „zu viel des Guten“ ist in beiderlei Richtungen nicht optimal, darüber sind sich alle Experten weitestgehend einig. Säurebildende Lebensmittel stehen im Verdacht, viele Krankheiten zumindest zu begünstigen oder zu verschlimmern.

Dagegen soll das Basenfasten helfen. Diese Form des Fastens stützt sich auf zwei Säulen:

Das soll, gemäß den Regeln der Neutralisation, die oben erwähnt wurden, deren schädliche Auswirkungen reduzieren und ganz allgemein ein besseres, vitaleres Körpergefühl vermitteln.

Doch das Fasten ist, wie sich in den kommenden Kapiteln noch zeigen wird, sehr viel mehr. Es ist eine ganzheitliche Ernährungsform, die großen Wert auf geringe Kalorienmengen legt. Darauf, den Körper durch die gezielte Wahl entsprechender Zutaten zu entschlacken, ihn von Giftstoffen befreien, die häufig als Seiteneffekt von säurebildenden Nahrungsmitteln mit-zugeführt werden. Dadurch wird das Basenfasten zu einem „Heilfasten“ im klassischen Sinne. Es ist nicht nur zum Abnehmen gedacht, obwohl eine strenge Basenkur sich dazu sehr gut eignet. Zudem ist es auch keine dauerhafte Ernährungsumstellung, denn das Fasten sollte von gesunden Erwachsenen höchstens für zwei, maximal drei Wochen praktiziert werden. Es ist ein reinigender Vorgang, ganz ähnlich zu einem Frühjahrsputz.

Artikelbild

fotolia.com, Diana Taliun

Verbotene Früchte des Basenfastens

Reduktion ist das eine Standbein dieses Fastens. Darunter fallen ebensolche Nahrungsmittel, die auch bei sehr vielen anderen bewussten Ernährungsformen als „ungesund“ gelten wie auch solche, bei denen man auf den ersten Blick etwas anderes vermuten würden. Einige Auszüge:

Beim Basenfasten gilt, dass diese Lebensmittel generell komplett für die Dauer des Fastens vermieden werden sollten. Für die Zeit danach sprechen sich viele Ernährungsberater immer wieder für einen Anteil von 20 bis 30 Prozent säurebildenden Lebensmitteln an der Gesamtzufuhr aus.

Gute Helfer des Basenfastens

Auch ein eigentlich saures Lebensmittel kann dem Basenfasten helfen, wenn seine sauren Anteile verstoffwechselt werden, so erwähnt etwas weiter oben im Text. Daher sollte man sich auch nicht wundern, dass nicht nur viele als sauer geltende Früchte auf der Liste der Basenfasten-Helfer stehen, sondern teils auch Dinge, die bei anderen Kuren und Diäten „verboten“ sind:

Dabei wird großer Wert darauf gelegt, sowohl während des Basenfastens wie danach, dass all diese Lebensmittel möglichst schonend zubereitet werden. Gerne roh, ansonsten so gedünstet, dass es noch knackig ist – mit etwas Kreativität ergeben sich da sehr viele Rezeptmöglichkeiten. Diese können, müssen aber keine klassischen Zubereitungsformen involvieren. Im Gegenteil, es ist auch möglich, sich selbst ein ausgesprochenes Powergetränk zuzubereiten, den Green Smoothie, der nur aus grünen, chlorophyll-haltigen, basischen Lebensmitteln besteht, die zu per Mixer einfach zerkleinert werden – super, um sich nicht den Arbeitsalltag durch das Fasten stören zu lassen. Und auch abseits dieses Smoothies ist der Mixer/Pürierstab ein gerngesehener Helfer in der Basenfasten-Küche.

Für die Zeit nach der Kur sollten die Basen-Helfer demnach etwa 70 bis 80 Prozent der Ernährung ausmachen.

Basenfasten ist nicht für jeden

Zwar sei unterstrichen, dass das Basenfasten selbst keine bekannten Nebenwirkungen hat – es kommen schließlich nur Lebensmittel zum Einsatz, die sowohl nach schul- wie alternativmedizinischer Meinung unbedenklich sind. Allerdings handelt es sich eben nach wie vor um eine (wenngleich relativ milde) Kur, die den Körper durch die stark reduzierte Kalorienzufuhr sowie die Umstellung in gewisser Hinsicht auch belastet – weshalb das Fasten ja auch nur zwei Wochen am Stück praktiziert werden sollte. Sich gänzlich vom Basenfasten fernhalten und direkt zur „Danach-Ernährung“ übergehen sollten Personen, die den folgenden Kreisen angehören:

Allerdings gilt auch: Übergewichtige, Allergiker, Gestresste und natürlich auch „kerngesunde“ Menschen dürfen gerne fasten. Aber auch nicht zu oft, ein- bis zweimal jährlich, damit liegt man in der Regel goldrichtig. Macht man es indes häufiger, steigt das Risiko, auf lange Sicht unerwünscht an Gewicht zuzulegen – der Körper denkt dann, dass das Fasten eine regelmäßig wiederkehrende „Notzeit“ wäre und reagiert mit dem verstärkten Einlagern von Fett. Ein klassischer Jojo-Effekt.

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