Vorsorglich: gesund essen!
Wer jetzt denkt, dass Lebensmittel mit viel Vitamin C ausreichen, hat leider unrecht. Jahrzehntelang wurde über die Bedeutung von Vitamin C für die körpereigene Abwehrkraft debattiert. Jetzt ist klar: Vitamin C kann Erkältungssymptome lindern, aber einer Erkältung leider nicht vorbeugen. Jedoch ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C natürlich wichtig. Denn es schützt uns beispielsweise vor Infektionen, indem es die weißen Blutkörperchen befähigt, Bakterien abzubauen.
Im Grunde reicht es, Vitamin C mit der Nahrung aufzunehmen. Doch in welchem Gemüse und in welchem Obst verbirgt sich Vitamin C? Greifen Sie gerade im Herbst und Winter mal wieder zu Kohl. Aber Vorsicht bei der Zubereitung: Vitamin C gehört zu den instabilsten Vitaminen und wird beim Kochen leicht zerstört. Versuchen Sie also einmal einen Rotkohlsalat mit Mandarinen oder gedünsteten Rosenkohl mit gerösteten Maronen.
Eingeschränkte Vitamin-C-Aufnahme
Besonders Raucher sollten auf ihre Vitamin-C-Zufuhr achten, da Nikotin die Vitamin-C-Speicher leert. Der regelmäßige Genuss von Alkohol verhindert übrigens, dass das Vitamin überhaupt aufgenommen wird. Greifen Sie in der Erkältungszeit also lieber zu einem heißen Tee als zu einem Glühwein.
Sekundäre Wunderstoffe
Denn auch im Tee stecken Wunderstoffe, die eine gesundheitsfördernde Wirkung auf das Immunsystem haben sollen: Flavonoide. Die Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, auch Phytochemikalien genannt. Sekundäre Pflanzenstoffe sind schützende Substanzen, die in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind. Flavonoide können das Wachstum von Bakterien und Viren sowie Pilzen unterdrücken. Sie sind neben grünem und schwarzem Tee auch in Äpfeln, Birnen, Trauben, Pflaumen, Zwiebeln und Grünkohl enthalten: Also alles heimische Obst- und Gemüsearten, die auch im Herbst und Winter bei uns zu bekommen sind.
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Immun mit Knoblauch, Kürbis und Karotte
Auch Sulfiden, Phytoöstrogenen und Karotinoiden - dies sind auch sekundäre Pflanzenstoffe - wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Sulfide sind in Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und Schnittlauch enthalten, Phytoöstrogene kommen in Sojaprodukten und Leinsamen vor. Wie der Name ahnen lässt, enthalten Karotten Karotinoide. Aber auch Grünkohl und Kürbisse. Die Wunderstoffe stecken noch in einigen anderen Gemüse- und Obstsorten, die hier genannten bekommen Sie in der Erkältungszeit jedoch frisch vom Markt. Und um frisches Gemüse und Obst werden Sie nicht herumkommen, wenn Sie sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen möchten. Zwar gibt es mit einzelnen Sekundärstoffen angereicherte Nahrungsmittel, doch diese bergen laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung die Gefahr der Überdosierung in sich. Der Ernährungsbericht 2008 belegt auch, dass sekundäre Pflanzenstoffe nicht einzeln, sondern im Verbund wirklich wirksam sind.
Da steckt mehr drin!
Wenn Sie sich nicht nur auf eine gesunde Ernährung verlassen möchten, dann sind bestimmte Ergänzungsmittel sicherlich sinnvoll. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Aber eines schon vorab: Eine einseitige Zunahme von Vitaminen oder Mineralien ist selten zielführend. Sinnvoll hingegen kann ein Mittel sein, das Immunglobuline enthält, spezielle Antikörper, die die körpereigenen Abwehrkräfte stärken können.




