Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Gesundheit/Artikel
Coronavirus: So können sich ältere Menschen schützen
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Coronavirus: So können sich ältere Menschen schützen

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich inzwischen über weite Teile der Welt ausgebreitet und ist zur Pandemie geworden. Auch in Deutschland nehmen die Fallzahlen stetig weiter zu – allen Versuchen der Eindämmung zum Trotz: Längst sind vielerorts Veranstaltungen abgesagt, Schulen schließen und Konferenzen werden…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

iStock.com, Geber86

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich inzwischen über weite Teile der Welt ausgebreitet und ist zur Pandemie geworden. Auch in Deutschland nehmen die Fallzahlen stetig weiter zu – allen Versuchen der Eindämmung zum Trotz: Längst sind vielerorts Veranstaltungen abgesagt, Schulen schließen und Konferenzen werden abgesagt. Im Alltag sind alle aufgerufen, sich so gut wie möglich gegen eine Ansteckung zu schützen.

Aus den Erfahrungen in China und anderen schon früher betroffenen Ländern weiß man inzwischen, dass die Schwere der Covid-19-Erkrankung mit dem Alter steigt: Kinder können sich zwar infizieren, werden aber selbst nicht oder nur sehr leicht krank. Dennoch können sie aller Wahrscheinlichkeit nach das Virus auf andere Menschen übertragen. Auch gesunde, jüngere Menschen scheinen die Erkrankung meist gut zu überstehen – immerhin 80 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus verlaufen mild.

Warum ältere Menschen besonders bedroht sind

Anders sieht dies jedoch mit älteren Menschen aus. Sie gelten als Risikogruppe Nummer eins. Einer der Gründe dafür: Mit dem Menschen altert auch sein Immunsystem. Dadurch reagiert die Immunabwehr langsamer und schwächer auf eindringende Erreger als die bei jüngeren Patienten. Grundsätzlich sind Senioren daher anfälliger für Infektionen, darunter vor allem akute Atemwegsinfekte. Erreger wie das Influenza-Virus oder jetzt das Coronavirus SARS-CoV-2 haben bei älteren Menschen leichteres Spiel.

"Zudem liegen bei Hochbetagten häufig viele Vor- und chronische Begleiterkrankungen vor", erklärt Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie. Ältere Menschen haben oft Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. "Treffen höheres Alter und chronische Erkrankungen zusammen, erhöht sich das Infektions- und Sterberisiko", so Heppner. Deshalb sind beispielsweise die Todesfälle durch die jährliche Grippewelle zu rund 90 Prozent aus der Altersgruppe 60+. Ähnlich scheint es beim Coronavirus zu sein.

Artikelbild

iStock.com, FredFroese

Keine Familienfeiern und auch kein Kinderhüten

Was aber bedeutet für ältere Menschen? Wie können sie sich am besten schützen? Und was können jüngere Menschen zum Schutz der besonders gefährdeten Alten und Kranken tun? "Jenseits des Rentenalters müssen wir die Bevölkerung wirklich schützen", sagt Heppner, "aber bitte alles jenseits der Panik." Gerüchte und Empfehlungen, alte Menschen sollten sich am besten zu Hause isolieren, seien unbegründet. "Es wird niemand für Monate weggesperrt, es wird kein Kontaktverbot geben und eine soziale Isolation ist keinesfalls die Lösung", so der Mediziner.

Denn auch soziale Isolation kann krank machen. Allerdings mahnt der Altersmediziner auch Angehörige, etwaige Familienarrangements derzeit zu überdenken. "Oma und Opa dürfen und sollen weiter besucht werden", sagt Heppner. Aber er mahnt zu Besonnenheit und erhöhten Hygienemaßnahmen. "Die nächsten Monate sind die Großeltern nicht der Ersatz für die Kita oder Ganztagsschule, so schmerzlich das ist." Auch der Kirchgang zu Ostern oder die größere Familienfeier sind derzeit keine gute Idee.

Dafür sollten Kinder und Enkel, wenn möglich, für die Großeltern einkaufen gehen, damit diese nicht in den Supermarkt müssen und sich einer Ansteckungsgefahr aussetzen, so die Empfehlung. Auch das Mitversorgen älterer Menschen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sei ratsam und sinnvoll.

Artikelbild

Pneumokoken-Impfung für Ältere ratsam

Um sich vor schweren Verläufen und vor allem vor der Lungenentzündung bei Covid-19 zu schützen, empfehlen Mediziner zurzeit allen Senioren, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Diese Impfung hilft zwar nicht gegen das Coronavirus, es schützt aber vor den bakteriellen Erregern, die oft die vom Virus angegriffenen Lunge zusätzlich besiedeln und sie schwer schädigen können. Denn ähnlich wie bei der Influenza ist auch beim Coronavirus meist nicht die Virusinfektion an sich fatal, sondern die sich daraus entwickelnde Lungenentzündung.

"Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt und komplettieren Sie Ihren Impfschutz gegen die saisonale Grippe und Pneumokokken, wie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen", rät Anja Kwetkat vom Universitätsklinikum Jena. "Eine Pneumokokken-Impfung ist extrem wichtig, da bei geimpften Patienten eine Lungenentzündung mit deutlich milderen Symptomen verläuft als bei nicht-geimpften Patienten."

Die 10 wichtigsten Tipps gegen eine Ansteckung

Am besten schützt man sich gegen eine Ansteckung, indem man sich von Menschenansammlungen fernhält und auf gute Hygiene achtet. Das sind die zehn wichtigsten Verhaltensregeln:

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Gesundheit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit.

Alle Gesundheit-Artikel
Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift
Gesundheit

Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift

15. Oktober 2026

Ein Anatomie-Dozent stellt die Frage, die viele Lehrbücher ausblenden: Wann ist ein Referenzwert wirklich 'normal'? Am Beispiel der Körpertemperatur zeigt sich, warum der Einzelwert Millionen in die Irre führt.

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte
Gesundheit

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte

13. Oktober 2026

Ein Patient muss einen formellen Antrag stellen, um einen Fehler in seiner KI-generierten Krankenakte zu korrigieren. Der behandelnde Arzt hatte die Notiz zuvor genehmigt. Der Vorfall zeigt: Automatisierte…

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance
Gesundheit

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance

12. Oktober 2026

Empirische Studien belegen, dass die mentale Gesundheit politischer Entscheidungsträger keine Privatangelegenheit ist, sondern systemische Folgen für Regierungsführung und institutionelles Vertrauen hat. The…

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien
Gesundheit

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien

5. Oktober 2026

Aktuelle Forschung zeigt, dass Symptome und Behandlungserfolg bei pädiatrischer obstruktiver Schlafapnoe je nach Altersgruppe erheblich variieren. Bisherige Diagnostik orientiert sich zu oft an Erwachsenenkriterien.

← Zurück zu GesundheitZur Startseite