Coronavirus: So können sich ältere Menschen schützen
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Coronavirus: So können sich ältere Menschen schützen

Bild: Foto: Andreas Bohnenstengel (TR) Sigismund von Dobschütz (TL) Ness Kerson/madNESS Photography for AusAID (BR) New Zealand Defence Force (BL), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich inzwischen über weite Teile der Welt ausgebreitet und ist zur Pandemie geworden. Auch in Deutschland nehmen die Fallzahlen stetig weiter zu – allen Versuchen der Eindämmung zum Trotz: Längst sind vielerorts Veranstaltungen abgesagt, Schulen schließen und Konferenzen werden abgesagt. Im Alltag sind alle aufgerufen, sich so gut wie möglich gegen eine Ansteckung zu schützen.

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Das Coronavirus SARS-CoV-2 hat sich inzwischen über weite Teile der Welt ausgebreitet und ist zur Pandemie geworden. Auch in Deutschland nehmen die Fallzahlen stetig weiter zu – allen Versuchen der Eindämmung zum Trotz: Längst sind vielerorts Veranstaltungen abgesagt, Schulen schließen und Konferenzen werden abgesagt. Im Alltag sind alle aufgerufen, sich so gut wie möglich gegen eine Ansteckung zu schützen.

Aus den Erfahrungen in China und anderen schon früher betroffenen Ländern weiß man inzwischen, dass die Schwere der Covid-19-Erkrankung mit dem Alter steigt: Kinder können sich zwar infizieren, werden aber selbst nicht oder nur sehr leicht krank. Dennoch können sie aller Wahrscheinlichkeit nach das Virus auf andere Menschen übertragen. Auch gesunde, jüngere Menschen scheinen die Erkrankung meist gut zu überstehen – immerhin 80 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus verlaufen mild.

Warum ältere Menschen besonders bedroht sind

Anders sieht dies jedoch mit älteren Menschen aus. Sie gelten als Risikogruppe Nummer eins. Einer der Gründe dafür: Mit dem Menschen altert auch sein Immunsystem. Dadurch reagiert die Immunabwehr langsamer und schwächer auf eindringende Erreger als die bei jüngeren Patienten. Grundsätzlich sind Senioren daher anfälliger für Infektionen, darunter vor allem akute Atemwegsinfekte. Erreger wie das Influenza-Virus oder jetzt das Coronavirus SARS-CoV-2 haben bei älteren Menschen leichteres Spiel.

"Zudem liegen bei Hochbetagten häufig viele Vor- und chronische Begleiterkrankungen vor", erklärt Hans Jürgen Heppner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie. Ältere Menschen haben oft Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. "Treffen höheres Alter und chronische Erkrankungen zusammen, erhöht sich das Infektions- und Sterberisiko", so Heppner. Deshalb sind beispielsweise die Todesfälle durch die jährliche Grippewelle zu rund 90 Prozent aus der Altersgruppe 60+. Ähnlich scheint es beim Coronavirus zu sein.

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Keine Familienfeiern und auch kein Kinderhüten

Was aber bedeutet für ältere Menschen? Wie können sie sich am besten schützen? Und was können jüngere Menschen zum Schutz der besonders gefährdeten Alten und Kranken tun? "Jenseits des Rentenalters müssen wir die Bevölkerung wirklich schützen", sagt Heppner, "aber bitte alles jenseits der Panik." Gerüchte und Empfehlungen, alte Menschen sollten sich am besten zu Hause isolieren, seien unbegründet. "Es wird niemand für Monate weggesperrt, es wird kein Kontaktverbot geben und eine soziale Isolation ist keinesfalls die Lösung", so der Mediziner.

Denn auch soziale Isolation kann krank machen. Allerdings mahnt der Altersmediziner auch Angehörige, etwaige Familienarrangements derzeit zu überdenken. "Oma und Opa dürfen und sollen weiter besucht werden", sagt Heppner. Aber er mahnt zu Besonnenheit und erhöhten Hygienemaßnahmen. "Die nächsten Monate sind die Großeltern nicht der Ersatz für die Kita oder Ganztagsschule, so schmerzlich das ist." Auch der Kirchgang zu Ostern oder die größere Familienfeier sind derzeit keine gute Idee.

Dafür sollten Kinder und Enkel, wenn möglich, für die Großeltern einkaufen gehen, damit diese nicht in den Supermarkt müssen und sich einer Ansteckungsgefahr aussetzen, so die Empfehlung. Auch das Mitversorgen älterer Menschen im Rahmen der Nachbarschaftshilfe sei ratsam und sinnvoll.

Pneumokoken-Impfung für Ältere ratsam

Um sich vor schweren Verläufen und vor allem vor der Lungenentzündung bei Covid-19 zu schützen, empfehlen Mediziner zurzeit allen Senioren, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Diese Impfung hilft zwar nicht gegen das Coronavirus, es schützt aber vor den bakteriellen Erregern, die oft die vom Virus angegriffenen Lunge zusätzlich besiedeln und sie schwer schädigen können. Denn ähnlich wie bei der Influenza ist auch beim Coronavirus meist nicht die Virusinfektion an sich fatal, sondern die sich daraus entwickelnde Lungenentzündung.

"Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt und komplettieren Sie Ihren Impfschutz gegen die saisonale Grippe und Pneumokokken, wie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen", rät Anja Kwetkat vom Universitätsklinikum Jena. "Eine Pneumokokken-Impfung ist extrem wichtig, da bei geimpften Patienten eine Lungenentzündung mit deutlich milderen Symptomen verläuft als bei nicht-geimpften Patienten."

Die 10 wichtigsten Tipps gegen eine Ansteckung

Am besten schützt man sich gegen eine Ansteckung, indem man sich von Menschenansammlungen fernhält und auf gute Hygiene achtet. Das sind die zehn wichtigsten Verhaltensregeln:

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