Im dritten Trimenon
Das dritte Trimenon reicht von der 28. bis zur 40. Woche, d.h. es endet mit der Geburt. Der Fetus misst während der 28. bis 31. Woche etwa 30 cm und wiegt 1500g. Die Proportionen der einzelnen Körperteile stimmen und die Lungen sind fast ausgebildet. Der Fetus bewegt sich häufig und nimmt die typische zusammengerollte Stellung ein. Obwohl das Ungeborene in der 32. Schwangerschaftwoche schon voll ausgebildet ist, ist es noch sehr mager. Er nimmt die gesamte Gebärmutterhöhle ein. Die nächsten vier Wochen verbringt der Fetus mit der Einlagerung von Fett ins Unterhautfettgewebe. Später wird ihm dies zur Wärmeregulation dienen. In den letzten vier Wochen der Schwangerschaft senkt sich der Kopf des Kindes in das kleine Becken. Die letzten Vorbereitungen für die Geburt beginnen.
Die Kindslage
Unter Kindslage versteht man die Ausrichtung des Kindes in der Gebärmutter. Der Fetus nimmt die sog. Fetusstellung, angezogene Beine, verschränkte Arme und eingedrehter Kopf, ein. Bei der Geburt sollte das Kind eigentlich mit dem Kopf nach unten in der Gebärmutter liegen, in der Längslage oder Schädellage. Bei etwa zwei Prozent der Ungeborenen trifft dies nicht zu. So drehen sich manche Kinder überhaupt nicht. Sie verbleiben in der Beckenendlage. Bei der Geburt könnte die Nabelschnur abgedrückt werden und das Gehirn des Neugeborenen geschädigt werden. Manchmal gelingt es von außen das Kind in die vordere Schädellage zu drehen. Ist diese äußere Windung erfolgreich, steht der Geburt nichts mehr im Weg. Misslingt dies, müssen sie durch Kaiserschnitt entbunden werden.
Die Schwangere
Für die Schwangere ist dieser Abschnitt der Schwangerschaft der beschwerlichste. Die Gewichtszunahme bis zur Geburt beträgt etwa 13 kg und der Fetus drückt auf die anderen Organe. Sodbrennen oder Verstopfung sind jetzt häufig. Da das Zwerchfell in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist, kommt es zur Kurzatmigkeit. Auch die Wirbelsäule wird stärker belastet und durch das Schwangerschaftshormon Progesteron ist der Bandapparat weniger straff und dies führt zu Rückenschmerzen. Die heftigen Kindsbewegungen können zur Schlafunterbrechung beitragen und große Mattigkeit bewirken.
Die Schwangerschaftswehen werden deutlicher. Sie sind zwar nicht schmerzhaft, aber unangenehm. Bei Einsetzen der richtigen Wehen löst sich der Schleimpfropf im Gebärmutterhals.




