Wie erkenne ich, ob mein Kind hochbegabt ist?

Die meisten hochbegabten Kinder leiden unter ihrer besonderen Fähigkeit, da diese in dem Alter mehr eine Belastung als eine Erleichterung darstellt. Sie selbst empfinden sich nicht nur "anders": Sie müssen sich darüber auch mit ihren Klassenkameraden auseinandersetzen. Sie müssen gegen Lehrer und Ungerechtigkeiten ankämpfen und oftmals auch noch gegen die eigenen Eltern, die die Begabung Ihres Kindes vielleicht gar nicht wahrnehmen. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen, um rechtzeitig die Anzeichen zu erkennen und richtig handeln zu können.
Folgende Beobachtungen können ein Hinweis auf eine Hochbegabung Ihres Kindes sein. Allerdings müssen nicht zwingend alle Punkte auftreten.
Handicaps hochbegabter Kinder

Ein anderes "Handicap" dieses schnellen Denkens ist, dass es oft zu so banalen Ergebnissen für Aufgabenstellungen führt, dass das Kind denkt, es wäre zu einer falschen Antwort gekommen, da es ja nicht so einfach sein könne. Das hat zur Folge, dass das Kind diese Antwort nicht ausspricht und der Lehrer dann davon ausgeht, es könne die Aufgabe nicht lösen.
Von Lehrern werden diese Zeichen oft falsch gedeutet. Anstatt das Kind in seinen Begabungen zu fördern, werden die Eltern in die Schule bestellt. Dort wird Ihnen dann mitgeteilt, dass das Kind den Anforderungen des Unterrichts nicht gewachsen sei - was einzig und allein daraus geschlossen wird, dass das Kind nicht am Unterricht teilnimmt oder seine Hausaufgaben nicht macht. Viele Eltern werden darauf hingewiesen, dass ihr Kind nur noch den Unterricht stört und oft wird ihnen eine Versetzung des Kindes auf eine andere Schule nahe gelegt.
Es ist leider keine Seltenheit, dass Kinder mit einem extrem hohen Intelligenzquotienten vorwiegend schlechte Noten nach Hause bringen und dann in schulischen Einrichtungen landen, wo ihr Potential dann endgültig erstickt wird.
In unserer Konkurrenzgesellschaft leiden viele Eltern hochbegabter Kinder noch heute darunter, dass Ihnen von neidischen Mitmenschen schnell unterstellt wird, zu viel von ihrem Kind zu verlangen oder es unter enormen und "nicht-kindgerechten" Druck zu setzen. Somit schrecken viele Elternpaare davor zurück, sich nach geeigneten Fördermöglichkeiten für Ihr Kind zu erkundigen - für Eltern minderbegabter Kinder inzwischen fast selbstverständlich. Viele Eltern trauen sich anfangs nicht einmal, ihrer Vermutung, ein hochintelligentes Kind zu haben, nachzugehen.
Doch zum Glück vollzieht sich in den letzten Jahren ein Wandel und ganz allmählich macht sich die Einsicht breit, dass auch hochbegabte Kinder einer speziellen Förderung bedürfen. Die Sensibilität für diese Thematik nimmt bei Eltern, Pädagogen und Bildungspolitikern erfreulicherweise zu. Es werden neue Schulen und Einrichtungen ins Leben gerufen, die die besonderen Fähigkeiten hochbegabter Kinder fördern sollen. Unterstützen Sie Ihr Kind soweit es geht und bieten Sie ihm eine optimal auf seine Begabung ausgerichtete Lernumgebung. Erkundigen Sie sich beim zuständigen Kultusministerium oder bei Beratungsstellen für Hochbegabte nach den verschiedenen Fördermöglichkeiten und -einrichtungen.




