Der Fetus im zweiten Trimenon
13. bis 14. Woche: Zu Beginn der 13. Woche sind bereits alle Organe ausgebildet und der Fetus weist nun deutlich die typisch menschlichen Gesichtsmerkmale auf. Von jetzt an müssen die Organe noch an Größe zunehmen und bis zur vollen Funktionsfähigkeit heranreifen. 15. bis 18. Woche: Es beginnen sich Finger- und Zehennägel auszubilden und die Verknöcherung des bisher knorpeligen Skeletts beginnt an den Gehörknöchelchen, so dass der Fetus nun auch hören kann. In der 17. Woche ist der Fetus schon bewegungsfähig, was auch die Mutter an den nun beginnenden Kindsbewegungen merkt.
19. bis 22. Woche: In der 20. Woche beginnt das Wachstum des Kopfhaars und in den Zahnleistenwerden die Anlagen für die Milchzähne gelegt. Etwa in der 21. Woche verliert die Haut ihre Durchsichtigkeit. In den Lungenflügeln beginnt allmählich die Ausbildungder Lungenbläschen und Leber und Milz beginnen mit der Produktion von weißen Blutkörperchen. 23. bis 27. Woche: Der bisher noch sehr dünne Fetus beginnt Fett einzulagern und reagiert bereits deutlich auf Geräusche und Bewegungen von außen. In der 24. Woche beginnt der Fetus die Augen zu öffnen und es stellt sich von nun an ein Schlaf-Wach-Rhythmus ein. Am Ende des zweiten Trimenons misst der Fetus durchschnittlich 27 Zentimeter und wiegt 800 Gramm.
Die Schwangere im zweiten Trimenon
Das körperliche Wohlbefinden ist bei der Schwangeren im zweiten Trimenon wieder weitgehend hergestellt. Die Übelkeit und das Erbrechen des ersten Trimenons sind in der Regel verschwunden und die Schwangerschaftshormone versetzen die Schwangere in die Lage, große Energien zu mobilisieren. Der Fetus ist mittlerweile so groß, dass die Schwangerschaft nun auch äußerlich sichtbar wird. Mit zunehmender Spannung der Bauchhaut setzt allerdings auch die Ausbildung der sogenannten Schwangerschaftsstreifen ein. Da die Plazenta ab der 12. Woche die Ernährung des Fetus übernimmt und diese die benötigten Nährstoffe dem Blut der Mutter entnimmt, muss das Gesamtblutvolumen des mütterlichen Kreislaufs in dieser Zeit zunehmen. Das Dach der Gebärmutter wandert im zweiten Trimenon weiter in Richtung Bauchnabel und Rippenbogen und die Mutter beginnt nun, die Bewegungen des in ihr entstehenden Lebens wahrzunehmen. Ab der 16. Woche beginnen die Brust-Drüsen mit der Sekretion einer farblosen Flüssigkeit, der Kolostralmilch.
Kleinere Beschwerden
Rückenschmerzen können durch die Verlagerung des mütterlichen Schwerpunktes zustande kommen und werden durch die nach hinten geneigte Körperhaltung, die die Schwangere häufig einnimmt, um das Gewicht der wachsenden Gebärmutter auszugleichen, oft noch verstärkt. Aufgrund eines um bis zu 20 Prozent erhöhten Sauerstoffbedarfs, kommt es bei Schwangeren im zweiten Trimenon des öfteren zu Anfällen von Kurzatmigkeit, die sich aber häufig nach der Gewöhnung an die höhere Atemfrequenz wieder legen. Krämpfe in den Beinen können auftreten, wenn die Gebärmutter auf die Beckengefäße drückt oder durch einen Mangel an Kalzium und anderen Mineralsalzen. Zuletzt können Krampfadern entstehen oder schon bestehende sich in ihrer Ausprägung verschlimmern.




