Der lange Weg zur Impfung
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Der lange Weg zur Impfung

Bild: Foto: DLR_de, CC BY 3.0 de, via Wikimedia Commons

"Anfang November war bei mir die Verunsicherung durch die vielen Medienberichte dann doch ganz schön groß. Und als gerade aus München immer mehr Schweinegrippefälle gemeldet wurden, habe ich mich entschlossen, mich doch impfen zu lassen. Schließlich gehöre ich wegen einer Vorerkrankung zu den Risikopatienten und fahre jeden Tag mit der S-Bahn. Leider fiel mein Entscheidung mitten in die Herbstferiern. Und die Ärzte waren im Urlaub - Impfen hin oder her.

Alle Ärzte im Urlaub

"Anfang November war bei mir die Verunsicherung durch die vielen Medienberichte dann doch ganz schön groß. Und als gerade aus München immer mehr Schweinegrippefälle gemeldet wurden, habe ich mich entschlossen, mich doch impfen zu lassen. Schließlich gehöre ich wegen einer Vorerkrankung zu den Risikopatienten und fahre jeden Tag mit der S-Bahn. Leider fiel mein Entscheidung mitten in die Herbstferiern. Und die Ärzte waren im Urlaub - Impfen hin oder her.

Auch meine Hausärztin war nicht zu erreichen und ihre Vertretung war absolut gegen die Impfung. In der ganzen Gegend kenne sie keinen Arzt, der überhaupt gegen die neue Influenza impfen würde, meinte sie. Außerdem müsse ich da noch etwas unterschreiben, dass ich zur Kenntnis nähme, dass die Herstellerfirma des Impfstoffes keine Haftung wegen der Nebenwirkungen übernehme."

Impfen auf Abruf

"Ich telefonierte dann mit einer befreundeten Hausärztin, die mir noch einmal die Nebenwirkungen erklärte. Das hat mich beruhigt. Also rief ich, wie sie mir geraten hatte, den Internisten an. Der sollte mir sagen, ob ich tatsächlich noch zur Risikogruppe gehöre und ob eine Impfung angebracht sei. Aber der war natürlich auch im Urlaub. Sicherheitshalber ließ ich mich aber schon einmal bei ihm auf die Warteliste setzen. Sicher ist sicher. Schließlich kann immer erst geimpft werden, wenn der Impfstoff geliefert wurde und sich insgesamt zehn Patienten angemeldet haben. Denn den Stoff gibt es nur in Zehnerdosen und er ist nur 24 Stunden haltbar. Das Impfen würde dann auf Abruf geschehen. Also hinterließ ich meine Handynummer. Und ließ mir vorsichtshalber auch noch bei meiner Hausärztin einen Termin geben. Jetzt wollte ich es auch schnell hinter mich bringen.

Beim Internisten hieß es, ich würde Dienstag oder Mittwoch drankommen. Als ich dann vorsichtshalber am Dienstag selbst noch einmal anrief, sagte man mir, es würde Donnerstag werden. So war es dann auch. Letztendlich habe ich eine Woche auf den Impftermin gewartet."

Die Nebenwirkungen

"Die Impfung selbst war nur ein kleiner Pieks und hat gar nicht weh getan. Ich musste aber noch eine halbe Stunde dableiben und diverse Frauenzeitschriften durchblättern, bevor ich nach Hause gehen durfte. Es hatte vorher ein Patient eine allergische Reaktion auf die Impfung gezeigt. Der Impfstoff war übrigens nach meiner Impfung bei dem Internisten wieder aufgebraucht.

Am Tag nach der Impfung tat mir mein Oberarm ein bisschen weh. War aber nicht so schlimm. Und ich war froh, dass ich mich habe impfen lassen. Schon allein, weil ich so viel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahre und auch ein kleines Kind zuhause habe.

Tag zwei nach der Impfung: Mein Oberarm tut tierisch weh, die Einstichstelle ist rot, heiß und geschwollen. Ich fühle mich schlapp und kränklich. Diese Impfung war echt nicht ohne. Auf die normale Grippeimpfung reagiere ich nie so. Tag drei nach der Impfung: Geht schon wieder."

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