Dick oder dünn – sind's die Gene?
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Dick oder dünn – sind's die Gene?

Bild: Foto: Krueger, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Menschen mit Gewichtsproblemen suchen häufig selbst nach Gründen für ihre überdurchschnittliche Leibesfülle. Das Übergewicht sei vererbt, sagen sie. Häufige Erklärungsversuche: Es klappe mit dem Abnehmen nicht, obwohl man wenig esse; man sei ein guter Futterverwerter. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Beweise für diese Begründungen: Studien an eineiigen Zwillingen, die nach der Geburt in verschiedenen Familien aufwuchsen, belegen immer wieder, dass die Neigung zu Übergewicht vererbt ist. Das Körpergewicht eines eineiigen Zwillings stimmt nicht mit dem Gewicht der Adoptiveltern, wohl aber mit dem des Geschwister überein.

Wie Ernährung helfen kann

Menschen mit Gewichtsproblemen suchen häufig selbst nach Gründen für ihre überdurchschnittliche Leibesfülle. Das Übergewicht sei vererbt, sagen sie. Häufige Erklärungsversuche: Es klappe mit dem Abnehmen nicht, obwohl man wenig esse; man sei ein guter Futterverwerter. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Beweise für diese Begründungen: Studien an eineiigen Zwillingen, die nach der Geburt in verschiedenen Familien aufwuchsen, belegen immer wieder, dass die Neigung zu Übergewicht vererbt ist. Das Körpergewicht eines eineiigen Zwillings stimmt nicht mit dem Gewicht der Adoptiveltern, wohl aber mit dem des Geschwister überein.

Der Versuch, übergewichtigen Menschen bestimmte psychologische Merkmale zuzuschreiben, ist dagegen gescheitert. Seelische Probleme von Übergewichtigen seien wahrscheinlicher eine Folge und nicht die Ursache des zu hohen Gewichts, gibt der Göttinger Ernährungspsychologe Prof. Dr. Volker Pudel zu bedenken.

Allerdings gibt es ohne entsprechende Umwelteinflüsse - Nahrung im Überfluss und Bewegungsmangel - kein Übergewicht. In der lebensmittelknappen Zeit nach dem zweiten Weltkrieg waren Übergewicht und Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus nahezu ausgestorben.

Die Analyse der Ernährungstagebücher von 200.000 Teilnehmern der AOK-Vierjahreszeiten-Kur ergab, dass Übergewichtige und Normalgewichtige gleich viele Kilokalorien zu sich nehmen. Sie unterschieden sich aber sehr wohl in der Fettaufnahme. Übergewichtige Menschen hegen eine größere Vorliebe für Fett und fettreiche Lebensmittel. Typische Fett-Quellen sind dabei: Butter, Margarine, Wurst und Käse, aber auch Backwaren und Süßigkeiten.

Die Ursache für diese Vorliebe ist unbekannt. Da aber Fett nur halb so gut sättigt wie Kohlenhydrate, birgt eine fettreiche Ernährung ein höheres Risiko für kletternde Pfunde als eine kohlenhydratreiche, betont Pudel. Kohlenhydrate werden außerdem vom Körper nur wenig in Körperfett umgesetzt.

Die Lösung lautet also:

"Da Übergewichtige ohnehin wenig Kohlenhydrate (inklusive Zucker) essen, müssen diese nicht begrenzt werden", argumentiert der Ernährungsforscher. Der Vorteil einer solchen Ernährung: Sie ist voluminös und steigert dadurch das Sättigungsempfinden. Sie erlaubt, große Nahrungsmengen zu essen, ohne zuzunehmen.

Und es darf genascht werden, nur eben mehrheitlich fettfrei. Denn die Kombination aus Zucker und Fett heizt die körpereigene Fettproduktion besonders an. Nahezu fettfreie Naschereien sind: Russisch Brot, Löffelbiskuits, Gummibärchen, Lakritz, Bonbons und Salzstangen.

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