Die Funktion der Bauchspeicheldrüse
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Die Funktion der Bauchspeicheldrüse

Bild: Foto: LeFagnard, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Pankreas wiegt zwischen 80 und 90 g und ist zwischen 15 und 20 cm lang. Das Organ liegt zwischen Zwölffingerdarm und Milz. Es besteht aus drei Abschnitten: dem Kopf, dem Körper und dem Schwanz. Der Kopf liegt eingebettet in das vom Zwölffingerdarm gebildete "C". Der Pankreaskörper schließt an den Kopf an und verläuft quer im Oberbauch. Zur Funktion der Bauchspeicheldrüse: Vor allem Kopf und Körper besitzen die Aufgabe, Verdauungsenzyme zu bilden, die durch einen Ausführungsgang (Pankreasgang, Ductus pancreaticus), der sich durch die ganze Drüse zieht, am Ende mit dem Gallengang zusammenläuft und an der Vater-Papille in den Zwölffingerdarm eintritt, in den Darm abgegeben werden. Da das Pankreas Sekrete an ein anderes Organ (den Darm) abgibt, fungiert es einerseits als exokrine Drüse. Der Pankreasschwanz jedoch, der sich bis zur Milz hinzieht, ist andererseits auch als endokrine Drüse (Drüse, die Sekrete nach innen abgibt) tätig. Dort vor allem sind nämlich die Langerhans-Inseln zu finden, die die Hormone Insulin, Glukagon und Somatostatin produzieren. Diese steuern den Kohlenhydratstoffwechsel. Die vom Pankreas hergestellten Protein spaltenden Verdauungsenzyme werden erst im Zwölffingerdarm richtig aktiv, nämlich dann, wenn sie mit dem vom Darm produzierten Enzym Enterokinase in Verbindung kommen. Das Pankreas stellt somit nur Vorstufen (Chymotrypsinogen und Trypsinogen) der wirksamen Enzyme (Chymotrypsin und Trypsin) her. Der Grund: Das Pankreas besteht vorrangig aus Eiweißen und würde sich selbst zerstören, wenn es die aktiven Enzyme freisetzte.

Aufbau der Bauchspeicheldrüse

Das Pankreas wiegt zwischen 80 und 90 g und ist zwischen 15 und 20 cm lang. Das Organ liegt zwischen Zwölffingerdarm und Milz. Es besteht aus drei Abschnitten: dem Kopf, dem Körper und dem Schwanz. Der Kopf liegt eingebettet in das vom Zwölffingerdarm gebildete "C". Der Pankreaskörper schließt an den Kopf an und verläuft quer im Oberbauch. Zur Funktion der Bauchspeicheldrüse: Vor allem Kopf und Körper besitzen die Aufgabe, Verdauungsenzyme zu bilden, die durch einen Ausführungsgang (Pankreasgang, Ductus pancreaticus), der sich durch die ganze Drüse zieht, am Ende mit dem Gallengang zusammenläuft und an der Vater-Papille in den Zwölffingerdarm eintritt, in den Darm abgegeben werden. Da das Pankreas Sekrete an ein anderes Organ (den Darm) abgibt, fungiert es einerseits als exokrine Drüse. Der Pankreasschwanz jedoch, der sich bis zur Milz hinzieht, ist andererseits auch als endokrine Drüse (Drüse, die Sekrete nach innen abgibt) tätig. Dort vor allem sind nämlich die Langerhans-Inseln zu finden, die die Hormone Insulin, Glukagon und Somatostatin produzieren. Diese steuern den Kohlenhydratstoffwechsel. Die vom Pankreas hergestellten Protein spaltenden Verdauungsenzyme werden erst im Zwölffingerdarm richtig aktiv, nämlich dann, wenn sie mit dem vom Darm produzierten Enzym Enterokinase in Verbindung kommen. Das Pankreas stellt somit nur Vorstufen (Chymotrypsinogen und Trypsinogen) der wirksamen Enzyme (Chymotrypsin und Trypsin) her. Der Grund: Das Pankreas besteht vorrangig aus Eiweißen und würde sich selbst zerstören, wenn es die aktiven Enzyme freisetzte.

Hormone für den Kohlenhydratstoffwechsel

Die Langerhans-Inseln im Pankreas sind kleine Zellinseln, die sich aus unterschiedlichen Zellen mit verschiedenen Aufgaben zusammensetzen. Diese kleinen Inseln, die vor allem im Pankreasschwanz vorkommen, sind über die kleinen Läppchen verteilt, in die die Bauchspeicheldrüse sich gliedert. Zwischen den Zellinseln liegen enzymbildende, beerenförmige Zellanhäufungen. Die Langerhans-Inseln sind mit einem Durchmesser von durchschnittlich 0,2 mm winzig. Sie bestehen aus drei verschiedenen Zelltypen. Die A-Zellen produzieren das Hormon Glukagon. Es erhöht den Blutzuckerspiegel, eine Regelgröße, die weitgehend konstant gehalten werden muss. Glukagon sorgt dafür, dass die in Leber und Muskeln in Form von Glykogen gespeicherte Glucose wieder in Glucose umgewandelt und über das Blut den Körperzellen zur Verfügung gestellt wird. Allerdings ist Glukagon nicht das einzige Hormon mit einer den Blutzuckerspiegel steigernden Wirkung. Auch Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol besitzen diesen Effekt. Die B-Zellen der Langerhans-Inseln stellen das Insulin her - das einzige Hormon im Körper, das den Blutzuckerspiegel senkt, indem es dafür sorgt, dass die Körperzellen Glucose aufnehmen und aus im Blut zirkulierender Glucose Fett und Glykogen hergestellt wird. Ein Mangel an Insulin führt zur Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Die D-Zellen schließlich stellen das Hormon Somatostatin her, das vor allem die Freisetzung von Wachstumshormon hemmt, aber auch eine hemmende Wirkung auf die Verdauung ausübt.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (akute Pankreatitis) tritt meist infolge von Alkoholmissbrauch beziehungsweise Gallenwegserkrankungen (Gallenstein im Bereich der Vater-Papille) auf. Bei dieser Krankheit werden die Verdauungsenzyme des Pankreas nicht im Darm, sondern bereits in der Bauchspeicheldrüse aktiv und führen zur Zerstörung des Organs (nekrotisierende Pankreatitis), falls nicht eingegriffen wird. Eine akute Pankreatitis äußert sich in erster Linie mit heftigen, anhaltenden Schmerzen im Oberbauch. Der Darm stellt seine Tätigkeit weitgehend ein. Während der Behandlung darf der Patient weder Flüssigkeit noch feste Nahrung zu sich nehmen, er wird intravenös ernährt. Ist ein Gallenstein die Ursache, muss dieser entfernt werden, außerdem werden Schmerzmittel verabreicht. Bei der chronischen Pankreatitis kommt es in Abständen zu Schmerzattacken. Bei fortgeschrittener Krankheit kann das Pankreas seinen Aufgaben nur noch eingeschränkt nachkommen, es entwickelt sich unter anderem ein Diabetes mellitus. Die Patienten müssen auf Alkohol und fettes Essen verzichten und dem Körper eventuell Verdauungsenzyme und Insulin zuführen. Eine chronische Pankreatitis verläuft jedoch nur selten tödlich. Anders ist es beim Krebs der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom). Die Erkrankung wird oft spät entdeckt, weshalb die Krankheit meist einen tödlichen Verlauf nimmt. Zu den Symptomen zählen Gewichtsverlust, Müdigkeit und Schmerzen im Oberbauch. Die Behandlung besteht - falls möglich - in der teilweisen beziehungsweise kompletten Entfernung des Pankreas.

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