Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Gesundheit/Artikel
Die richtige Ernährung bei Eisenmangel
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Die richtige Ernährung bei Eisenmangel

Wie viel Eisen ein Mensch jeden Tag benötigt, ist unter anderem von Alter, Geschlecht und der Lebensphase abhängig. Eine wichtige Rolle beim Eisenbedarf spielt auch die bereits im Körper gespeicherte Menge an Eisen. Die Empfehlung liegt aktuell bei 15 Milligramm für Frauen und 10 Milligramm für Männer. In vielen…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

pixabay.com, Divily (CC0)

Wer benötigt wie viel Eisen?

Wie viel Eisen ein Mensch jeden Tag benötigt, ist unter anderem von Alter, Geschlecht und der Lebensphase abhängig. Eine wichtige Rolle beim Eisenbedarf spielt auch die bereits im Körper gespeicherte Menge an Eisen. Die Empfehlung liegt aktuell bei 15 Milligramm für Frauen und 10 Milligramm für Männer. In vielen Fällen liegt die Herausforderung darin, dass der menschliche Körper nicht immer den kompletten Eisengehalt eines Nahrungsmittels aufnehmen kann. So können nur maximal 15 Prozent des zugeführten Eisens resorbiert werden, während der Rest unverbraucht wieder ausgeschieden wird.

Wann besteht erhöhter Eisenbedarf?

Kinder und Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden, haben einen höheren Bedarf an Eisen als Erwachsene. Das Gleiche gilt für Frauen während der Schwangerschaft und Stillzeit. Viele Frauen im gebärfähigen Alter haben besonders in der zweiten Zyklushälfte und während der Periode einen erhöhten Eisenbedarf. Auch Leistungssport geht oft mit einem Mangel einher. In solchen Fällen helfen in Absprache mit dem Hausarzt neben einer veränderten Ernährung bei Eisenmangel auch ergänzende Präparate.

Einige chronisch entzündliche Erkrankungen sowie Tumorerkrankungen führen zu einer verschlechterten Eisenaufnahme. Auch Menschen mit Erkrankungen des Verdauungstraktes oder mit Glutenunverträglichkeit leiden oft unter Eisenmangel. Diese Menschen müssen mehr als andere auf ausreichen Eisen in der Nahrung achten und gegebenenfalls mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen.

Die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln oder Medikamenten, die die Blutgerinnung hemmen, kann zu geringfügigen Blutungen im Gewebe führen. Diese wiederum verlangsamen in vielen Fällen die Resorption von Eisen. Sogenannte Protonenpumpenhemmer, also magenschützende Medikamente, behindern die Produktion von Magensäure, was ebenfalls zu einem Eisenmangel führen kann.

Welche Symptome zeigen sich bei Eisenmangel?

Es gibt verschiedene Symptome, die auf einen Mangel an Eisen hinweisen können. Dazu zählen unter anderem Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Antriebslosigkeit. Wir unterscheiden im Wesentlichen zwischen neurologischen, körperlichen und immunologischen Symptomen:

Ein Eisenmangel entwickelt sich in der Regel langsam. Das heißt, die Symptome sind nicht sofort da, sondern schleichen sich mit der Zeit ein.

Wie können Betroffene einen Eisenmangel beheben?

Der beste Weg, einen Mangel an Eisen zu kompensieren, ist die richtigen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Doch welche Lebensmittel sind zu empfehlen? Eine gute Eisenquelle ist in erster Linie rotes Fleisch, wie Rind, Wild oder Lamm. Auch zahlreiche Gemüsesorten wie Spinat, Hülsenfrüchte und Brokkoli sowie Vollkornprodukte gelten als gute Eisenlieferanten. Tierisches Eisen wird allerdings besser vom Körper aufgenommen als pflanzliches. Grund hierfür ist, dass in Gemüse und Obst enthaltenes Eisen in unserem Verdauungssystem erst bestimmte chemische Prozesse durchlaufen muss, bevor es aufgenommen werden kann. Deshalb empfehlen Mediziner und Ernährungsberater, pflanzliches Eisen stets zusammen mit Vitamin C aufzunehmen, weil dadurch die Aufnahmemenge an pflanzlichem Eisen erheblich erhöht wird. Dies geht ganz einfach mit ein paar Spritzern Zitronensaft auf dem Gemüse, etwas Obst als Dessert oder einem Glas frisch gepressten Orangensaft als Begleitgetränk zur Mahlzeit.

Besonders eisenhaltige Nahrungsmittel auf einen Blick:

Rotes Fleisch:

Artikelbild

pixabay.com, Shutterbig (CC0)

Vollkornprodukte:

Welche Nahrungsmittel sollten bei Eisenmangel gemieden werden?

Es gibt Lebensmittel, die die Resorption von Eisen in den Körper erheblich verlangsamen und erschweren. Beispiele dafür sind Milchprodukte, Koffein sowie Schwarz- und Grüntee. Diese Produkte enthalten sogenannte Phytate, welche die Aufnahme des Spurenelements Eisen erschweren. Wer Probleme mit Eisenmangel hat, sollte auf solche Nahrungs- bzw. Genussmittel weitgehend verzichten bzw. sie nur in sehr geringen Dosen zu sich nehmen.

Was müssen Vegetarier beachten, um ihren Eisenbedarf zu decken

Fleischesser haben in der Regel kein Problem, ihren täglichen Eisenbedarf abzudecken. Denn Fleisch enthält nicht nur per se bereits einen hohen Anteil an dem Spurenelement, das in Fleischprodukten vorkommende Eisen liegt auch in der sogenannten zweiwertigen Form vor – einer Form, die der menschliche Körper besonders gut aufnehmen kann.

Diesbezüglich sind Vegetarier und Veganer etwas im Nachteil. Sie können diesen aber leicht kompensieren, wenn sie auf Folgendes achten:

Können wir auch zu viel Eisen aufnehmen?

Bei einer ausreichenden Versorgung mit Eisen baut der menschliche Körper eine natürliche Barriere im Darm auf. Damit kann bei einem gesunden Menschen eine Überladung durch zu viel Eisen in der Nahrung nicht vorkommen.

Sind Eisenpräparate als Nahrungsergänzung zu empfehlen?

Drogerien und Supermärkte sind voll von Nahrungsergänzungsmitteln, die frei verkäuflich sind und den schnellen Erfolg versprechen. Ob dies tatsächlich so ist, hängt immer von der Zusammensetzung und der Qualität des Produktes ab. Nicht selten tritt sogar ein gegenteiliger Effekt ein – nämlich dann, wenn Kombinationsprodukte aus unterschiedlichen Spurenelementen sich in ihrer Wirkung gegenseitig hemmen. Zusatzpräparate sollten daher nie ohne Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Grundsätzlich gilt, dass eine bessere Wirkung über eine gesunde ausgewogene Ernährung erreicht wird.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Gesundheit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit.

Alle Gesundheit-Artikel
Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift
Gesundheit

Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift

15. Oktober 2026

Ein Anatomie-Dozent stellt die Frage, die viele Lehrbücher ausblenden: Wann ist ein Referenzwert wirklich 'normal'? Am Beispiel der Körpertemperatur zeigt sich, warum der Einzelwert Millionen in die Irre führt.

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte
Gesundheit

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte

13. Oktober 2026

Ein Patient muss einen formellen Antrag stellen, um einen Fehler in seiner KI-generierten Krankenakte zu korrigieren. Der behandelnde Arzt hatte die Notiz zuvor genehmigt. Der Vorfall zeigt: Automatisierte…

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance
Gesundheit

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance

12. Oktober 2026

Empirische Studien belegen, dass die mentale Gesundheit politischer Entscheidungsträger keine Privatangelegenheit ist, sondern systemische Folgen für Regierungsführung und institutionelles Vertrauen hat. The…

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien
Gesundheit

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien

5. Oktober 2026

Aktuelle Forschung zeigt, dass Symptome und Behandlungserfolg bei pädiatrischer obstruktiver Schlafapnoe je nach Altersgruppe erheblich variieren. Bisherige Diagnostik orientiert sich zu oft an Erwachsenenkriterien.

← Zurück zu GesundheitZur Startseite