Der Stand der Forschung
Obwohl jährlich Millionen für die AIDS-Forschung ausgegeben werden, ist die Epidemie noch nicht eingedämmt worden. Der Grund dafür liegt in der Komplexität des Virus’, in seiner Wandelfähigkeit, die ihm ermöglicht, sich therapeutischen und natürlichen Abwehrmechanismen zu entziehen. Die Langzeit-Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente sind bisher nur wenig bekannt. Mittlerweile leben infizierte Menschen länger und auf einem besseren Niveau. Dennoch steht am Ende der Tod. Die Forschung drängt darauf, Zeit und Mittel in die Grundlagenforschung für die Entwicklung eines Impfstoffes zu investieren. Bisher haben die in Tierversuchen und an wenigen Freiwilligen eingesetzten Stoffe nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Hoffnung auf die Genetik
Am Massachusetts General Hospital in Boston läuft derzeit eine umfangreiche Studie mit HIV-Infizierten, deren Krankheitsverlauf langsamer voranschreitet bzw. still steht: The International HIV Controllers Study. Angeblich ist einer von 300 Patienten ein so genannter Viruskontrollierer. Die Forscher schauen sich das gesamte Erbgut dieser Infizierten an, um genetische Unterschiede herauszufiltern, die dafür verantwortlich sein könnten, dass manche Patienten besser mit dem Virus klar kommen. Die Hoffnung der Wissenschaftler ist, dass man einen Impfstoff entwickeln könnte, der diesen Kontroll-Effekt nachahmt.




