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E-Zigaretten: Fluch oder Segen?
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Gesundheit

E-Zigaretten: Fluch oder Segen?

Seit sie vor knapp zehn Jahren auf den Markt gekommen sind, werden elektronische Zigaretten immer beliebter. In diesen Geräten verbrennt kein Tabak, stattdessen verdampft ein kleines Heizelement ein sogenanntes Liquid. Die Benutzer und Befürworter von E-Zigaretten bezeichnen sich darum auch nicht als Raucher,…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

thinkstock.com, patrisyu

Seit sie vor knapp zehn Jahren auf den Markt gekommen sind, werden elektronische Zigaretten immer beliebter. In diesen Geräten verbrennt kein Tabak, stattdessen verdampft ein kleines Heizelement ein sogenanntes Liquid. Die Benutzer und Befürworter von E-Zigaretten bezeichnen sich darum auch nicht als Raucher, sondern als Dampfer oder Vaper. Letzteres ist abgeleitet vom englischen "vapour" für "Dampf".

Die in den E-Zigaretten verdampfte Mischung enthält in der Regel Nikotin, verschiedene Aromastoffe und eine Trägerflüssigkeit, meist Propylenglykol. Es existieren auch Liquids, die kein Nikotin enthalten. Daneben sind auch Nikotinlösungen und Aromen einzeln erhältlich. Die Vielfalt der Aromen ist dabei nahezu unbegrenzt: Neben verschiedenen klassischen Tabaksorten stehen Geschmacksrichtungen wie Apfel, Kirsche, Vanille oder Schokolade zur Auswahl. Dampfer können sich so ihr Liquid nach Wunsch selbst mischen.

Ohne Rauch geht's auch

Für das Dampfen anstatt des Rauchens sprechen vor allem gesundheitliche Gründe: Der Rauch herkömmlicher Zigaretten enthält zahlreiche verschiedene Schadstoffe, von Teer über Blausäure und Formaldehyd bis zu schädlichen Staubpartikeln, die sich in die Lunge setzen und Krebs verursachen können. Da in E-Zigaretten kein Tabak verbrennt, entfallen auch die meisten dieser Gifte. Auch für Passivraucher ist der Dampf der elektrischen Zigaretten weniger gefährlich.

Da die Temperatur der Verdampfer mit 80 bis 120 Grad Celsius viel niedriger liegt als in einer brennenden Zigarette, entstehen auch kaum schädliche Verbrennungsprodukte. Bei einigen Verdampfern mit ungewöhnlich hohen Temperaturen kann jedoch auch Formaldehyd in vergleichbarer Menge wie bei Tabakzigaretten entstehen.

Selbst wenn sie rauchfrei sind enthält der Dampf der E-Zigaretten in den meisten Fällen aber noch Nikotin. Der stimulierende Tabakwirkstoff ist eines der stärksten pflanzlichen Gifte und hochgradig suchterzeugend. Um davon loszukommen steigen viele Raucher als ersten Schritt zum Aufhören auf das Dampfen um. So wird die Nikotinsucht vorerst noch befriedigt, aber der schädliche Rauch entfällt sofort. Schwerwiegende Entzugserscheinungen treten so nicht auf. Studien zeigen, dass E-Zigaretten als Alternative zum Tabak tatsächlich beim Aufhören helfen können.

Artikelbild

thinkstock.com, ibrakv

Hilfreich beim Ausstieg, gefährlich beim Einstieg?

Zwar gibt es zu ähnlichem Zweck bereits seit Jahrzehnten Nikotinkaugummis und -pflaster. Diese sind jedoch bei weitem nicht so beliebt, wie es die E-Zigaretten in nur wenigen Jahren geworden sind. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass das Dampfen dem Rauchen recht ähnlich ist: Viele E-Zigaretten sehen Tabakzigaretten ähnlich, das soziale Erlebnis mit rauchenden oder dampfenden Freunden ist weiterhin möglich und die eigenen Gewohnheiten müssen sich kaum ändern.

Doch wenn es um die Risiken der E-Zigaretten geht, sind die Reaktionen sehr gemischt. Für die einen sind sie völlig harmlos, da sie keinen krebserregenden Rauch und nur wenig oder gar kein suchterzeugendes Nikotin mit sich bringen.

Andere sehen eine Gefahr besonders für Jugendliche: Die süßen oder fruchtigen Aromen mancher Liquids machen das Dampfen wesentlich attraktiver als das Rauchen. Junge Menschen könnten sich so frühzeitig an das Dampfen gewöhnen und dann schneller zum Nikotin übergehen. E-Zigaretten werden darum teilweise kritisch als potentielle Einstiegsdroge beäugt.

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