Ein Apfel ist keine Erdbeere
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Ein Apfel ist keine Erdbeere

Bild: Foto: Sandro Botticelli, Public domain, via Wikimedia Commons

Ich bin froh, dass es mir ohne große Verletzungen gelingt, die "Mind Quiz"-Karte in die Konsole einzulegen und das Spiel zu starten. Und danach geht irgendwie alles wie von selbst. Im oberen Fenster der aufklappbaren Konsole tauchen die Spiel- und Handlungsanweisungen auf, die der Spieler dann im unteren Fenster durch Antippen des Touchscreens mit einem Touchpen ausführt.

Die Stunde der Wahrheit

Ich bin froh, dass es mir ohne große Verletzungen gelingt, die "Mind Quiz"-Karte in die Konsole einzulegen und das Spiel zu starten. Und danach geht irgendwie alles wie von selbst. Im oberen Fenster der aufklappbaren Konsole tauchen die Spiel- und Handlungsanweisungen auf, die der Spieler dann im unteren Fenster durch Antippen des Touchscreens mit einem Touchpen ausführt.

Ich erstelle also die Spieldaten und gebe dafür Unterschrift, Geschlecht, Händigkeit und mein Geburtsdatum an. Hoffentlich erschrickt "Mind Quiz" nicht über mein Alter... Und schon beginnt die Stunde der Wahrheit. Als erste Aufgabe erwartet mich der "Hirnstress-Test", mit dem "Hirnstress" und "Reaktionsvermögen" getestet werden, sagt Dr. Osami Kajimoto von der Universität Osaka. Das von ihm entwickelte "Brain Age ATMT System" ist ein Aufmerksamkeitstest, auf dem das Spiel "Mind Quiz" mit weiteren unterhaltsamen Zusatzfunktionen aufbaut.

Hinrnstress: 22 Prozent

3 - 2 - 1 und Start! Jetzt klicke ich so schnell ich kann auf Zahlen und Großbuchstaben im Wechsel! 1 - A, 2 - B, 3 - C und so weiter. Bis zur Zahl 10 geht das ganz gut... Aber plötzlich springen Buchstaben und Zahlen auf dem Screen und wechseln die Position. He! Gemein! Hatte keiner vorher gesagt! Bei 20 erlöst mich das System. Dann kommt die überraschende Auswertung: Mein "Reaktionsvermögen" ist "Supergescheit". Na bitte! Und mein "Hirnstress" liegt bei 22 Prozent. Auch nicht schlecht, wie mir die Kiste verrät. Trotzdem soll ich mich "nach" und nicht während der Arbeit entspannen. Guter Tipp!

Jetzt geht es aber ans Eingemachte. Es folgt der "Hirnalter-Test" mit zwei Tests. Wieder muss ich Zahlen möglichst rasch in der Reihenfolge 1-20 antippen. Geht recht unproblematisch. Im zweiten Teil wird's schwieriger. Die Zahlen verspringen nach jedem Klick! Dementsprechend schlecht schneide ich auch ab.

Meine "Hirnnutzung" ist "müde" und ich liege deutlich unter dem Durchschnitt meiner biologischen Altersgenossen. Auch meine "Hirnaktivierung", mit der meine Toleranz gegenüber Ermüdung gemessen wird, ist "Bescheiden". Tja, und das Hirnalter ... schmeichelt mir mit einem musikalischen Tusch und der Angabe "35 Jahre". So müde ist meine Denkfabrik also doch nicht!

Ein Apfel ist keine Erdbeere

Irgendwie bin ich jetzt angefixt und springe gleich mal zu den Übungen, mit denen ich die bereits getesteten Funktionen verbessern kann. Beim "Puzzlen" muss ich zwei Aufgaben gleichzeitig lösen. Können Männer das eigentlich?

Ich soll durch Verschieben der Puzzle-Teile mit dem Touchpen das im oberen Screen vorgegebene Puzzle lösen und dabei gleichzeitig verhindern, dass ein Hund von unten laufend den oberen Bildschirm erreicht. Fünf Puzzle gilt es in möglichst schneller Zeit zu lösen. Das klappt recht ordentlich, auch wenn mir der kleine Beller einige Male entwischt! Weiter geht es mit den Auffassungsfähigkeiten: Von oben fallen Erbeeren, Bananen und Äpfel herunter. Ich soll die Namen ins Mikrofon rufen, bevor sie landen. Klingt einfach, doch neben den Obststücken stehen ab und zu noch falsche Namen, die ich aber nicht nennen darf. Beispiel: Es fällt ein Apfel und darunter steht "Erdbeere"... Das Spiel fiele mir leichter, wenn nur die Spracherkennung des DS besser funktionieren würde! Oder liegt es vielleicht an meinem Kieler Dialekt?

Weiter im Stresstest!

Fazit: Fürs Erste habe ich einen Eindruck von Mind Quiz gewonnen. Und der ist richtig gut. Die Grafiken, Texte und Anleitungen sind deutlich und verständlich für jedermann. Kleine Abzüge gibt es für die nicht 100-prozentige Spracherkennung und vor allem für die simple Musikuntermalung. Aber die kann man glücklicherweise einfach ausstellen. Das würde ich sowieso jedem empfehlen, da die Konzentration auf dem Lösen der Aufgaben liegen sollte. Überhaupt ist "Mind Quiz" auf eine längere Nutzung angelegt und auf das tägliche Training. Ist ja auch sinnvoll, das Gehirn nicht nur einmal einem Stresstest zu unterziehen und sich dann wieder auf die faule Gehirnhaut zu legen. Morgen werde ich also mein Hirn aktivieren und "mentalen Stress" abbauen, in dem ich Glasscherben zertrümmere. Da stelle ich den Ton dann allerdings ganz laut!

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