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EMS-Training: Gefährlicher Trend?
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Gesundheit

EMS-Training: Gefährlicher Trend?

Inzwischen ist das EMS-Training aber auch im Breitensport angekommen. Anders als bei der Physiotherapie kommen bei der elektrischen Muskelstimulation im Fitnessstudio jedoch Geräte zum Einsatz, die alle Muskeln im Körper ansprechen. Statt an Geräte und Gewichte zu gehen, schlüpfen Sportler in einen speziellen Anzug.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

iStock, kanzefar

Workout unter Strom

Inzwischen ist das EMS-Training aber auch im Breitensport angekommen. Anders als bei der Physiotherapie kommen bei der elektrischen Muskelstimulation im Fitnessstudio jedoch Geräte zum Einsatz, die alle Muskeln im Körper ansprechen. Statt an Geräte und Gewichte zu gehen, schlüpfen Sportler in einen speziellen Anzug. Dieser ist mit Elektroden bestückt, die schwache elektrische Impulse in die Muskeln leiten – und das bis zu 150 Mal in der Sekunde.

Während des Trainings werden unter Anleitung eines Fitnesstrainers Übungen absolviert, um unterschiedliche Muskelgruppen zu aktivieren. Der Trainer kann dabei die Intensität der Stromzufuhr individuell regulieren. Für Brust, Bauch, Beine und Arme gibt es jeweils eigene Regler. Ein typisches Workout dauert nur 20 bis 30 Minuten und ist trotzdem so effektiv wie eine ein- bis zweistündige herkömmliche Trainingseinheit.

Überlastung droht

Das Geheimnis: Die gezielten Stromimpulse führen zu deutlich stärkeren Muskelkontraktionen und erreichen auch tieferliegende Muskelschichten. Dadurch wird eine nahezu hundertprozentige Auslastung des Muskels erreicht, er wird schneller zum Wachsen angeregt. Hinzu kommt, dass dank des Ganzkörperanzugs mit wenigen Übungen der gesamte Körper trainiert werden kann.

Doch die vermeintliche Wundermethode hat auch Tücken. Zwar ist das EMS-Training für gesunde Menschen prinzipiell unbedenklich – allerdings nur, wenn dabei nicht übertrieben wird. Und genau hier liegt die Gefahr. Denn bei der elektrischen Muskelstimulation kommt es viel schneller zu einer Überlastung als bei anderen Sportarten. Das liegt unter anderem daran, dass die Impulse von außen kommen und nicht vom Sportler selbst beeinflusst werden, sondern vom Trainer. Außerdem hat der Trainierende nicht so schnell das Gefühl, sich übermäßig anzustrengen.

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