Englischkurse: Worauf wir achten sollten
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Englischkurse: Worauf wir achten sollten

Bild: Foto: Dguendel, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Fremdsprache zu lernen, ist oft mühsam und kostet vor allem viel Zeit. Trotzdem pauken viele von uns noch neben ihrem Job Englisch - und das nicht ohne Grund. Denn je globaler Medien, Arbeitswelt und Wirtschaft werden, desto wichtiger werden gute Englischsprachkenntnisse. Genauso wichtig ist es allerdings, auf welche Weise wir unser Englisch verbessern, damit es auch effektiv ist und wir motiviert bleiben.

Eine Fremdsprache zu lernen, ist oft mühsam und kostet vor allem viel Zeit. Trotzdem pauken viele von uns noch neben ihrem Job Englisch - und das nicht ohne Grund. Denn je globaler Medien, Arbeitswelt und Wirtschaft werden, desto wichtiger werden gute Englischsprachkenntnisse. Genauso wichtig ist es allerdings, auf welche Weise wir unser Englisch verbessern, damit es auch effektiv ist und wir motiviert bleiben.

Schulenglisch alleine reicht oft nicht

In Deutschland müssen Grundschüler seit zehn Jahren schon ab der Grundschule eine Fremdsprache lernen. Das ist in der Regel Englisch. Doch trotz der vielen Jahre des Schulenglischs schätzen laut Statista fast ein Viertel der Jugendlichen ihre Englischkenntnisse als nicht gut genug ein, um sich in der Sprache zu unterhalten.

Im Ländervergleich von 70 Staaten landen wir mit unseren Kenntnissen immerhin auf Platz elf. Damit haben die meisten von uns zwar noch ganz gute Englischkenntnisse, doch insbesondere nordeuropäische Länder schneiden im Vergleich deutlich besser ab. Im weltweiten Durchschnitt sind Frauen übrigens in fast allen 70 Ländern etwas besser als Männer. Es zeigte sich außerdem, dass bessere Englischkenntnisse im direkten Zusammenhang mit höheren Einkommen und Lebensstandards einhergingen.

Lernen für den Job - dann zumindest richtig

Es scheint also noch Nachholbedarf zu bestehen. Tatsächlich wollen viele Menschen das Problem auch angehen. Denn schon vor fast zehn Jahren lernten laut einer Studie rund 40 Prozent der Deutschen neben der Arbeit Englisch - die allermeisten in ihrer Freizeit. Und das tat die große Mehrheit nicht zum Vergnügen, sondern für ihren Job.

Damit die Weiterbildung nicht zum Desaster und zur aufwändigen Zeitverschwendung wird, ist es daher umso wichtiger sich die richtige Lernform auszusuchen. Deswegen sollten Wissbegierige, bevor sie mit dem Lernen starten, genau überlegen, was sie von einem Kurs erwarten.

Der Einstufungstest

Professionelle Sprachschulen bieten vor dem Kursbeginn oft einen Einstufungstest an. Dadurch werden die vorhandenen Kenntnisse ermittelt und die Teilnehmer kommen in einen Kurs mit passendem Sprachlevel.

"Die Durchführung eines Einstufungstests ist sehr wichtig, damit der Teilnehmer sich im Kurs nicht über- oder unterfordert fühlt" sagt Heidrun Englert von der Arbeitsgemeinschaft inlingua AG: "Eine Selbsteinschätzung des Sprachniveaus ist meist nicht so zuverlässig". Je nach Anbieter kann man diese Tests online oder vor Ort machen.

Kurse für jeden Bedarf

Danach folgt die Entscheidung für einen Kurs. Hier ist es wichtig sich zu überlegen, wofür man die Fremdsprache aufbessern will: für die nächste Reise, für den Job oder andere Zwecke? Es gibt beispielsweise spezielle Kurse, die auf bestimmte Unternehmensanforderungen oder Berufe abgestimmt sind, wie Verhandlungs-, Verkaufs - oder Präsentationstrainings. Doch auch interkulturelle Kommunikation lässt sich in den Kursen erlernen.

Außerdem gilt es zu überlegen, welche Kursform man möchte und wie flexibel man ist. Denn während Präsenzkurse in der Regel orts- und zeitgebunden sind, kann man sich in Onlinekursen deutlich flexibler weiterbilden. Die Online-Angebote reichen dabei über eine Kombination aus Präsenzkursen und Online-Ressourcen bis zu reinen E-Learning-Kursen oder dem Lernen im virtuellen Klassenzimmer. Bei Letzterem findet das Training mit einem realen Sprachtrainer per Onlinezugang und Videokonferenzschaltung live statt. Dadurch kann man sogar mit einem Muttersprachler aus England oder Australien lernen und das selbst zu ungewöhnlichen Zeiten.

Neben Englischkursen bieten Sprachschulen oft auch weitere Fremdsprachenkurse an. Diese Anbieter sind für Teilnehmer empfehlenswert, die noch andere Sprachen lernen oder vertiefen möchten. Bei manchen Sprachdienstleistern kann man auch Übersetzungsaufträge ausführen lassen oder einen Sprachkurs, der in Deutschland begonnen wurde, bei einer verbundenen Sprachschule im Ausland fortsetzen. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, ob die Trainer auch Muttersprachler sind.

Privat oder bei der Volkshochschule?

Für einen reinen Sprachkurs an einer privaten Sprachschule muss mit rund einhundert Euro pro Monat gerechnet werden. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, ob das Kursmaterial wie Unterrichtsbücher bereits in den Kosten enthalten ist. Doch auch Volkshochschulen bieten attraktive Angebote. In Tests der Stiftung Warentest von 2013 schnitten sie genauso gut ab wie private Anbieter - und das zu einem günstigeren Preis.

In den meisten Ländern haben Arbeitnehmer zudem ein Anrecht auf Bildungsurlaub. Es kann sich daher lohnen, den Arbeitgeber nach bezahltem Urlaub für einen Sprachkurs zu fragen. Anbieter und Kurs sollten dann aber nochmal genau überprüft werden, denn nicht jedes Angebot wird auch laut Gesetz als Bildungsurlaub anerkannt.

Die Kombination macht´s

Doch ganz unabhängig davon, ob wir unser Englisch Online, mit persönlichem Sprachtrainer oder ganz privat aufbessern, ein paar Dinge helfen in jedem Fall, damit das Gelernte auch besser hängen bleibt. Dazu gehört: Je vielfältiger die gelernte Sprache im Gehirn vernetzt wird, desto besser lässt sie sich später abrufen. Deswegen sollten wir versuchen, beim Lernen mehrere Sinne zu verknüpfen. Also beispielsweise Anschauen eines englischen Filmes nicht nur auf den Sprechertext zu achten, sondern gleichzeitig die englischen Untertitel zu lesen. Oder beim Aufschreiben der Vokabeln diese laut aussprechen.

Es hilft aber auch, nicht nur eine einzelne Vokabel zu lernen, sondern auch gleich einen Satz dazu. Dadurch entsteht ein Sinnzusammenhang und wir merken uns das Wort und seine Nutzung besser. Außerdem sollten wir das Gelernte häufig wiederholen. Es ist also besser, öfter und dann nur für kurze Zeit zu lernen, statt einmal pro Woche und dafür mehrere Stunden.

Und zuletzt: Warum nicht einfach mal verschiedene Lernformen kombinieren? Dann kann mit dem Tandempartner die Konversationsfähigkeit trainiert werden und im Lehrbuch die Grammatik. Doch am Ende lernt auch jeder Mensch unterschiedlich. Ein Patentrezept gibt es daher nicht, außer Geduld – denn um eine Sprache richtig zu beherrschen, braucht es Zeit.

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