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Entspannter Pendeln
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Gesundheit

Entspannter Pendeln

Auch die Gefahr psychischer Erkrankungen steigt durch das Pendeln: Laut einer jüngst veröffentlichten Untersuchung der Techniker Krankenkasse entfielen im Jahr 2017 auf 100 Pendler 242 Fehltage aufgrund von Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen – bei den Beschäftigten mit kurzer Anreise waren es nur 219…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
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iStock.com, Goran Jakus Photography

Auch die Gefahr psychischer Erkrankungen steigt durch das Pendeln: Laut einer jüngst veröffentlichten Untersuchung der Techniker Krankenkasse entfielen im Jahr 2017 auf 100 Pendler 242 Fehltage aufgrund von Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen – bei den Beschäftigten mit kurzer Anreise waren es nur 219 Tage. Damit liegen die psychisch bedingten Fehltage bei Pendlern um fast elf Prozent höher als bei Nicht-Pendlern. Bei Frauen liegt die Differenz sogar bei 15 Prozent.

Flexible Arbeitszeiten

Wie lassen sich solche negativen Effekte des Pendelns vermeiden? Zum einen können die Arbeitgeber einiges für ihre pendelnden Mitarbeiter tun: "Vielen Unternehmen ist nicht klar, dass sie mit intelligenten Schichtplänen, guter Arbeitsorganisation und Digitalisierung großen Einfluss darauf haben, wie sehr Pendeln belastet", sagt Albrecht Wehner von der Techniker Krankenkasse.

Setzt der Chef zum Beispiel wichtige Meetings nicht früh morgens an, entsteht weniger Druck, wenn sich der Pendler um wenige Minuten verspätet. Auch flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, einen Teil der Arbeit bereits während der Fahrt in der Bahn zu erledigen, können hilfreiche Maßnahmen sein. Darüber hinaus wird sich jeder Pendler über einen regelmäßigen Tag im Home Office freuen: Ausgeschlafen und entspannt in den Tag gestartet arbeitet es sich womöglich sogar produktiver.

Artikelbild

thinkstock.com, 3dan3

Aktiv während der Fahrt

Zum anderen haben aber auch die Beschäftigten selbst Einfluss darauf, wie stressig das Pendeln für sie wird. Wer als Autofahrer beispielsweise Fahrgemeinschaften bildet, hat nicht jeden Tag den Stress, sich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen – sondern kann während der Fahrt einfach mal die Augen schließen. Doch auch Alleinreisende können ihren Stresspegel senken: indem sie den Arbeitsweg aktiv gestalten.

Untersuchungen legen nahe, dass Pendeln unter anderem deshalb negativ wirkt, weil die damit verbrachte Zeit als vertane Zeit wahrgenommen wird. Experten raten daher dazu, die Fahrt zur Arbeit sinnvoll zu nutzen. In der Bahn kann man zum Beispiel schlafen oder lesen, im Auto einem Hörbuch lauschen oder vielleicht sogar eine neue Sprache lernen.

Artikelbild

iStock.com, kasto80

Bewegen statt warten

Aktiv zu werden ist auch bei Verspätungen eine gute Idee: Kommt die Bahn oder der Bus nicht, spaziert man – wenn möglich – eben bis zur nächsten Station und steigt erst dort ein. Möglicherweise lässt sich sogar regelmäßig ein Teil des Arbeitswegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Das pustet nicht nur den Kopf frei, sondern fördert auch die körperliche Gesundheit.

Pendler, die nur schwer Bewegung in ihren Arbeitsweg integrieren können, sollten aber zumindest nach Feierabend auf ausreichende körperliche Betätigung achten. Denn egal ob Joggen, Fußball oder Yoga: Sport tut der Seele gut und kann nachweislich vor Gemütserkrankungen schützen.

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