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Gefährliche Kontrastmittel?
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Gesundheit

Gefährliche Kontrastmittel?

Kontrastmittel werden bei bildgebenden Verfahren in der Medizin benötigt, um unterschiedliche Organstrukturen und Körpergewebe optisch voneinander zu trennen und somit besser erkennbar zu machen. Während beim Röntgen zu diesem Zweck häufig iodhaltige Verbindungen eingesetzt werden, bekommen Patienten vor einer…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

thinkstock.com, Fuse

Kontrastmittel werden bei bildgebenden Verfahren in der Medizin benötigt, um unterschiedliche Organstrukturen und Körpergewebe optisch voneinander zu trennen und somit besser erkennbar zu machen. Während beim Röntgen zu diesem Zweck häufig iodhaltige Verbindungen eingesetzt werden, bekommen Patienten vor einer MRT-Untersuchung oft Mittel mit dem Seltenerdmetall Gadolinium in die Vene gespritzt. Dank seiner besonderen Struktur ist der Stoff gut geeignet, um über die Magnetröhre Gefäße und Tumore sichtbar zu machen.

Anreicherung im Körper

Der Haken an der Sache: Gadolinium ist hochgiftig – zumindest in seiner Reinform. Aus diesem Grund wird das Metall in einer Art molekularen Käfig eingeschlossen, um es als Kontrastmittel spritzen zu können. In dieser Form soll Gadolinium harmlos sein und nach der Untersuchung schnell vom Körper ausgeschieden werden. Doch stimmt das auch? Einige Studien hatten in der Vergangenheit bereits Zweifel an dieser Annahme geweckt.

Nun aber, nachdem Chuck Norris und andere Betroffene aktiv geworden sind und auch die Arzneimittelbehörden reagiert haben, werden diese Zweifel lauter. Inzwischen hat unter anderem die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) bestätigt: Gadolinium kann noch viele Monate nach einer MRT-Untersuchung im Organismus nachgewiesen werden – in der Haut, in den Knochen und auch im Gehirn. Diese Anreicherungen können bei Patienten mit Nierenproblemen schwere und mitunter tödliche Komplikationen verursachen. Was sie mit gesunden Menschen machen, ist nach wie vor strittig.

Artikelbild

iStock.com, Nikada

Wichtig für die Diagnose

Trotzdem schätzt die EMA das Risiko durch die Gadolinium-Ablagerungen als hoch genug ein, um einen Zulassungsstopp zu empfehlen. In Deutschland sind deshalb zum 1. März 2018 einige Kontrastmittel vom Markt genommen worden. In diesen sogenannten linearen Kontrastmitteln soll sich das Gadolinium besonders leicht lösen und im Körper verteilen. Andere Präparate mit stabileren Verbindungen dürfen allerdings nach wie vor verwendet werden – obwohl auch sie nachweislich Rückstände im Organismus hinterlassen können.

Radiologen betonen, dass sie auf Gadolinium für die Diagnose nicht verzichten können. Nur durch das Metall können sie beispielsweise Brusttumore und vernarbtes Herzgewebe zum Leuchten bringen und erkennen. Allerdings ist auch nicht bei jeder Untersuchung zwangsläufig ein Kontrastmittel nötig.

Was sollten Patienten tun?

Patienten sollten sich vor einer anstehenden MRT-Untersuchung daher am besten erkundigen, ob wirklich ein Kontrastmittel gespritzt werden muss. Geachtet werden sollte zudem darauf, dass es zu möglichst wenigen Anschlussuntersuchungen kommt und die Kontrastmittelgabe schriftlich dokumentiert wird – zum Beispiel im Röntgenpass. Denn auch wenn der endgültige wissenschaftliche Beweis noch aussteht: Bisher traten die Beschwerden bei Betroffenen erst nach mehrmaligen Untersuchungen auf

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