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Gemüse und Kinder: Diese Tipps überzeugen auch Gemüsemuffel!
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Gesundheit

Gemüse und Kinder: Diese Tipps überzeugen auch Gemüsemuffel!

www.pixabay.com, NguyenPhamDang (CC0 1.0)
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

www.pixabay.com, NguyenPhamDang (CC0 1.0)

Eltern und Geschwister haben eine Vorbildfunktion

Als erstes ist es wichtig, auf die eigene Ernährung zu achten. Es genügt bereits, wenn ein Elternteil oder älteres Geschwisterkind die Fertigpizza oder Chips der Scheibe Gurke oder dem Stück Tomate vorzieht. Dann ist es ganz klar, dass die Jüngsten ebenfalls zu diesen Nahrungsmitteln greifen möchten. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern ihrer kulinarischen Vorbildfunktion gerecht werden – und zwar von Anfang an. Fakt ist, dass das eigene Kind dennoch nicht jede Gemüsesorte essen muss. Werden einzelne Gemüsearten wie Brokkoli oder Spinat verschmäht, ist es wichtig, eine breite Auswahl zu schaffen. Es spricht nichts dagegen, die ganze Palette an Gemüse rauf und runter zu probieren, um die favorisierten Speisen für die Kinder zu finden. Es ist auch nicht schlimm, wenn am Ende nur zwei oder drei Gemüsesorten übrig bleiben. Denn es spricht nichts dagegen, dass diese Speisen dann öfters auf dem Teller landen.

Buntes und mildes Gemüse spricht kleine Kinder an

Übrigens hat es sich bewährt, dem eigenen Kind zu Beginn mildes und farblich attraktives Gemüse näherzubringen. Eine beliebte Gemüsesorte ist der Hokkaido-Kürbis, der von nahezu allen Kindern mit Genuss verspeist wird. Auch Süßkartoffeln, Paprika, Zucchini oder Möhren sind Gemüsearten, die viele Kinder gern in ihren Speiseplan aufnehmen. Außerdem hat die Praxis gezeigt, dass der Nachwuchs gut und gern auf Finessen wie exotisches Gemüse verzichten kann. Vielmehr sind Salate mit süßlicher Geschmacksnuance gefragt. Ein Klassiker sind geraspelte Möhren mit geriebenem Apfel. Ein Dressing wie Zitronensaft erfüllt bei einem Salat die gleiche Aufgabe und wird gern von Kindern gegessen.

Eine Abneigung gegen Gemüse liegt in der Natur der Menschen

Die Ursache für die natürliche Abneigung gegen Gemüse sehen Wissenschaftler in dem zumeist bitteren Geschmack von Gemüse. Ulrich Fegeler als Kinderarzt und Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte betont, dass eine erste Abneigung gegen Bitterstoffe völlig natürlich sei. In der Natur ist „bitter“ oft mit „giftig“ gleichzustellen. Süße Lebensmittel seien dagegen nie giftig. Deshalb müssen sich kleine Jungen und Mädchen erst an diese Geschmacksrichtungen gewöhnen. Experten raten dazu, das Angebot von Gemüse stetig zu wiederholen. Empfehlenswert sei es weiterhin, die Gemüsesorten vor den Augen der eigenen Kinder selbst zu verzehren und eventuell sogar ein Belohnungssystem einzuführen. Mit dieser Mischung erzielen ernährungsbewusste Eltern vermutlich die besten Ergebnisse.

Am Belohnungssystem scheiden sich die Geister

Eine Ursache für die natürliche Abneigung gegen Gemüse sehen Wissenschaftler in dem zumeist bitteren Geschmack von Gemüse. Ulrich Fegeler als Kinderarzt und Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte betont, dass eine erste Abneigung gegen Bitterstoffe völlig natürlich sei. Andere Ernährungsexperten dazu, von einem Belohnungssystem abzusehen und die Kinder nach dem Genuss von Gemüse lieber zu loben. Zudem ist es sinnvoll, Debatten rund ums Thema „Essen“ nicht so auszuweiten, sondern gemeinsame Mahlzeiten stets als etwas Schönes anzupreisen. Möchte die Scheibe Gurke oder der frisch gekochte Blumenkohl partout nicht im Kindermund verschwinden, gibt es auch andere Möglichkeiten, um den Vitaminpegel der Kinder zu steigern. Auch Säfte sind ein probates Mittel, um die Vitaminzufuhr für die jüngsten Familienmitglieder zu gewährleisten. Viele Kinder finden Gefallen daran, Smoothies in den eigenen vier Wänden zuzubereiten und danach zu trinken. An Möglichkeiten mangelt es also nicht. Wird das Gemüse als Fingerfood angeboten, greifen viele Kinder auch gern mal etwas öfter zu. Zudem hat es sich bewährt, gemeinsam mit dem Nachwuchs zu kochen. Wer einen eigenen Garten hat, muss gewiss nicht lange warten, bis die Kinder ihre eigene Ernte verspeisen.

Eine Frage der Zeit

Ernährungsexperten sind sich einig, dass sich die Kinder früher oder später ein normales Essverhalten aneignen, die in einem Umfeld mit normaler Ernährung aufwachsen. Auch wenn der Pfannkuchen mit Zucker oder die Nudeln mit Ketchup nicht dauerhaft auf der Strecke bleiben müssen, werden die Kinder irgendwann das Interesse für anderes Essen entwickeln: wenn Eltern diesen Ernährungsstil vorleben und die Speisen regelmäßig anbieten.

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