Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Gesundheit/Artikel
Gemüsechips unter die Lupe genommen
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Gemüsechips unter die Lupe genommen

Dass Kartoffelchips, Erdnuss-Flips und Co. fettreiche Snacks sind, ist nicht neu: Kartoffel-Chips enthalten in der Regel über 530 Kilokalorien und 33 Gramm Fett pro 100 Gramm, sodass eine Portion von 60 Gramm bereits rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Fett abdeckt. Ähnlich sieht es bei den Puffsnacks aus Erdnüssen…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

iStock.com, Moyo Studio

Dass Kartoffelchips, Erdnuss-Flips und Co. fettreiche Snacks sind, ist nicht neu: Kartoffel-Chips enthalten in der Regel über 530 Kilokalorien und 33 Gramm Fett pro 100 Gramm, sodass eine Portion von 60 Gramm bereits rund ein Drittel des Tagesbedarfs an Fett abdeckt. Ähnlich sieht es bei den Puffsnacks aus Erdnüssen aus. Kein Wunder daher, dass der häufige Genuss von Chips und Co Übergewicht begünstigen kann. Ebenfalls als ungesund gilt die große Menge an Salz, die diese Snacks enthalten.

Verlockendes Image

Doch es gibt Alternativen, die gesundes und unbekümmertes Snacken versprechen und damit den Nerv der heutigen – nach Gesundheit strebenden - Gesellschaft treffen: Chips oder Snacks aus Roter Bete, Süßkartoffeln, Bohnen, Linsen oder Erbsen sind längst Trendprodukte in Discountern, Supermärkten und Bioläden. Doch was steckt hinter den vermeintlich gesunden Alternativen?

Um zu prüfen, was wirklich in den als unbedenklich angepriesenen Produkten steckt, führte die Verbraucherzentrale NRW im Mai einen Nährwertcheck von alternativen Gemüsechip-Produkten und Knabberartikeln durch. Der kritische Blick richtete sich auf 80 frittierte und gebackene Produkte, darunter 37 Chips-Variationen auf Basis von Hülsenfrüchten, 21 Artikel mit Gemüsechips und auf 22 verschiedene Puff-Snacks, die von insgesamt 27 Herstellern im stationären und Online-Handel angeboten werden. Dabei wurden die Kilokalorien und der Gehalt von Fetten, ungesättigten Fettsäuren, von Kohlenhydraten und Zucker sowie von Proteinen, Ballaststoffen und Salz verglichen.

Täuschend gesund

Und das Ergebnis (pdf) war ernüchternd: Alle Alternativen seien nicht gesünder als die herkömmlichen Knabbereien, stellten die Forscher fest. "Verbraucher sollten auf das gesunde Gemüse-Image bei den Alternativen zu herkömmlichen Chips und Snacks nicht hereinfallen", warnt Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale NRW.

Denn: Im Schnitt haben Gemüse-Chips mit 500 Kilokalorien und 32 Gramm Fett pro 100 Gramm kaum einen geringeren Energiegehalt als die Kartoffel-Klassiker. Nur einige Snackprodukte auf Basis von Linsen, Erbsen und Co. weisen im Vergleich zu herkömmlichen Chips mit durchschnittlich 16 Gramm Fett pro 100 Gramm und 440 Kilokalorien einen etwas geringeren Energiegehalt auf. Gepuffte Snacks, bei denen stärkehaltige Pflanzensamen durch Hitze und Druck in aufgebauschte Flips und Knusperecken verwandelt werden, schneiden auch durch ihr geringes spezifisches Gewicht am besten ab. Hier reicht die Spannweite von 380 Kilokalorien und 1,8 Gramm Fett bis 480 Kilokalorien und 23 Gramm Fett pro 100 Gramm.

Chips aus Hülsenfrüchten enthalten zwar mehr Eiweiß als die Vergleichsprodukte. Doch im Nährwertvergleich fiel auf, dass der Salzanteil bei Chips aus Kartoffeln und Gemüse in etwa gleich hoch ist. Somit hebt der insgesamt hohe Salzgehalt von im Schnitt 2,3 Gramm pro 100 Gramm den positiven Effekt der Proteine gleich wieder auf. Eine Portion von 60 Gramm liefert nämlich bereits rund ein Viertel der empfohlenen Tageshöchstmenge von sechs Gramm Kochsalz. Flips enthalten mit im Schnitt 0,8 Gramm pro 100 Gramm weniger Salz.

Artikelbild

iStock.com, bhofack2

Hersteller und Konsumenten tragen Verantwortung

Das bedeutet: Die so vermeintlich gesunden Snacks aus Gemüse bieten nur marginale Vorteile gegenüber ihre klassischen Kartoffelvarianten. Das allerdings hält Hersteller wie  Intersnack Deutschland, Kühne und TerraSana nicht davon ab, gesundheitsbewussten Knabberfans einen Genuss ohne Reue vorzugaukeln. Packungshinweise, die geringere Fettgehalte oder einen höheren Proteingehalt als herkömmliche Produkte anpreisen, verführen oft dazu, gar nicht erst die Nährstoffe zu prüfen. "Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich jedoch“, so das Fazit Schuldzinskis.

„Allerdings brauchen Verbraucher hierbei auch eine anschauliche und sofort wirksame Hilfe zur Einordnung. Die sehen wir in der verpflichtenden Einführung des sogenannten Nutri-Score - einem farbigen, leicht verständlichen Nährwert-Logo“, sagt der Experte. Und das gelte nicht nur für Chips, Sticks und Flips: „Hohe Fett-, Salz- und Kalorienangaben sollten auf Lebensmittelverpackungen generell deutlich sichtbar gekennzeichnet werden“, fordert er.

Egal, ob aus Kartoffeln, sonstigem Gemüse oder aus Hülsenfrüchten: Zu einem Verzehr von Chips- und Knabberprodukten wird aufgrund der Energiedichte nur in Maßen geraten. Um nicht der Versuchung zu erliegen, den Inhalt einer Tüte auf einmal zu verdrücken, empfehlen die Verbraucherschützer, nur eine Portion in eine kleine Schale abzufüllen und den Rest samt Tüte schnell wieder in den Schrank zu sperren.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Gesundheit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit.

Alle Gesundheit-Artikel
Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift
Gesundheit

Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift

15. Oktober 2026

Ein Anatomie-Dozent stellt die Frage, die viele Lehrbücher ausblenden: Wann ist ein Referenzwert wirklich 'normal'? Am Beispiel der Körpertemperatur zeigt sich, warum der Einzelwert Millionen in die Irre führt.

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte
Gesundheit

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte

13. Oktober 2026

Ein Patient muss einen formellen Antrag stellen, um einen Fehler in seiner KI-generierten Krankenakte zu korrigieren. Der behandelnde Arzt hatte die Notiz zuvor genehmigt. Der Vorfall zeigt: Automatisierte…

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance
Gesundheit

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance

12. Oktober 2026

Empirische Studien belegen, dass die mentale Gesundheit politischer Entscheidungsträger keine Privatangelegenheit ist, sondern systemische Folgen für Regierungsführung und institutionelles Vertrauen hat. The…

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien
Gesundheit

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien

5. Oktober 2026

Aktuelle Forschung zeigt, dass Symptome und Behandlungserfolg bei pädiatrischer obstruktiver Schlafapnoe je nach Altersgruppe erheblich variieren. Bisherige Diagnostik orientiert sich zu oft an Erwachsenenkriterien.

← Zurück zu GesundheitZur Startseite