
Hopfen (Humulus lupulus Linné) gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabinaceae). Wie Marihuana, so ist auch der Hopfen eine zweihäusige Pflanze mit weiblichen und männlichen Blüten. Letztere werden noch vor Sommerbeginn entfernt. Denn nur die weiblichen Pflanzen bilden das Lupulin, den Hopfenzapfen, aus, der nahezu ausschließlich für die Bierherstellung verwendet wird. Ein kleiner Rest wird von der Pharmazie verarbeitet und vermarktet. Rund 40 verschiedene Zuchthopfensorten werden in Deutschland kultiviert. Pro Wurzelstock werden beim Kulturhopfen bis zu drei Triebe an Aufleitdrähten entlang geführt. Im Gegensatz dazu rankt sich der Wildhopfen an Sträuchern und jungen Bäumen nach oben. Alle oberirdischen Teile des Hopfens werden jährlich beschnitten bzw. sterben ab. Bis zu 50 Jahren können Wurzelstöcke austreiben. Aufgrund der nachlassenden Ergiebigkeit werden sie allerdings meist nach spätestens 20 Jahren ersetzt. Eine Hopfenanlage (Hopfengarten) bringt erst im dritten Jahr nach dem Setzen der Stammstöcke (Fechser) Ertrag.




