Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Gesundheit/Artikel
Herz
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Herz

Bei Wirbeltieren wird das Herz mehr und mehr zu einem in den Blutkreislauf integrierten kompliziert aufgebauten Pumporgan. Es findet sich in seiner einfachsten Form bei den Fischen und besteht hier nur aus einem Vorhof (Atrium) und einer Herzkammer (Ventrikel). Es nimmt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper auf und…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit

lateinisch Cor

Artikelbild

Bei Wirbeltieren wird das Herz mehr und mehr zu einem in den Blutkreislauf integrierten kompliziert aufgebauten Pumporgan. Es findet sich in seiner einfachsten Form bei den Fischen und besteht hier nur aus einem Vorhof (Atrium) und einer Herzkammer (Ventrikel). Es nimmt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper auf und leitet es weiter zu den Kiemen, wo der Gasaustausch stattfindet. Mit dem Übergang zum Landleben und der damit verbundenen Lungenatmung kommt es bei Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren zu einem Umbau von Herz und Kreislauf. Es kommt zur Ausbildung eines doppelten Blutkreislaufs und zu einer fortschreitenden Aufteilung des Herzens: Das Herz hat zwei Vorhöfe; in den rechten münden die Körpervenen, die sauerstoffarmes (venöses) Blut führen, in den linken die Lungenvenen, die von der Lunge her sauerstoffreiches (arterielles) Blut führen. Bei den Amphibien ist die Herzkammer noch ungeteilt, so dass sich das arterielle und das venöse Blut mischen. Bei Reptilien sind bereits zwei Herzkammern durch eine unvollständige Trennwand geteilt, so dass nur noch eine teilweise Mischung des Blutes stattfinden kann. Bei Vögeln und Säugern sind die beiden Herzkammern vollständig getrennt. Jede Herzkammer steht mit ihrem Vorhof durch Ventile (Segelklappen) in Verbindung, die einen Rückfluss des Blutes verhindern. Von der linken Herzkammer geht die große Körperschlagader (Aorta) aus, von der alle Körperschlagadern (Arterien) abzweigen; aus der rechten Herzkammer entspringt die zur Lunge führende Lungenschlagader (Lungenarterie). Auch hier sind wiederum Ventile in Form von Taschenklappen zwischengeschaltet.

Artikelbild

Der Herzmuskel (Myokard) selbst wird durch die Herzkranzgefäße (Koronargefäße), die von der Aorta abzweigen, mit Sauerstoff versorgt. Innen ist er von der Herzinnenhaut (Endokard) ausgekleidet, umschlossen wird er von einer bindegewebigen Hülle (Epikard). Außerdem liegt das Herz in einem häutigen Sack, dem Herzbeutel (Perikard), der mit dem Brustfell und an seiner Spitze mit dem Zwerchfell verwachsen ist. Zwischen Perikard und Epikard existiert ein schmaler Spalt, der mit etwas Flüssigkeit wie mit einem Gleitfilm gefüllt ist, sodass das Herz die Beweglichkeit für seine Tätigkeit erhält und doch fixiert ist. Dadurch und durch den Unterdruck im Brustraum wird die Herztätigkeit erst möglich.

Es gibt angeborene und erworbene Erkrankungen des Herzens; sie haben zumeist Folgen für den ganzen Körper. 1. angeborene Missbildungen des Herzens (angeborene Herzfehler) führen oft zu Blausucht (Morbus coeruleus, Zyanose), wenn der Kreislauf der rechten und linken Herzhälfte nicht getrennt bleibt und kohlensäurebeladenes Blut auch in die Bahnen des sauerstoffhaltigen Bluts gerät, und zu mehr oder weniger schweren Kreislaufstörungen. 2. Entzündungen des ganzen Herzens (Pankarditis), seltener der einzelnen Herzteile: Am häufigsten ist die Herzmuskelentzündung (Myokarditis); dann folgt die Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) mit den aus ihr sich ergebenden Herzklappenfehlern (Vitium cordis), weiter die Herzbeutelentzündung (Perikarditis). 3. häufige Herzkrankheiten sind Reizleitungsstörungen, Myokardschädigungen als Folge von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels und von abgeheilten Entzündungen, Herzerweiterungen, Herzinsuffizienz u. a. Außerdem wirken sich Allgemeinerkrankungen auf das Herz aus, besonders entzündliche Erkrankungen; am bekanntesten sind als Störungen der Herzdurchblutung die Angina pectoris und der Herzinfarkt.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Gesundheit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit.

Alle Gesundheit-Artikel
Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift
Gesundheit

Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift

15. Oktober 2026

Ein Anatomie-Dozent stellt die Frage, die viele Lehrbücher ausblenden: Wann ist ein Referenzwert wirklich 'normal'? Am Beispiel der Körpertemperatur zeigt sich, warum der Einzelwert Millionen in die Irre führt.

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte
Gesundheit

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte

13. Oktober 2026

Ein Patient muss einen formellen Antrag stellen, um einen Fehler in seiner KI-generierten Krankenakte zu korrigieren. Der behandelnde Arzt hatte die Notiz zuvor genehmigt. Der Vorfall zeigt: Automatisierte…

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance
Gesundheit

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance

12. Oktober 2026

Empirische Studien belegen, dass die mentale Gesundheit politischer Entscheidungsträger keine Privatangelegenheit ist, sondern systemische Folgen für Regierungsführung und institutionelles Vertrauen hat. The…

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien
Gesundheit

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien

5. Oktober 2026

Aktuelle Forschung zeigt, dass Symptome und Behandlungserfolg bei pädiatrischer obstruktiver Schlafapnoe je nach Altersgruppe erheblich variieren. Bisherige Diagnostik orientiert sich zu oft an Erwachsenenkriterien.

← Zurück zu GesundheitZur Startseite