Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Gesundheit/Artikel
Kann Lachen tatsächlich heilen?
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Kann Lachen tatsächlich heilen?

Bereits im Kindesalter zeigt sich die angeborene Fähigkeit zu lächeln und zu lachen. Einer Theorie nach dient das Lachen ursprünglich dazu, den Spielgefährten beim Balgen zu signalisieren, dass die Rauferei nicht ernst gemeint ist – ganz nach dem Motto: „Ich will doch nur spielen“. Und auch im Erwachsenenalter…
Veröffentlicht
16. Mai 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Symbolbild Lachtherapie

izusek, GettyImages

Bereits im Kindesalter zeigt sich die angeborene Fähigkeit zu lächeln und zu lachen. Einer Theorie nach dient das Lachen ursprünglich dazu, den Spielgefährten beim Balgen zu signalisieren, dass die Rauferei nicht ernst gemeint ist – ganz nach dem Motto: „Ich will doch nur spielen“. Und auch im Erwachsenenalter bleibt Lachen in all seinen Formen wichtig, um etwa Konflikte zu entschärfen und Gruppenzugehörigkeit zu signalisieren.

Was ist die Studienlage zu Lachtherapien?

Lachen ist also wichtig und tut uns gut, das steht schonmal fest. Aber geht es auch darüber hinaus? Kann Lachen vielleicht auch Krankheiten heilen? Das haben sich auch die Medizinerinnen Katharina Stiwi und Jenny Rosendahl von der Universität Jena gefragt und Antworten in einer Metanalyse von 45 kontrollierten Studien gefunden, die auf den Daten von mehr als 2.500 Patienten aus 14 Ländern basierten.

Diese Studien beschäftigten sich mit der Wirkung von verschiedenen Formen der Lachtherapie, wie zum Beispiel angeleitetes Lachen durch Lachyoga oder spontanes Lachen durch humorvolle Spiele oder Filme. Das Spektrum der Studiengruppen reichte dabei von Diabetes- und Herz-Kreis-Lauf-Patienten über Pflegeheimbewohner mit Depressionen und Krebspatienten während der Chemotherapie bis hin zu Smartphone-süchtigen Schülern.

Gut für Körper …

Die Ergebnisse sprechen deutlich für die Lachtherapien: „Insgesamt konnten wir eine positive Wirkung der Lachinterventionen feststellen“, fasst Katharina Stiwi die Untersuchungen zusammen, „und zwar sowohl auf physiologische und körperliche Zielgrößen als auch bei mentalen Parametern“. Die Studien zeigten, dass das Lachen bei den Patienten im Körper überwiegend positive und gesundheitsfördernde Effekte auslöst. Diese betrafen sowohl die Muskulatur und das Herz als auch das Immunsystem und das Nervensystem.

Sie beobachteten außerdem, dass das therapeutische Lachen für das körperliche Wohlempfinden in Gruppen wirksamer ist, als wenn die Teilnehmer allein lachten. Dies könnte an einer Art Nachahmungseffekt liegen, der dazu führt, dass das Gelächter der anderen die eigene physiologische Reaktion auf das Lachen noch verstärkt, vermuten die Forschenden – Lachen kann also doch ansteckend sein.

Symbolbild spontanes Lachen

YinYang, GettyImages

… und Seele

Hinsichtlich des Effekts auf die Psyche fanden Stiwi und Rosendahl einen weiteren interessanten Zusammenhang: „Unsere Ergebnisse zeigten, dass simuliertes Lachen einen größeren Effekt auf die mentale Gesundheit hat als spontanes Lachen“. Für eine Therapie scheint es also effektiver zu sein, das Lachen durch gezielte Atem- und Entspannungsübungen hervorzurufen, während spontanes Gelächter durch lustige Situationen weniger therapeutische Wirkung zeigt.

Zudem fanden die Autorinnen einen Zusammenhang von Wirkung und Alter der Studienteilnehmer: Je jünger diese waren, desto hilfreicher erwies sich die Lachtherapie. Mögliche Ursachen für diese Effekte, ergaben sich aus der Studienanalyse allerdings noch nicht.

Anwendungsbezogene Studien notwendig

Die große Vielfalt der Studienbedingungen hinsichtlich Therapieart, Krankheiten und untersuchten Gesundheitsparametern hat zwar viele Vorteile, aber auch einen Nachteil, sagt Rosendahl: „In der großen Heterogenität der zugrundeliegenden Studien liegen sowohl Stärke als auch Schwäche unserer Metaanalyse – sie sorgt zum einen für eine robuste Gesamtbewertung des Lachens als Intervention, macht es aber schwierig, eine Empfehlung für eine konkrete Patientengruppe abzugeben“.

Die Studienautorinnen sehen daher Bedarf an weiteren hochwertigen Studien, die Effekte des therapeutischen Lachens für ganz bestimmte Anwendungsgebiete testen. So soll die Wirkungsweise der verschiedenen Therapieformen genauer untersucht werden, so dass in Zukunft für bestimmte Krankheiten auch spezielle Therapien empfohlen werden können.

Quelle: Universitätsklinikum Jena

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Gesundheit

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Gesundheit.

Alle Gesundheit-Artikel
Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift
Gesundheit

Normal für wen? Warum ein einziger Zahlenwert in der Medizin zu kurz greift

15. Oktober 2026

Ein Anatomie-Dozent stellt die Frage, die viele Lehrbücher ausblenden: Wann ist ein Referenzwert wirklich 'normal'? Am Beispiel der Körpertemperatur zeigt sich, warum der Einzelwert Millionen in die Irre führt.

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte
Gesundheit

Als die KI den Patienten falsch protokollierte – und der Arzt es nicht bemerkte

13. Oktober 2026

Ein Patient muss einen formellen Antrag stellen, um einen Fehler in seiner KI-generierten Krankenakte zu korrigieren. Der behandelnde Arzt hatte die Notiz zuvor genehmigt. Der Vorfall zeigt: Automatisierte…

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance
Gesundheit

Psychische Gesundheit von Politikern: Forschung zeigt kritische Auswirkungen auf Governance

12. Oktober 2026

Empirische Studien belegen, dass die mentale Gesundheit politischer Entscheidungsträger keine Privatangelegenheit ist, sondern systemische Folgen für Regierungsführung und institutionelles Vertrauen hat. The…

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien
Gesundheit

Schlafapnoe bei Kindern: Studie fordert altersabhängige Diagnosekriterien

5. Oktober 2026

Aktuelle Forschung zeigt, dass Symptome und Behandlungserfolg bei pädiatrischer obstruktiver Schlafapnoe je nach Altersgruppe erheblich variieren. Bisherige Diagnostik orientiert sich zu oft an Erwachsenenkriterien.

← Zurück zu GesundheitZur Startseite