Kreativitätstechniken
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Kreativitätstechniken

Bild: Foto: Jahangir Rayhan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Als die Wissenschaftler der damaligen UdSSR 1957 den ersten Sputnik ins All schossen, und damit einen wichtigen Etappensieg im Wettlauf der beiden Supermächte um die Vorherrschaft im All errangen, war das für Forscher und Politiker in den USA eine traumatische Erfahrung. Sie konnten sich den technischen Vorsprung und die offenbar größere Fähigkeit zu kreativen Leistungen schlicht nicht erklären. Bis dahin hatten sie die produktive Leistungsfähigkeit des Gehirns ausschließlich mit der Bestimmung des sog. IQ (Intelligenzquotienten) zu beschreiben versucht. Nun wurde ihnen klar, dass diese Betrachtung unvollkommen war, da in ihr die schöpferische Komponente - das kreative Potenzial - einfach fehlte. So verdankt die Erforschung der menschlichen Kreativität, aus der heraus ein Großteil der Kreativitätstechniken entstanden ist, ihren Ursprung dem militärischen Wetteifern.

Als die Wissenschaftler der damaligen UdSSR 1957 den ersten Sputnik ins All schossen, und damit einen wichtigen Etappensieg im Wettlauf der beiden Supermächte um die Vorherrschaft im All errangen, war das für Forscher und Politiker in den USA eine traumatische Erfahrung. Sie konnten sich den technischen Vorsprung und die offenbar größere Fähigkeit zu kreativen Leistungen schlicht nicht erklären.
Bis dahin hatten sie die produktive Leistungsfähigkeit des Gehirns ausschließlich mit der Bestimmung des sog. IQ (Intelligenzquotienten) zu beschreiben versucht. Nun wurde ihnen klar, dass diese Betrachtung unvollkommen war, da in ihr die schöpferische Komponente - das kreative Potenzial - einfach fehlte
. So verdankt die Erforschung der menschlichen Kreativität, aus der heraus ein Großteil der Kreativitätstechniken entstanden ist, ihren Ursprung dem militärischen Wetteifern.

“Handhabung“ der Kreativität

Die Bedeutung des nlat. Wortes “technica“, von dem das deutsche Wort “Technik“ abstammt, ist u. a. “Handhabung“, “Arbeitsweise“. Damit ist das Wesen einer Kreativitäts-“technik“ treffend beschrieben: Kreativitätstechniken weisen uns den Weg zur erfolgreichen Handhabung unseres schöpferischen Potenzials.
Kreative Ergebnisse wie z. B. Ideen entstehen oft, wenn wir eine neue Sichtweise zu einer Situation einnehmen oder bekannte Einzelteile zu etwas neuem, bisher unbekannten kombinieren. Um dies zu tun, müssen wir sprunghaft und weit denken. Wir müssen Zusammenhänge für möglich halten, die oft im Widerspruch zu dem stehen, was wir bisher (als bekannt) gelernt haben. Da diese Art zu denken gegen die automatische Funktionsweise unseres Gehirns arbeitet, müssen wir es bewußt tun, uns dafür entscheiden. Zusätzlich müssen wir unserem Denken oft zusätzliche Reize anbieten, die mit der eigentlichen Aufgabe anscheinend wenig zu tun haben, denn das untrainierte Gehirn entfernt sich ungern von seinen bekannten Wegen.
Dabei leiten uns die Kreativitätstechniken an. Sie sind strukturierte Vorgehensweisen für die Suche nach Ideen. Wenn wir sie präzise befolgen, stellen wir sicher, dass wichtige Faktoren für die Findung von Ideen sich in der richtigen Ordnung befinden.
Viele Techniken sorgen z. B. durch ihren Aufbau dafür, dass die Schritte des kreativen Prozesses eingehalten werden. Vielfach nehmen sie uns den Druck, eine Idee finden zu müssen, indem sie uns glauben machen, wir würden spielerische Aufgaben lösen - obwohl wir eigentlich nichts anderes tun, als bereits Ideen zu entwickeln.

Die richtige Technik

Die Zahl der Kreativitätstechniken, die uns heute zur Verfügung stehen, ist groß. Praktisch läßt sich für fast jede Aufgabe, die es notwendig macht, kreative Lösungen zu erarbeiten, eine Technik einsetzen, die uns dabei unterstützt.
Es gibt Techniken für Team- und für Einzelarbeit, Techniken die schnell durchführbar sind und solche, die viel eingesetzte Zeit erfordern. Es gibt sie für technische Fragestellungen ebenso wie für Aufgaben aus der Werbung. Manche liefern Ergebnisse, die sehr konkret sind, andere arbeiten abstrakt.
Die Wahl der richtigen Technik wird durch zwei Faktoren bestimmt. Ein Faktor ist die zu lösende Aufgabe; spezielle Aufgaben verlangen nach besonderen Techniken. Der zweite Faktor ist der Mensch oder das Team, das die Technik einsetzen soll. Da jeder von uns einzigartig ist, und deshalb auch einzigartig in seiner Art zu denken, gibt es Techniken, die uns mehr und andere die uns weniger liegen. Hier sind wir aufgefordert, uns als Kreative kennenzulernen: durch Ausprobieren.

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