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Lebensmittel und Medikamente: Vorsicht Wechselwirkung!
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Gesundheit

Lebensmittel und Medikamente: Vorsicht Wechselwirkung!

Besonders beim Frühstück ist es verlockend, Tabletten mal eben mit einem Schluck Kaffee oder schwarzen Tee hinunterzuspülen. Doch das ist nicht immer eine gute Idee. Der Grund: Einige Medikamente erhöhen die Wirkung des darin enthaltenen Koffeins, weil sie den Abbau der Substanz behindern. Als Folge können…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

thinkstock.com, Ingram Publishing

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thinkstock.com, AlexRaths

Besonders beim Frühstück ist es verlockend, Tabletten mal eben mit einem Schluck Kaffee oder schwarzen Tee hinunterzuspülen. Doch das ist nicht immer eine gute Idee. Der Grund: Einige Medikamente erhöhen die Wirkung des darin enthaltenen Koffeins, weil sie den Abbau der Substanz behindern. Als Folge können Herzrasen, Schlafstörungen und Unruhe auftreten. Andere Arzneimittel werden in ihrer Wirkung wiederum vom Koffein gehemmt. Antibiotika, insbesondere sogenannte Gyrasehemmer, ebenso wie Schmerz- und Schlafmittel sollten daher nicht zusammen mit koffeinhaltigen Getränken eingenommen werden.

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pixabay.com, Couleur

Ebenfalls ein häufiger Gast auf dem Frühstückstisch ist Grapefruitsaft. Bestimmte Inhaltsstoffe dieses Safts verändern den Transport sowie den Abbau von Arzneistoffen im Körper. Unter anderem hemmen sie Enzyme, die in der Leber und in der Darmwand vorkommen und Medikamente normalerweise abbauen. Die Folge: Die Wirkung der Tabletten wird verstärkt. Bei Blutdruckmitteln kann es dadurch zu einem erheblichen Abfall des Blutdrucks kommen, bei Antiallergika zu Herzrhythmusstörungen und bei Schlafmitteln zu rauschähnlichen Zuständen.

Auch bei Arzneimitteln gegen Erektionsstörungen und einigen Cholesterinsenkern ist Vorsicht geboten. Weil der Effekt der Grapefruit mitunter über viele Stunden bestehen bleibt, raten Experten dazu, bei der Einnahme entsprechender Mittel die Frucht, deren Saft und auch die verwandte Pomelo komplett zu meiden.

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thinkstock.com, Remus Moise

Vor allem Antibiotika vertragen sich schlecht mit Milchprodukten: In Verbindung mit Quark, Joghurt, Milch und Co wirken sie deutlich schlechter. Das liegt daran, dass sich die Wirksubstanz von Antibiotika im Darm gerne an das in Milchprodukten enthaltene Kalzium bindet. Dieser Komplex kann nicht gut ins Blut aufgenommen werden. Ein Großteil des Wirkstoffs verbleibt daher im Darm und wird einfach wieder ausgeschieden. Darüber hinaus kann es auch bei Mitteln gegen Osteoporose oder Parkinson zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen.

Achtung: Schon geringe Mengen Milch können die Wirkung der Medikamente beeinflussen. Auch ein kleiner Schluck Milch für den Kaffee ist daher tabu. Mediziner empfehlen, grundsätzlich zwei Stunden Pause zwischen der Einnahme des Arzneimittels und dem Verzehr von Milchprodukten einzulegen.

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thinkstock.com, Andrei Kiselev

Käse, Salami, Bohnen und Hefe, Suppenwürfel, Sojasoße und Brathering - all diese Lebensmittel haben eines gemeinsam: Es handelt sich um proteinreiche Produkte, die längere Zeit gelagert werden. Werden solche Lebensmittel beispielsweise durch Trocknen, Pökeln oder andere Prozesse haltbar gemacht, entsteht eine Substanz namens Tyramin.

Sogenannte Monoaminoxidase-Hemmer - zum Beispiel gegen Parkinson oder Depressionen - behindern den Abbau von Tyramin im Körper. Dadurch kann es kann es unter anderem zu einem Anstieg des Blutdrucks, Kopfschmerzen oder Fieber kommen. Im englischsprachigen Raum sprechen Experten vom Cheese-Effekt. Wer entsprechende Mittel einnimmt, sollte tyraminhaltige Lebensmittel am besten nur in geringen Mengen verzehren oder ganz darauf verzichten.

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