Lernstörungen
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Lernstörungen

Bild: Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der Begriff der Lernstörung wird nahezu synonym mit den Begriffen Lern- oder Schulschwierigkeit, Leistungsversagen oder Schulleistungsstörung verwendet. Eine einheitliche Begriffsbestimmung ist jedoch aufgrund der vielfältigen Ursachen und Ausprägungen von Lernstörungen schwierig. So wird z.B. das Phänomen der Hochbegabung fälschlicherweise als Lernstörung eingeordnet. In der Regel wird Lernstörung im Zusammenhang mit Schule gebraucht, da hier ein direkter Bezug zu Leistung, Leistungsmessung und -bewertung besteht.

Der Begriff der Lernstörung wird nahezu synonym mit den Begriffen Lern- oder Schulschwierigkeit, Leistungsversagen oder Schulleistungsstörung verwendet. Eine einheitliche Begriffsbestimmung ist jedoch aufgrund der vielfältigen Ursachen und Ausprägungen von Lernstörungen schwierig. So wird z.B. das Phänomen der Hochbegabung fälschlicherweise als Lernstörung eingeordnet. In der Regel wird Lernstörung im Zusammenhang mit Schule gebraucht, da hier ein direkter Bezug zu Leistung, Leistungsmessung und -bewertung besteht.

Formen von Lernstörungen

Man unterscheidet Rechen-, Lese-Rechtschreib-Schwächen oder auch psychogene Lern- und Leistungsstörungen in Form von Schulangst bzw. Schulphobie. Aber auch Sprachstörungen, Autismus oder Hyperaktivität (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, ADS) können mehr oder weniger direkt mit einer Lernstörung zu tun haben.

Diagnose

Lernstörungen werden in der Schule daran erkannt, dass der Schüler die vorgegebene Anforderung nicht erfüllt. Entweder werden anhaltend fehlerhafte Ergebnisse geliefert oder die vorgegebene Lernzeit kann nicht eingehalten werden, d.h. die vorbestimmte Lernzeit wird vom Schüler weit überschritten.

Bedingungen/Faktoren/Ursachen

Die Ursachen für eine Lernstörungen sind sehr vielfältig. Der Lerner steht im Mittelpunkt von 3 wesentlichen Bedingungsfaktoren, die jeder für sich, aber auch zusammen, Ursache einer Lernstörung sein können:

  • die Schule als Lernumwelt, mit dem Lehrer als Erzieher und Autoritätsperson
  • mit der Schule hängt die Schulleistung eng zusammen, die wiederum vom Lehrer gemessen und bewertet wird
  • die Familie

Der Lerner selbst weist weitere (innere und äußere) Faktoren auf, die bei der Beurteilung einer Lernstörung zu berücksichtigen sind:

  • biologische Faktoren, d.h. seine genetische (erbliche) und physische (körperliche) Verfassung; hierzu zählen die Kognition (d.h. Prozesse des Denkens und Wissens), Intelligenz sowie die Konzentrationsfähigkeit
  • psychologische Faktoren; hierunter fallen Motivation und Interesse
  • soziokulturelle/situative Faktoren, d.h. das soziale und gesellschaftliche Umfeld (Familie, Freundeskreis)

Häufig werden Lernstörungen durch mangelnde Konzentrations- und Leistungsfähigkeit hervorgerufen, denen eine abnorme Leistungsangst zu Grunde liegen kann. In den meisten Fällen beruht Leistungsangst auf zu hohem Leistungsdruck sowie auf einer zu hohen Erwartungshaltung gegenüber dem Lerner. Als Folge treten mangelndes Selbstwertgefühl und Schamgefühl auf; der Lerner befindet sich in einem Teufelskreis, aus dem er nur schwer ausbrechen kann. Er benötigt Hilfe aus seinem sozialen Umfeld, v.a. von den Eltern, aber auch von der Schule bzw. vom Lehrer. Auch der Rat von fachmännischer Seite (z.B. eines Kinderpsychologen) sollte nicht vorenthalten werden.

Lernhilfen bei Lernstörungen

Wurde eine Lernstörung festgestellt, ist zunächst die Ursache zu finden, entsprechend der dann Lernhilfen gegeben werden können. Im Unterricht kann das Klassenklima sowie die Motivation verbessert bzw. gesteigert werden. Wesentlich ist eine (verbesserte) Anleitung zur Lernorganisation/-situation; hierzu gehört, dass der Leistungsdruck innerhalb der Klasse gesenkt wird. Problematische Verhaltensweisen sollten gezielt angegangen und natürlich abgebaut werden, gleichzeitig sind wirksame Handlungs- und Problemlösestrategien aufzubauen.

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