Für die systematische Auseinandersetzung mit einem Fachtext ist neben der Vorbereitung (gezielte Textauswahl, Fragen formulieren, Überblick gewinnen) und der Nachbereitung (Zusammenhänge herstellen, eigene Notizen überprüfen) ein gründliches Lesen des Textes (Lesetechnik) notwendig. Techniken wie Markieren, Strukturieren und Rekapitulieren helfen den Inhalt des Textes zu verstehen und für eigene Arbeiten (Hausarbeiten) verwendbar zu machen.
Markieren
Haben Sie eine Kopie des Textes vorliegen oder ist es Ihr eigenes Buch, können Sie direkt im und neben dem Text Notizen anbringen und Textstellen markieren. Wichtige Stellen können Sie unterstreichen oder mit Textmarkern hervorheben. Am Rand notierte Schlagwörter und kurze Zusammenfassungen erleichtern das spätere Auffinden der Textstellen. Als hilfreich haben sich auch Symbole erwiesen, wie z. B. ein Fragezeichen für unverstandene Textstellen, ein Ausrufungszeichen für besonders wichtige Aussagen oder ein Pfeil für einen Querverweis auf eine andere Literaturquelle.
Allerdings bringen Markierungen und Randnotizen nur etwas, wenn Sie sparsam eingesetzt werden. Probieren Sie, ob es Ihnen leichter fällt, erst dem nach Lesen eines Abschnittes die Markierungen und Notizen anzubringen, weil Sie dann erst genau einschätzen können, was wirklich wichtig ist.
Rekapitulieren
Das Wiederholen mit eigenen Worten dient der Wissensaufnahme und dem besseren Behalten(Merktechniken) Formulieren Sie den Inhalt mit Ihren Worten und notieren Sie Ihre Gedanken (Exzerpieren). So können Sie das Gelesene zugleich kritisch reflektieren, überdenken und mit eigenen Kenntnissen in Beziehung setzen (Lesetechnik).
Für Notizen gilt, dass sie wenig Zeit und Energie beanspruchen dürfen, d. h., Sie sollten nur wichtige Dinge festhalten und kurz und prägnant formulieren (ohne Details).
Sinnvoll ist das Rekapitulieren nach einem Leseabschnitt: Durch den gezielten Wechsel zwischen Lesen und Schreiben können Sie Ihre Aufmerksamkeit steigern und Ihr Interesse am Text erhöhen.
Strukturieren
Komplizierte Sachverhalte lassen sich durch Skizzen besser darstellen. Auch die Struktur eines gelesenen Textes lässt sich durch bestimmte Techniken veranschaulichen. Neben der bekannten Gliederung gibt es hierarchisch strukturierte Darstellungen und die MindMap als geeignetes Werkzeug.
Bei der Darstellung als MindMap wird der Hauptgedanke in die Mitte gestellt, und von dort aus führen Verästelungen zu den verschiedenen Gedankengängen und Verbindungen untereinander. Nach dem Erfinder der MindMap, T. Buzan, entspricht dieses Vorgehen der Funktionsweise des Gehirns. Beispiele, Ergänzungen usw. werden als Nebenäste eingefügt.
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Fragen
1) Was eignet sich zum Markieren?
2) Warum ist die Wiedergabe mit eigenen Worten wichtig?
3) Wann sollten Sie rekapitulieren?
4) Welche Möglichkeiten haben Sie, eine Textstruktur zu visualisieren?
Antworten
1) Wichtige Aussagen und Textstellen sollten Sie markieren, damit Sie sie später schneller wiederfinden.
2) Sie steigert die Merkfähigkeit und führt zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Text.
3) Nach einem inhaltlichen Abschnitt sollten Sie das Gelesene wiedergeben.
4) Mit einer MindMap, einer hierarchischen Darstellung oder einer Gliederung können Sie eine Textstruktur visualisieren.
Bibliografie
K. Bünting, A. Bitterlich, U. Pospiech: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm, Berlin 1996
H. Knauf, F. Schmithals: Tutorenhandbuch, Neuwied 2000



