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Mehr Freiheit für Kinderfüße
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Gesundheit

Mehr Freiheit für Kinderfüße

Ein Patentrezept für gesunde Füße gibt es nicht. Viele Studien beweisen allerdings, dass Bewegungsmangel und zu enge Schuhe die natürliche Fußentwicklung behindern. Vor allem in den ersten Lebensjahren ist der Kinderfuß noch weich und biegsam. Steckt man ihn zu früh in Schuhe oder verhindert man, dass der Sprössling…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

de.fotolia.com, highwaystarz

Ein Patentrezept für gesunde Füße gibt es nicht. Viele Studien beweisen allerdings, dass Bewegungsmangel und zu enge Schuhe die natürliche Fußentwicklung behindern. Vor allem in den ersten Lebensjahren ist der Kinderfuß noch weich und biegsam. Steckt man ihn zu früh in Schuhe oder verhindert man, dass der Sprössling regelmäßig barfuß läuft, tut man ihm damit keinen Gefallen und fördert Fußfehlstellungen. Die häufigsten davon sind:

Fuß-, Wadenmuskulatur und Rücken werden ohne Schuhe optimal beansprucht. Zudem unterstützt das Laufen mit nackten Füßen die eigene Körperwahrnehmung und das Gleichgewicht. Glaubt man einem Bericht auf Zeit Online, zeigen Untersuchungen, dass Kinder sich heute viel weniger bewegen: War es in den sechziger Jahren noch ein Bewegungsradius von mehreren Kilometern, kommen die Kids heute nur noch 500 Meter weit von Zuhause weg. Die fehlende Bewegung stört nicht nur die gesunde Entfaltung der Füße, sondern auch die des Kindes. Denn nur durch ausgeprägtes Toben und Spielen lernen die Kleinen ihre Grenzen kennen und fördern sowohl geistige Fähigkeiten als auch ihre soziale Kompetenz.

Falsches Schuhwerk häufigster Grund für Fehlstellungen

Laut dem Bundesverband für Orthopädie und Unfallchirurgie kommen 99 Prozent aller Kinder mit gesunden Füßen zur Welt. Trotzdem wird nur ein Drittel mit gesunden Füßen erwachsen. Neben Bewegungsmangel spielt falsches Schuhwerk eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Kinderfußes. Auch wenn Eltern ihre Kleinen häufig zu früh in Schuhe stecken, stellt vor allem die uneinheitliche Größenvergabe bei Kinderschuhen ein erhebliches Problem dar. „Aus diesem Grund bieten wir einen individuellen Online-Passform-Service auf monamikids an“, sagt Uwe Schleicher, Geschäftsführer des gleichnamigen Kinderschuh-Shops. „Das +12-Modell hilft den Eltern die richtige Größe für ihren Sprössling zu finden“, so Schleicher weiter. Der Schuh soll zwölf Millimeter größer gekauft werden, als der Kinderfuß lang ist. Der Online-Händler vergleicht dabei die Größenbestellung des Kunden mit der tatsächlichen Fußlänge und rechnet zwölf Millimeter drauf. Erst dann kann ein perfekter Sitz garantiert werden.

Vorbeugen: Freies Spiel an der frischen Luft

Die Sorge von Eltern und Erziehern, die Kids könnten sich beim Toben verletzen, schränkt viele Kinder im Bewegungsdrang ein. Die Tatsache, dass eine untrainierte Fußmuskulatur im erwachsenen Alter für den ganzen Körper zum Problem werden könnte, lassen die Meisten jedoch außer Acht. Deshalb sollte man täglich eine ausreichende Bewegung fördern und wann immer es geht, die Kids zum barfuß laufen animieren. Einen ausführlichen Bericht zu diesem Thema finden Sie auch auf gesundheit.de. Schuhe dienen in erster Linie als Schutz für den Fuß. In der Wohnung reichen deshalb z. B. Anti-Rutsch-Socken oder Fünf-Finger-Schuhe völlig aus, weil sie dem Kinderfuß viel Freiheit gewähren.

In diesem WDR-Bericht über Kinderfüße erklärt der Orthopäde Jürgen Michel, worauf es ankommt.

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