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Mit Babybauch in den Urlaub
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Gesundheit

Mit Babybauch in den Urlaub

Ein letztes Mal ohne Kind in den Urlaub: Viele Schwangere wollen noch einmal verreisen, bevor mit der Geburt des Nachwuchses ein neues Lebenskapitel beginnt. Warum auch nicht? Grundsätzlich ist ein Urlaub während der Schwangerschaft kein Problem, wenn man einige Dinge berücksichtigt. Zum Beispiel den Zeitpunkt der…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
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iStock.com, FtLaudGirl

      Ein letztes Mal ohne Kind in den Urlaub: Viele Schwangere wollen noch einmal verreisen, bevor mit der Geburt des Nachwuchses ein neues Lebenskapitel beginnt. Warum auch nicht? Grundsätzlich ist ein Urlaub während der Schwangerschaft kein Problem, wenn man einige Dinge berücksichtigt. Zum Beispiel den Zeitpunkt der Reise: Übelkeit und Erbrechen, die viele Schwangere vor allem in den ersten drei Monaten plagen, sind keine guten Reisebegleiter.

"Und in den letzten Wochen der Schwangerschaft fallen alle körperlichen Anstrengungen, ebenso auch langes Stehen und langes unbewegliches Sitzen auf der Fahrt oder im Flugzeug immer schwerer", sagt der Gynäkologe Christian Albring vom Berufsverband der Frauenärzte. Er rät daher dazu, im zweiten Trimester in den Urlaub zu fahren, also zwischen der 13. und 30. Schwangerschaftswoche.

Achtung, Thromboserisiko

Bei jeder Reise gilt: "Für eine schwangere Frau sollte auf der Fahrt und am Urlaubsziel immer medizinische Hilfe erreichbar sein, und sie sollte für alle Fälle wissen, wo die nächste Geburtsklinik liegt", empfiehlt Albring. Bei Anreisen, die länger als zwei Stunden dauern, sollte zudem das erhöhte Thrombose-Risiko beachtet werden. Regelmäßiges Beine Vertreten kann gefährlichen Blutgerinnseln ebenso vorbeugen wie das Tragen leichter Stützstrümpfe. "Wenn die Frau bereits früher eine Thrombose hatte, sollte sie das Risiko mit ihrem Arzt besprechen", rät Albring.

Was den Urlaubsort angeht, sollten Schwangere besonders heiße und hoch gelegene Ziele unter Umständen vermeiden. Denn sie reagieren jetzt besonders empfindlich auf solche Belastungen. "Bei Urlaub in den Bergen muss berücksichtigt werden, dass mit zunehmender Höhe der Sauerstoffgehalt der Luft abnimmt. Die Schwangere wird dann kurzatmig und ist sehr schnell erschöpft", sagt Albring.

Bei der nreise und auch am Urlaubsort selbst gelte deshalb die Regel, dass der Höhenunterschied pro Tag nicht mehr als 500 Meter betragen sollte. "Eine Höhe von über 2.500 Metern sollte eine Schwangere auch bei Tagesausflügen nicht erreichen", betont der Frauenarzt. "Ausnahmen können nur dann gemacht werden, wenn die Frau ohnehin im Bergland wohnt oder erfahrene und trainierte Bergsportlerin ist."

Artikelbild

iStock.com, cdwheatley

Hitze strengt an

Ähnlich verhält es sich mit Hitze: Außentemperaturen von 30 Grad oder mehr sind zwar nicht von vornherein ungesund. "Aber der Kreislauf macht dann schneller schlapp", sagt Albring. Schwangere sollten die heiße Tageszeit daher möglichst im Schatten verbringen und ausreichend trinken - am besten Wasser, Kräutertees und stark verdünnte Obstsäfte.

Am leichtesten kommen Albring zufolge jene Schwangere mit Hitze zurecht, die nicht zu viel Gewicht zugelegt haben, sportlich und aktiv geblieben sind und sich gesund fühlen. "Umgekehrt gilt, dass Frauen, die ohnehin schon mit ihrer Schwangerschaft zu kämpfen haben und sich nicht mehr fit fühlen, Reiseziele in heißen Regionen vermeiden sollten."

Gefährliche Infektionen

Doch nicht nur die Hitze kann in Ländern mit warmem Klima problematisch werden. Auch das Infektionsrisiko ist dort oftmals erhöht. So sind beispielsweise Magen-Darm-Infektionen durch keimbelastete Nahrungsmittel in südlichen Ländern häufig - der Elektrolyt- und Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und Erbrechen könnte gerade in der Schwangerschaft schnell zum Kreislaufzusammenbruch führen.

Auch Hepatitis A kann durch kontaminierte Lebensmittel übertragen werden, eine Impfung schützt vor dem Ausbruch der Infektion. "Diese Impfung ist für Schwangere bei einem entsprechenden Reiseziel sehr wichtig, denn bei einer Hepatitis A in der Schwangerschaft steigt das Risiko für Fehl- und Totgeburten", erklärt Albring. Ist eine Reise mit freiem Campen geplant, bei der ein Kontakt mit Wildtieren möglich ist, sollte je nach Reiseland auch gegen Tollwut geimpft werden.

Tropenreisen sollten Schwangere bei der Urlaubsplanung wegen des Infektionsrisikos am besten ganz außen vor lassen: "Cholera, Malaria, Typhus, Denguefieber, Zika – das sind nur einige der schweren Infektionen, die in tropischen Regionen auftreten und Mutter und Kind schwer schaden können", sagt der Gynäkologe.

Der Mutterpass muss mit

Unabhängig davon, wo die Reise hingeht, sollten werdende Mütter zudem immer Medikamente und ihren Mutterpass mitnehmen. Denn rezeptpflichtige Mittel sind auch im Ausland ohne Arztrezept nicht zu bekommen. Es ist daher einfacher, sich rechtzeitig alles Nötige in Deutschland zu besorgen. Der Mutterpass ist vor allem im Fall einer ärztlichen Behandlung wichtig: "Falls eine Behandlung notwendig wird, können sich die Ärzte vor Ort wichtige Befunde aus diesem Dokument holen", erklärt Albring.

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