Neue Grippe: Der Höhepunkt ist überschritten
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Neue Grippe: Der Höhepunkt ist überschritten

Bild: Foto: Marie Simon, Public domain, via Wikimedia Commons

... an der Neuen Grippe erkrankt sind? Inzwischen zeichnet sich ein positiver Trend bei der Entwicklung der Pandemie ab. Den Wochenberichten des Robert-Koch-Instituts in Berlin ist zu entnehmen, dass immer weniger Infektionen gemeldet werden. Waren es im Januar noch 1878 Fälle der H1N1-Influenza, sank die Anzahl der gemeldeten Erkrankungen im Februar auf 278. Bis zum 16. März erkrankten nachweislich weitere 72 Menschen in Deutschland an der Neuen Grippe.

Wussten Sie schon, dass in Deutschland bisher 225.975 Menschen ...

... an der Neuen Grippe erkrankt sind? Inzwischen zeichnet sich ein positiver Trend bei der Entwicklung der Pandemie ab. Den Wochenberichten des Robert-Koch-Instituts in Berlin ist zu entnehmen, dass immer weniger Infektionen gemeldet werden. Waren es im Januar noch 1878 Fälle der H1N1-Influenza, sank die Anzahl der gemeldeten Erkrankungen im Februar auf 278. Bis zum 16. März erkrankten nachweislich weitere 72 Menschen in Deutschland an der Neuen Grippe.

Das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) in Stockholm geht davon aus, dass die pandemische Erkrankungswelle in den meisten europäischen Ländern ihren Höhepunkt überschritten hat. Dieses Ergebnis lieferte eine Erhebung, in die Daten aus 27 europäischen Ländern flossen. Nur Griechenland und Österreich melden noch regional verbreitete Infektionen, Malta und Schottland verzeichnen einzelne lokale Aktivitäten des Virus. Am aktivsten ist das Virus nach wie vor in Südostasien. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht zudem davon aus, dass die Neue Grippe in Zentralamerika und der Karibik weiter zunehmen könnte. Bis dato haben weltweit 213 Länder der WHO Fälle der Neuen Grippe gemeldet. Verlässliche Zahlen liegen für viele Länder jedoch nicht vor.

Wussten Sie schon, dass in Deutschland bis dato 246 Menschen ...

... an den Folgen oder an Komplikationen einer Infektion mit der Neuen Influenza starben? Die meisten Todesfälle gab es in Deutschland bei den jüngeren Altersgruppen. Von allen gemeldeten Todesfällen waren 78 Prozent jünger als 60 Jahre. Bei 86 Prozent lag laut Robert-Koch-Institut ein Risikofaktor vor, meist litten diese Patienten an einer chronischen Grunderkrankung.

In Europa starben seit Beginn der Pandemie 1825 Menschen an den Folgen der Neuen Influenza. Weltweit forderte das H1N1-Virus mindestens 16.813 Todesopfer.

Wussten Sie schon, dass die WHO ...

... trotz rückläufiger Infektionszahlen die Pandemie-Alarmstufe 6 vorerst aufrecht erhält? Der Status wurde im Juni 2009 ausgerufen. Laut WHO gibt es zwar einerseits eine rückläufige bzw. niedrige pandemische Aktivität in vielen Ländern, andererseits aber auch eine neue Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in Westafrika. Zudem setzt auf der südlichen Hemisphäre bald der Winter ein. Dann könnte eine weitere Influenzawelle folgen, argumentierte der Krisenstab der WHO. Das Gremium wird in einigen Wochen erneut zusammenkommen und die Entwicklung der Pandemie sowie die epidemiologischen Informationen nochmals hinsichtlich einer Änderung der Alarmstufe prüfen.

Wie schwer die Pandemie mit dem neuen H1N1-Virus weiterhin verlaufen wird, das können auch die Experten nicht genau vorhersagen. Nach Einschätzungen der WHO handelt es sich bei der "Schweinegrippe" jedoch bislang um eine moderate Pandemie.

Das ECDC hält indessen eine erneute Frühjahr-Sommer-Welle der Neuen Grippe wie im vergangenen Jahr in Europa für unwahrscheinlich. Die Experten gehen jedoch auch davon aus, dass das H1N1-Virus weiter zirkulieren wird und dass es kleinere Ausbrüche geben kann. Auch in der kommenden Wintersaison, so erwartet die Organisation, wird das pandemische Virus wieder vorherrschen.

Wussen Sie schon, dass bei der Neuen Influenza jüngere Menschen ...

... schwerer erkranken als ältere, während bei der herkömmlichen saisonalen Grippewelle vor allem ältere Menschen gefährdet sind? Welches Grippe-Virus mehr Erkrankungen verursacht und schwerwiegender verläuft, lässt sich jedoch nicht mit Sicherheit sagen. Denn für die herkömmliche Grippe gibt es nur geschätzte Infektionszahlen.

Laut Robert-Koch-Institut werden während der saisonalen Grippewellen geschätzte fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung infiziert - abhängig von der Stärke der Welle. Doch nicht jeder Infizierte erkrankt und nicht jeder Erkrankte geht zum Arzt. Bei der schwersten Grippewelle dieses Jahrzehnts im Winter 2004/05 gab es geschätzte 4,7 bis 6,2 Millionen Arztbesuche aufgrund einer Influenza. Im Winter 2003/04 waren es nur 0,5 bis 1,8 Millionen Arztbesuche. Auch die Sterblichkeitsrate hängt von der Stärke der Infektionswelle ab. In Ländern wie Deutschland oder den USA beträgt die geschätzte, mit saisonaler Influenza in Zusammenhang stehende Sterblichkeit im Durchschnitt 120 pro einer Million Einwohner.

Wussten Sie schon, dass sich bis Ende 2009 nur etwa 7,5 Prozent ...

... der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren gegen die Neue Grippe impfen ließen? Das ergab ein Survey des Robert-Koch-Instituts. Genaue Daten liegen nicht vor. In Deutschland ist die Beschaffung des Impfstoffes und die Organisation der Impfungen Ländersache. Das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, hat bisher Angaben von acht Bundesländern über verimpfte Dosen des H1N1-Impfstoffes Pandemrix erhalten. Hochgerechnet auf die Bevölkerung wären demnach etwa 4,6 Millionen Dosen verimpft worden. Rückschlüsse auf die Anzahl der geimpften Personen lassen sich jedoch nicht schließen, weil die empfohlenen Dosen für Kinder und Senioren nachträglich gesenkt wurden. Exakte Quoten werden sich erst berechnen lassen, wenn die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder die Abrechnungen für das vergangene Quartal abschließen.

In einigen Staaten, beispielsweise in Brasilien, läuft eine Impfkampagne gerade erst an. Insgesamt wurden laut WHO weltweit bisher etwa 300 Millionen Menschen gegen das H1N1-Virus geimpft.

Wussten Sie schon, dass Deutschland 316 Millionen Euro ...

... für 34 Millionen Dosen des in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffes Pandemrix ausgibt? Ursprünglich hatten die Bundesländer beim Pharmakonzern GlaxoSmithKline 50 Millionen Impfstoff-Dosen für 416,5 Millonen Euro geordert, in der Annahme, damit 30 Prozent der Bevölkerung impfen zu können. Da jedoch nach neueren Erkenntnissen eine statt zwei Impfungen genügen, reicht diese Menge für 60 Prozent der Bürger. Zudem ließen sich bislang deutlich weniger Menschen impfen als erwartet – viele aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen des umstrittenen Präparats. Mit dem Pharmaunternehmen konnten die Länder inzwischen einen Kompromiss schließen und sparen dabei 133,3 Millionen Euro.

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