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Problemfall Zucker – Volkskrankheit Diabetes Typ-2
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Problemfall Zucker – Volkskrankheit Diabetes Typ-2

Die Glukose, der Traubenzucker, ist die wichtigste kurzfristige Energiequelle für unseren Körper. Vor allem das Gehirn ist abhängig von dieser Energiequelle: Rund die Hälfte der Glukose, die unser Körper verbraucht, geht allein auf Konto unseres Denkorgans. Der Zucker ist aber nicht nur lebensnotwendig, zu viel…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit

Die Glukose, der Traubenzucker, ist die wichtigste kurzfristige Energiequelle für unseren Körper. Vor allem das Gehirn ist abhängig von dieser Energiequelle: Rund die Hälfte der Glukose, die unser Körper verbraucht, geht allein auf Konto unseres Denkorgans. Der Zucker ist aber nicht nur lebensnotwendig, zu viel davon im Blut kann auch gefährlich werden. Deshalb hat der Körper Mechanismen entwickelt, mit denen die Zuckerkonzentration im Blut innerhalb gewisser Grenzen konstant gehalten wird.

Artikelbild

thinkstock.com, Mike Watson Images

Insulin – ein lebenswichtiger "Schlüssel"

Eine wichtige Funktion erfüllt dabei das Insulin, das in Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert wird. Dieses Hormon erst ermöglicht es, dass der Blutzucker von den Zellen und Geweben aufgenommen wird. Denn es bringt die Zellen dazu, ihre Membranen zu öffnen und den Zucker aufzunehmen – das Insulin hat daher im wahrsten Sinne des Wortes eine Schlüsselfunktion. Bei Menschen mit Diabetes funktioniert dies jedoch nicht richtig – je nach Typ fehlt entweder der "Schlüssel" oder aber das "Schloss" klemmt.

Beim Typ-1-Diabetes fehlt es am "Schlüssel": Das Immunsystem greift irrtümlich die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse an. Dadurch werden diese nach und nach zerstört. Schon bald kann der Körper dadurch kein eigenes Insulin mehr produzieren und der Blutzuckerspiegel gerät außer Kontrolle. Diese Autoimmunkrankheit beginnt schon im frühen Kindesalter, von ihr sind jedoch nur rund fünf Prozent der Diabetiker betroffen.

Diabetes Typ 2: Wenn das "Schloss" klemmt

Viel häufiger ist dagegen der Typ-2-Diabetes  - früher auch als Altersdiabetes bezeichnet. Er ist die Folge einer komplexen Interaktion zwischen Umwelteinflüssen, Lebensstil und Genen und entwickelt sich meist schleichend. Bei den rund 95 Prozent der Diabetiker, die an diesem Typ leiden, fehlt es zunächst nicht am Insulin. Dieses kann aber nicht richtig wirken, weil das "Schloss" klemmt: Das Insulin kann die Zellmembranen nicht mehr für den Zucker öffnen.

Artikelbild

Als Folge steigt der Blutzuckerspiegel, obwohl die Zellen unseres Körpers ihn dringend benötigen und daher immer wieder "Wir-brauchen-Zucker"-Signale aussenden. Das wiederum bringt die Bauchspeicheldrüse dazu, immer mehr Insulin auszuschütten – das aber nicht wirkt. Ein Teufelskreis. Hält dieser länger an, werden die insulinproduzierenden Zellen so erschöpft, dass sie ihre Arbeit einstellen. Damit hat der Betroffene ein doppeltes Problem: Ihm fehlt Insulin und seine Zellen sind insulin-unsensibel geworden.

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