Taktgeber der Lebens-Pumpe
Rund 65.000 Menschen erhielten 2006 in Deutschland einen Herzschrittmacher. Dieser gibt bei zu langsamem Schlag elektrische Impulse an das Herz und regt es so zur Kontraktion – zur Pumpfunktion – an. Wurde bei der Implantation des ersten Taktgebers noch der Brustkorb geöffnet, so werden heute in den meisten Fällen im Bereich des Schlüsselbeines ein oder zwei Herzschrittmachersonden eingebracht und diese dann zum Herz vorgeschoben. Der Herzschrittmacher selbst wird unter die Haut im Bereich unterhalb des Schlüsselbeins eingepflanzt und mit den Sonden verbunden.
Lebensdauer: bis zu zehn Jahren
Gaben die ersten Geräte dem Herzen noch eine feste Pulsfrequenz vor, so passen sich heute viele Geräte dem Organismus an. Beim Schlafen senken sie den Herzschlag, während sie ihn bei Belastung beschleunigen. Dafür verantwortlich sind hoch entwickelte Schaltkreise und Sensoren. Kamen beim ersten Herzschrittmacher lediglich zwei Transistoren zum Einsatz, so sind es heute bis zu 500.000 Stück pro Taktgeber in einem hermetisch versiegelten Titangehäuse. Und dank Lithium-Ionen-Batterien erhöht sich die Lebensdauer eines Herzschrittmachers auf zwischen fünf und zehn Jahren.




