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Schlafapnoe: Symptome und Therapie
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Gesundheit

Schlafapnoe: Symptome und Therapie

Typische Symptome äußern sich in, Kopfschmerzen und eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit, häufigem Wasserlassen in der Nacht sowie nächtlichem Schwitzen. Hinzu kommen oft ein trockener Mund am Morgen, Herzrasen, ständige Müdigkeit, Schnarchen und Atemaussetzer. Letztere sind riskant, da unser Körper und unser…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

iStock, PeopleImages

Symptome von Schlafapnoe

Typische Symptome äußern sich in, Kopfschmerzen und eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit, häufigem Wasserlassen in der Nacht sowie nächtlichem Schwitzen. Hinzu kommen oft ein trockener Mund am Morgen, Herzrasen, ständige Müdigkeit, Schnarchen und Atemaussetzer. Letztere sind riskant, da unser Körper und unser Gehirn für die Dauer des Atemaussetzers nicht genügend Sauerstoff bekommt.

Die Atmung findet unbewusst statt und ohne sie können wir nicht überleben. Zwischen 12 und 15 Atemzüge pro Minute atmet ein Erwachsener und pumpt dabei Sauerstoff in die Lungen Körper. Im Gegenzug dazu wird verbrauchte, mit Kohlendioxid angereicherte Luft abgeleitet. Dieser Prozess ist bei der Schlafapnoe gestört. Daraus entstehen erhebliche Probleme. Der Beitrag “Atmung – so funktioniert der lebenswichtige Prozess”, liefert hierzu ausführliche Informationen.

Schnarchen ist ein Zeichen davon, dass die Atemwege behindert werden. Insbesondere bei Männern ist Schnarchen ein typisches Symptom. Das knatternde Geräusch entsteht, wenn die Muskeln im Rachenraum erschlaffen und Zäpfchen und Gaumensegel zu einer Verengung führen. Die Luft kann nicht mehr ungehindert durchfließen und sucht sich seinen Weg durch die erschlafften Muskeln. Dabei entsteht das sägende Geräusch. Schnarchen selbst ist zwar harmlos, doch wenn es dabei zu Atemaussetzern kommt, die 10 Sekunden und länger dauern, handelt es sich um eine obstruktive Schlafapnoe.

Frauen sind generell weniger häufig von Schlafapnoe betroffen und hinzu kommt, dass bei ihnen auch weniger oft die Diagnose bereitgestellt wird. Die Gründe dafür liegen in Symptomen, die nicht offensichtlich auf Schlafapnoe schließen lassen. Depressionen, Stimmungsschwankungen, Verdauungsstörung und morgendliche Kopfschmerzen etwa gehören dazu.

Verschiedene Formen von Schlafapnoe

Die beiden bekanntesten Formen der Schlafapnoe sind die obstruktive und die zentrale Schlafapnoe.

Obstruktive Schlafapnoe

Bei der obstruktiven Schlafapnoe, kurz OSA, sind erschlaffte Muskel im Rachenraum die Ursache. 90 % aller Betroffenen leiden unter dieser Form der Krankheit.

Zentrale Schlafapnoe

Bei dieser Form der Apnoe ist der Atemantrieb gestört. Entweder liegt die Störung im Gehirn oder in der Qualität der Übertragung innerhalb der Nerven, die für die Atmung verantwortlich sind. Bei einer zentralen Schlafapnoe können neuromuskuläre Erkrankungen, Schlaganfälle oder Nieren- und Herzerkrankungen zugrunde liegen.

Eine spezielle Form der zentralen Schlafapnoe ist durch die Cheyne-Strokes-Atmung gekennzeichnet. Dabei ist die Atmung weniger tief und der Abstand zwischen den Atemzügen ist variabel. Die Atmung wird zusehends flacher, bis es zum Atemstillstand kommt. Nach dem Atemstillstand, der in der Regel nur kurz ausfällt, atmen Betroffene mit tiefen Atemzüge weiter.

Artikelbild

iStock, monkeybusiness

Die Folgen von Schlafapnoe

Zusätzlich zu den unangenehmen Symptomen hat eine nicht behandelte Schlafapnoe weitere Folgen. Durch die ständige schlechte Schlafqualität und der damit verbundenen Unterversorgung mit Sauerstoff, ist der Körper so müde und ausgelaugt, dass Betroffene auch am Tag unerwartet einnicken. Wer während des sogenannten Sekundenschlafs gerade am Steuer eines Fahrzeugs sitzt, kann dabei unter Umständen tödlich verunglücken und andere gefährden.

Weitere Folgeerkrankungen durch Schlafapnoe sind etwa Bluthochdruck, Schlaganfall, Depressionen, Hörsturz, Hirnschäden, Herzinfarkt und plötzlicher Herztod. Übergewicht ist Folge und Ursache zugleich. Gepaart mit Schlafmangel verstärkt sich das Übergewicht und damit startet ein Teufelskreis, der zu immer mehr Gewicht und immer schlechteren Schlaf führt.

Was können Betroffene mit Schlafapnoe tun?

Die Medizin kennt verschiedene Wege, um Schlafapnoe zu therapieren. Am bekanntesten und besonders wirksam ist die Nasenmaske, bei der die Patienten mit Überdruck bei der Atmung unterstützt werden. Dabei handelt es sich um die sogenannte CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure).

CPAP-Therapie: So funktioniert sie

Patienten tragen nachts eine Maske, die mit sanftem Druck Luft in die Atemwege bringt. Das Gerät besteht aus einer Maske mit einem Verbindungsschlauch, der zu einem Gerät führt, welches die Luftzufuhr reguliert. Durch den dauerhaften Luftstrom verschließen sich die Atemwege nicht mehr und die Patienten können im Schlaf frei atmen. Zwei Drittel der Patienten kommt mit der Therapie sofort sehr gut zurecht. Die Nebenwirkungen der trockene Nasenschleimhäute regulieren sich meist innerhalb kurzer Zeit. Damit die Therapie Erfolg hat, ist es zwingend erforderlich, dass Maske und Basisgerät optimal zu den Patienten und ihren Schlafgewohnheiten passen und nicht etwa hinderlich sind.

Artikelbild

iStock, Damir Khabirov

Patienten sollten zusätzlich selbst aktiv werden

Damit die Schlafapnoe optimal behandelt wird, ist die Anpassung der Lebensumstände ein wichtiger Aspekt. Jeder Betroffene kann die Beschwerden günstig beeinflussen. Ärzte berichten sogar, dass milde Formen durch aktive Anpassungen im Alltag komplett verschwinden. Zu den wichtigsten aktiven Maßnahmen, die Betroffene selbst ergreifen können, gehören die folgenden:

Alternative zu CPAP-Therapie

Wenn Patienten mit der CPAP-Therapie nicht gut zurechtkommen, stehen ihnen zwei weitere Alternativen offen. Die erste Alternative ist eine spezielle Zahnspange. Diese drückt den Unterkiefer leicht nach vorne. Die Zunge wird ebenso nach vorne verschoben, was dazu beiträgt, dass die Atemwege frei bleiben. Die zweite Alternative - ein operativer Eingriff - wird selten angewendet und kommt beispielsweise bei vergrößerten Mandeln in Betracht. Das Entfernen der Mandeln beseitigt das Schlafapnoe-Syndrom. Dies kommt z. B. bei Kindern in Frage.

Patienten sollten sich umfassend informieren und bei Bedarf eine Selbsthilfegruppe besuchen. Auch die Teilnahme an Kursen zur Gewichtsreduktion, Bewegungs- und Entspannungskurse verbessern den Therapieerfolg. Letztlich gilt, dass die Therapie am besten funktioniert, wenn sie korrekt und regelmäßig angewendet wird. Beratung und Betreuung durch Fachpersonal ist deshalb ein weiteres wichtiges Element bei der Behandlung von Schlafapnoe.

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