Schmerzmittel im Überblick
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Schmerzmittel im Überblick

Bild: Foto: Marie Simon, Public domain, via Wikimedia Commons

Schmerzen sind eine Begleiterscheinung der meisten Krankheiten und körperlichen Beschwerden und ein wichtiges Signal, dass etwas nicht stimmt mit unserem Körper. Für die Betroffenen sind sie oft nur schwer auszuhalten. Nach einer Umfrage von TNS Healthcare von 2008 waren zu diesem Zeitpunkt Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen bei den Befragten am häufigsten verbreitet, dicht gefolgt von Muskel- und Gelenkschmerzen. Diese Art von Schmerzen lässt sich in vielen Fällen auf das moderne Arbeitsleben, zu wenig körperliche Bewegung und langes Sitzen am Bildschirm zurückführen.
  • Ibuprofen
    Der Wirkstoff Ibuprofen ist in Medikamenten wie Ibu Ratiopharm oder Dolormin extra enthalten. Er hat den Vorteil, dass er seine Wirkung schon nach etwa 15 Minuten entfaltet. Medikamente damit werden häufig bei Erkältungsschmerzen angewendet, sind aber auch bei Rückenschmerzen und Kopfschmerzen effektiv.
  • Wirkstoff Azetylsalizylsäure (ASS)
    Ihn kennen die meisten Menschen in der Form von Aspirin. Es gibt wohl kaum jemand in Deutschland, der noch nicht damit üble Kopfschmerzen bekämpft hat oder sich im Rahmen einer Erkältung mit den Brausetabletten Linderung verschafft hat. Die Wirkungen von Azetylsalizylsäure sind vielfältig, ganz so risikofrei wie oft angenommen ist die Einnahme allerdings nicht. So ist bereits eine Einzeldosis von 10 g lebensbedrohlich.
  • Wirkstoff Paracetamol
    Auch ihn kennen viele Menschen von Tagen nach einer durchzechten Nacht. Bei Entzündungen bringt Paracetamol keine Hilfe. Dafür ist der Wirkstoff sehr wirksam bei Glieder- und bei Kopfschmerzen und damit hervorragend zur Kur eines Katers geeignet. Allerdings gilt auch hier: Schmerzmittel sollten nicht bei jedem Anflug von Kopfschmerzen angewandt werden. Manchmal gehört das Leiden am nächsten Tag einfach dazu.
  • Codein
    Codein ist ein Opiat, das oft zur Behandlung von Husten eingesetzt wird, aber auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen wie Paracetamol zur Behandlung von Schmerzen, zum Beispiel bei Zahnschmerzen oder auch bei Regelschmerzen.
  • Morphin
    Medikamente mit Morphin werden nur bei sehr starken Schmerzen und unter sorgfältiger ärztlicher Überwachung eingenommen. Denn der Wirkstoff ist zwar sehr effektiv, führt aber auch zu einer Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen. Außerdem ist die Gefahr einer Abhängigkeit hier besonders groß.
  • Dihydrocodein
    Präparate, die Dihydrocodein enthalten, werden häufig bei Reizhusten, aber auch bei mäßig starken sowie starken Schmerzen eingesetzt. Gute Beispiele stellen Gelenkschmerzen oder Schmerzen nach einer Operation dar. Wie bei anderen Schmerzmitteln auch ist hier besonders auf mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu achten. So darf ein Medikament mit Dihydrocodein erst zwei Wochen nach dem Ende einer Therapie mit MAO-Hemmern eingenommen werden.
  • Amitriptylin
    Dieser Wirkstoff kommt vor allem bei Depressionen zur Anwendung, kann aber auch gegen chronische Schmerzen helfen. Er hat eine beruhigende Wirkung und dient unter anderem dazu, Spannungskopfschmerzen vorzubeugen.
  • Die Absprache mit dem Arzt ist auch bei nicht verschreibungspflichtigen Präparaten sinnvoll, vor allem wenn diese häufiger eingenommen werden.
  • Zu lange und in hohen Dosen sollten Schmerzmittel in keinem Fall angewendet werden. Gerade bei verschreibungspflichtigen Präparaten ist die Gefahr einer Medikamentenabhängigkeit oft hoch.
  • Wer bei sich Nebenwirkungen feststellt, sollte über diese in jedem Fall schnellstmöglich mit einem Mediziner sprechen und das betreffende Medikament vorerst absetzen.
  • Viele Schmerzmittel weisen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. Auch das gilt es bei der Einnahme zu beachten.
  • Wer Schmerzmittel nimmt, wird dadurch stärker beeinträchtigt als häufig angenommen. Auf das Autofahren sollten Betroffene möglichst verzichten.

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