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Too much information?
Sexualkunde – Was darf gelehrt werden?
Komplexes Thema – was spricht man an
Homosexualität im Unterricht
Mangel an Fortbildungen
All diese Herausforderungen des Aufklärungsunterrichts stehen im starken Gegensatz zur derzeitigen Ausbildungslage für die zukünftigen Lehrer. So werden an den elf Universitäten Nordrhein-Westfalens im Semester nur durchschnittlich 15 thematisch passende Veranstaltungen angeboten – bei der hohen Zahl an Studierenden ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Doch wo sollen die Studierenden die Sexualdidaktik dann erlernen?
Einige Studierende der Universität Flensburg sind mit der Beschwerde, sie würden nicht ausreichend auf die Lehre des Sexualkundeunterrichts vorbereitet, zur Psychologieprofessorin Johanna Degen gegangen. Sie erarbeiteten gemeinsam das Projekt Teach LOVE. In den angebotenen Workshops kann man lernen, souverän mit herausfordernden Situationen bei der Sexualaufklärung umzugehen. Beispielsweise mit Fragen wie: „Hatten Sie schon mal einen Quickie?“, „Hatten Sie schon mal einen Dreier?“, oder „Mögen Sie Gang Bangs?“.
Einige Schulen stellen sogar externe Sexualpädagogen für den Sexualkundeunterricht an: Die Beratungsstelle Pro Familia bietet beispielsweise Aufklärungsarbeit und Projekte für Klassen ab der dritten Jahrgangsstufe an. Sie sind nicht nur Experten bei klassischen Themen, wie Sexualität oder Verhütung. Sie behandeln auch beispielsweise die Rolle der Medien. Die Schulkinder stehen Externen im Aufklärungsunterricht durchaus positiv gegenüber. Das ergeben verschiedene anonyme Rückmeldebögen aus den Klassenräumen. Eienr der Gründe dafür: Einer fremden Person können sie sich bei so brisanten Themen besser öffnen und es ist weniger schambehaftet als den eigenen Lehrern.




