Zwischen Kohlrabi und Radieschen
Vor der Kartoffel war die Mairübe – in Europa zumindest. Wie die Knolle deckt das Wurzelgemüse einen Großteil des Eiweiß-, Mineral- und Vitaminbedarfs ab und misst im Durchschnitt etwa fünf Zentimeter an seiner breitesten Stelle. Jedoch mit dem Unterschied, dass die weißglänzende, runde Mairübe schon im Rohzustand zum Anbeißen aussieht. Vorher sollte man allerdings die nur begrenzt genießbare Schale entfernen. Üblicherweise wird die Nevette – so nennt sich die Rübe in den Tempeln der Haute Cuisine – aber gar gegessen. Ätherische Öle und Zucker verleihen ihr einen Geschmack zwischen Kohlrabi und Radieschen. Geschmackvoll sind auch die Blätter, die sich kochen oder dünsten lassen, ebenso wie die als Rübstiel bekannten Stiele.
Vom Spinat verdrängt
Weniger Verwertbares, jedoch nicht weniger Aromatisches hat der Mangold zu bieten. Obgleich ebenfalls eine Rübenart, eignen sich hier nur die – je nach Sorte – gekräuselten oder glatten Blätter für den Verzehr. Bis Anfang 1900 waren diese in Deutschland noch ein beliebtes Gemüse, doch dann kam der Spinat und der Mangold geriet ins Hintertreffen. Eigentlich seltsam: Ihm wird zwar ein ähnlicher, dennoch kräftigerer Geschmack zugeschrieben. Aber Geschmack ist eben auch Geschmackssache. In puncto Nährwerten jedenfalls steht Mangold seinem Konkurrenten in nichts nach. Er ist reich an den Vitaminen A, E und K und enthält Magnesium, Natrium und Eisen.
Mairüben-Eintopf
Zutaten für 4 Personen
- 4 Mairüben
- 2 Möhren
- 3 große Kartoffeln
- 2 Frühlingszwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 500g Hack (halb und halb)
- 1 l Gemüsebrühe
- 1 EL Tomatenmark
- 2 TL Majoran
- 1 Lorbeerblatt
- Salz
- Pfeffer
- Muskat
- Paprikapulver
- Petersilie
Mairüben und Kartoffeln schälen und würfeln, Möhren in Scheiben schneiden, Knoblauch und Frühlingszwiebeln häckseln. Diese im Topf anschwitzen, dann Hackfleisch und Knoblauch dazugeben. Ist das Fleisch durchgebraten, Möhren, Kartoffeln und Tomatenmark einrühren und ebenfalls kurz schwitzen lassen. Anschließend mit der Brühe ablöschen, dem Lorbeerblatt, Majoran, Kümmel, Paprika und Muskat würzen und aufkochen. Nachdem alles zehn Minuten geköchelt hat, die Mairüben hinzugeben und eine knappe Viertelstunde garen (al dente zehn Minuten). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und kleingehackte Petersilie zum Garnieren bereitstellen.
Mangold-Spaghetti
Zutaten für 4 Personen
- 500g Spaghetti
- 800g Mangold
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Zwiebel
- 5 EL Olivenöl
- 1 TL Gemüsebrühe-Pulver (gehäuft)
- Salz
- Pfeffer
- Parmesan
Mangold waschen, Blätter in Streifen und Stile klein schneiden. Zwei Liter Wasser mit der Gemüsebrühe zum Kochen bringen, die Spaghetti und Mangold hineingeben und zehn Minuten kochen lassen. Derweil gehackte Zwiebeln und Knoblauchzehen im Öl anschwitzen. Mangold-Spaghetti abgießen, Zwiebeln, Knoblauch und Öl unterheben und mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Servieren Parmesan drüberstreuen.
Guten Appetit wünscht Ihre Redaktion von wissen.de!




