UV-Strahlung: Warum Sonnenschutz auch im Winter wichtig ist
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UV-Strahlung: Warum Sonnenschutz auch im Winter wichtig ist

Bild: Foto: Robystarm07, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Treffen Sonnenstrahlen auf eine Schneelandschaft, so werden rund 90 Prozent der Strahlung vom frischgefallenen Schnee reflektiert. Die Strahlen treffen dadurch nicht nur von oben, sondern auch von unten auf unser Gesicht und die Augen. Besonders in den Bergen steigt die Belastung zusätzlich an: Mit jedem Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung zu.

Treffen Sonnenstrahlen auf eine Schneelandschaft, so werden rund 90 Prozent der Strahlung vom frischgefallenen Schnee reflektiert. Die Strahlen treffen dadurch nicht nur von oben, sondern auch von unten auf unser Gesicht und die Augen. Besonders in den Bergen steigt die Belastung zusätzlich an: Mit jedem Höhenmeter nimmt die UV-Strahlung zu.

„Viele unterschätzen die UV-Strahlung beim Rodeln, Skifahren oder beim Sonnenbad auf der Hütte“, sagt die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini. Denn die Strahlung kann zu Sonnenbrand, Bindehaut- oder Hornhautentzündung der Augen sowie langfristige Schäden der Haut führen, selbst bei bedecktem Himmel und eisigen Temperaturen.

Eincremen auch jetzt nicht vergessen

Im winterlichen Alltag ist ein UV-Schutz normalerweise nicht nötig, vor allem, wenn kein Schnee liegt und man ohnehin kaum draußen ist. Aber hält man sich länger im Schnee auf, beispielsweise im Winterurlaub zum Skilaufen oder in den Bergern, gehören Sonnencreme und Sonnenbrille unbedingt ins Gepäck. Wichtig dabei der Lichtschutzfaktor: „Für Gesicht, Lippen und andere unbedeckte Hautstellen sollte man Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 wählen, besser 50 oder 50+“, so Paulini.

Doch UV-Strahlung ist nicht gleich UV-Strahlung. UVA-Strahlen sind langwelliger, dringen tief in die Haut ein und fördern vor allem vorzeitige Hautalterung. UVB-Strahlen hingegen sind kurzwelliger und energiereicher – sie sind hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich. Beide Strahlenarten können die Haut-DNA schädigen und langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen. Deswegen ist es wichtig, dass die Sonnencreme vor beiden Strahlungsarten schützt. Man sollte sie etwa 20 bis 30 Minuten, bevor man ins Freie geht, auftragen und spätestens nach zwei Stunden erneuern.

Um die Augen zu schützen, greift man am besten zu einer Sonnen- oder Skibrille mit dem Kennzeichen UV400. Dieses zeigt an, dass die Gläser UV-Strahlen vollständig blockieren. Wichtig ist außerdem, dass die Brille gut am Gesicht anliegt und die Augen rundum abschirmt. Gerade bei Freizeitaktivitäten im Schnee ist das laut BfS besonders wichtig.

Warum Solarien keine gute Idee sind

Zum Schluss noch zwei kurze, aber wichtige Tipps: Wer in den Wintermonaten in sonnige Regionen verreist, sollte den Sonnenschutz ebenfalls nicht zu Hause lassen. Auch außerhalb des Sommers kann die UV-Strahlung intensiv sein, besonders in Ländern mit hoher Sonneneinstrahlung.

Außerdem greifen manche im Winter auf künstliche UV-Strahlung zurück, zum Beispiel im Solarium, um die Haut „vorzubräunen“. Davon rät das Bundesamt für Strahlenschutz jedoch dringend ab. Solarien bedeuten eine zusätzliche und vermeidbare UV-Belastung und erhöhen das Hautkrebsrisiko, ohne einen gesundheitlichen Nutzen zu bieten.

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