Wachmacher unter der Lupe: Wie viel Koffein ist gesund?
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Wachmacher unter der Lupe: Wie viel Koffein ist gesund?

Bild: Foto: André Fischer, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ob der Kaffee am Morgen oder der Energydrink bei der Party am Abend: Koffein ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Denn der Pflanzenstoff macht wach und hilft über kleine Tiefs hinweg. Aber wie viel Koffein ist noch gesund? Und wo steckt überall Koffein drin? Wir erklären, was der Muntermacher bewirkt und wo er sich verbirgt.

Kaum ein Getränk ist bei uns so beliebt wie der Kaffee: 162 Liter Kaffee trinkt jeder von uns durchschnittlich pro Jahr – damit konsumieren wir davon mehr als von Wasser oder Bier. Kein Wunder: Das Koffein im Kaffee sorgt dafür, dass wir morgens munter werden und nachmittags länger konzentriert bleiben.

In der richtigen Dosis steigert Koffein die Konzentration und die körperliche Leistungsfähigkeit. Herzschlag und Stoffwechsel werden beschleunigt, die Körpertemperatur steigt und die Blutgefäße verengen sich. Wir fühlen uns weniger müde und erleben manchmal einen richtigen Energieschub. Der Wach-Effekt tritt meistens 15 bis 30 Minuten nach Aufnahme des Koffeins ein und kann für mehrere Stunden anhalten.

Wie viel Koffein ist noch gesund?

Aber wie bei vielem gilt hier: Auf die Dosis kommt es an. Denn zu viel Koffein kann auch schädlich sein. Als unbedenklich gilt es, wenn ein gesunder Erwachsener rund 400 Milligramm Koffein über den Tag verteilt zu sich nimmt. Das entspricht immerhin sechs Tassen Kaffee oder eineinhalb Liter eines Energydrinks.

Innerhalb kurzer Zeit sollte man allerdings 200 Milligramm nicht überschreiten, empfehlen Ärzte. Das passiert besonders bei Energydrinks schneller als man glaubt. Denn gerade Kinder und Jugendliche trinken diese süßen Getränke oft wie Limonade als Durstlöscher, ohne an deren potente Inhaltsstoffe zu denken. Damit können sie schnell mehr Koffein aufnehmen als ihnen guttut.

Achtung verstecktes Koffein!

Und noch etwas kommt dazu: Koffein versteckt sich auch da, wo wir es vielleicht nicht vermuten oder zumindest nicht bewusst registrieren. So enthält eine Tasse schwarzer Tee rund 45 Milligramm Koffein, eine Dose Cola rund 35 Milligramm und sogar der Kakao noch 30 Milligramm des anregenden Pflanzenstoffs. Und selbst wer zwischendurch ein bisschen Zartbitterschokolade nascht, nimmt noch Koffein auf – rund 25 Milligramm pro halber Tafel.

Recht neu in den Supermarktregalen sind zudem sogenannte Energy Sweets: Das sind Süßigkeiten, denen Koffein zugesetzt wurde, beispielsweise als koffeinhaltige Gummibärchen. Gerade in Kombination mit Cola oder Energydrinks kann die kritische Koffeindosis auch hier schnell erreicht sein. Wer es genau wissen will, der kann den neuen Online-Koffeinzähler des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft ausprobieren: Mit ihm kann jeder berechnen kann, ob die Menge des konsumierten Koffeins noch im grünen Bereich liegt.

Was passiert bei zu viel Koffein?

Wer zuviel Koffein intus hat, der muss unter Umständen mit mehr als nur nächtlicher Schlaflosigkeit rechnen. Denn eine zu hohe Koffeindosis kann auch Herzrasen, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen, Zittern und Nervosität verursachen. Wer langfristig zu viel Koffein zu sich nimmt, riskiert zudem
Probleme mit dem Herzkreislauf-System.

Besonders gefährlich ist zu viel Koffein für Kinder und Jugendliche. Denn für sie besteht bei einem erhöhten Konsum über einen längeren Zeitraum hinweg die Gefahr, dass Konzentrationsschwierigkeiten und Verhaltensstörungen wie Nervosität oder Gereiztheit auftreten. Eltern sollten daher darauf achten, dass gerade jüngere Kinder möglichst keine Energydrinks zu sich nehmen.

Der Koffeinzähler und weitere Informationen rund um das Thema Koffein unter www.checkdeinedosis.de

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