1. Das richtige Anbaugebiet
Die Traube macht die Qualität aus. Was so einfach klingt, ist tatsächlich Fakt. Das Wichtigste für einen guten Wein sind gute Trauben. Wenn ein Winzer beispielsweise kranke oder unreife Trauben in seinem Wein verarbeitet, kann mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass der fertige Wein nicht schmecken wird.
Die Außenwirtschaft ist demnach das A und O bei der Weinherstellung. Das beginnt schon bei dem richtigen Anbaugebiet. Zwar sind Weinreben in vielen Gärten zu finden, doch sind dies sicher nicht die Trauben, die – selbst wenn die Menge entsprechend vorhanden wäre – zu einem wohlschmeckenden Wein verarbeitet werden können, der sich schlussendlich auch noch gut verkaufen lässt. Um das richtige Anbaugebiete zu finden, müssen folgende Faktoren beachtet werden:
Dementsprechend befinden sich die idealen Gebiete auf den sogenannten Weltrebengürteln, die sich im nördlichen Teil der Welt zwischen dem 40. und dem 50. Breitengrad, im südlichen Teil zwischen dem 30. und dem 40. Breitengrad befinden. Länder wie Italien, Frankreich, Österreich, Argentinien, aber auch Deutschland gehören daher zu den zehn größten Weinländern. Doch Weinanbaugebiete wie beispielsweise die im Bereich der Mosel beweisen, dass auch weiter nördlich des Weltrebengürtels guter Weinanbau möglich ist. Die deutschen Weinanbaugebiete und ihre individuelle Beschaffenheit kann für einen ersten Überblick hier nachgeschlagen werden.
2. Die Qual der Wahl: Rebsorten
Die Wahl der Sorte, die angebaut werden soll, bleibt jedem Winzer selbst überlassen, denn auch hier ist wieder der Geschmack des Einzelnen entscheidend. Allerdings gilt es hier ebenso auf geografische Gegebenheiten zu achten. Nicht jede Sorte gedeiht beispielsweise in einer Höhe von weniger als 600 Metern. Und nicht jede Sorte kann gut auf einer fast flachen Ebene wachsen, viele Sorten werden daher an Hängen angepflanzt. Bei der Wahl der Rebsorte spielt dementsprechend vor allem die Lage des Rebstockes eine große Rolle.
Geografische Lage stimmt, Rebsorte stimmt – dann könnte eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Doch, denn ein ganz wichtiger Punkt, um qualitativ hochwertigen Wein herstellen zu können, ist die Weinlese.
Die beste Erntezeit für Weintrauben sind Spätsommer und Spätherbst, je nach Sorte. Umso reifer die Trauben sind, desto mehr Zucker enthalten sie und der Wein wird dementsprechend alkoholhaltiger. Bei der Weinlese selbst muss der Winzer darauf achten, lediglich die Weintrauben zu ernten, die sich auch für den Wein eignen – manche müssen eventuell noch etwas länger nach reifen. Wird die Lese maschinell erledigt, geht dies um einiges schneller, hat aber zur Folge, dass nicht mehr zwischen reifen und unreifen Trauben unterschieden werden kann, bzw. dies erst später per Hand geschehen kann, wenn die Trauben bereits geerntet sind. Eine Nachlese per Hand ist aber in jedem Fall wichtig, um qualitativ hochwertigen Wein herstellen zu können, können doch nur so beschädigte oder schlechte Trauben und Blätter aussortiert werden.
Die Herstellung des Weins
Zu guter Letzt ist selbstverständlich die finale Herstellung des Weins ausschlaggebend, um ein gutes Getränk präsentieren zu können. Dazu müssen die Trauben zunächst gepresst werden, um Häute, Kerne und Stiele auszusortieren. Denn würden diese mit in die Mostmasse gelangen, bekommt der Wein eine entsprechende Note, die kaum schmeckt. Mittlerweile gibt es Maschinen, die ebenfalls sorgfältige Pressarbeit leisten können. Letztendlich geht es dann ans Gärungsverfahren und für den Winzer heißt es abwarten.
Was unterscheidet Weine in der Qualität?
Jeder, der gerne Wein trinkt, kennt es: Manche Weine sind sehr günstig zu bekommen, andere kosten fast schon ein kleines Vermögen. Können die Unterschiede denn tatsächlich so groß sein und wie kommt es zu den verschiedenen Qualitätsunterscheidungen?
Grundsätzlich wird unterschieden:
Stellt sich zu guter Letzt die Preisfrage, ob ein guter Wein auch immer teuer sein muss. Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Nein. Denn, ob ein Wein gut schmeckt oder nicht, ist jedem selbst überlassen und somit kann ein guter Wein mitunter sogar vom Discounter um die Ecke stammen, wenngleich die geschmacklichen Unterschiede natürlich dennoch nicht zu leugnen sind.




