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Was versteht man unter Pflegefachkraft?
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Gesundheit

Was versteht man unter Pflegefachkraft?

Der Bedarf wächst. Fachkräfte im Pflegebereich sind aktuell schon sehr stark gefragt, die Zukunft verspricht, dass es keine Änderung geben wird. Denn da die Menschen stets aufgrund des medizinischen Fortschritts älter werden, ist zu vermuten, dass auch immer mehr Menschen über viele Jahre eine konkrete Betreuung…
Veröffentlicht
01. August 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Tablettendosierer

Laurynas Mereckas / Unsplash.com

Der Bedarf wächst. Fachkräfte im Pflegebereich sind aktuell schon sehr stark gefragt, die Zukunft verspricht, dass es keine Änderung geben wird. Denn da die Menschen stets aufgrund des medizinischen Fortschritts älter werden, ist zu vermuten, dass auch immer mehr Menschen über viele Jahre eine konkrete Betreuung benötigen. Aber was steckt eigentlich hinter dem Begriff Pflegefachkraft und wie kann man sie werden? Dieser Artikel klärt auf.

Die Ausbildung

Anfang 2020 wurde die neue Ausbildung zur Pflegefachkraft eingeführt und damit generalisiert. Anders gesagt, wurde sie zusammengeführt, denn bis zu dem Zeitpunkt gab es verschiedene Berufsbereiche mit ihren Ausbildungen. Die neue Fachkraftausbildung umfasst die Bereiche der Alten-, Kranken- und der Gesundheitspflege. Für Auszubildende ist das ein großer Vorteil:

Aber was beinhaltet der Beruf nun genau? Sicherlich haben die meisten Interessenten durchaus eine Ahnung von ihren Aufgaben, doch wie lauten sie konkret? Ein Überblick:

Bei der Ausbildung selbst handelt es sich um eine staatlich anerkannte Ausbildung, die dadurch auch von der Kammer überwacht wird. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre, wobei unter Umständen vorherige Ausbildungen angerechnet werden können, sodass sich die Ausbildung eventuell verkürzen lässt. Das Gehalt ist festgelegt:

Während der Ausbildung müssen Azubis im Rahmen ihrer Möglichkeiten im Schichtdienst arbeiten. Eine Ausnahme bilden minderjährige Azubis, da hier das Jugendschutzgesetz greift.

Die Ausbildung ist relativ offen gehalten, so dass auch Umschulungen möglich sind. Während der Umschulung arbeiten Interessenten ebenfalls sowohl im Betrieb, sie müssen aber auch den schulischen Teil bewältigen. Eine solche Umschulung erstreckt sich wiederum über drei Jahre, sofern keine Anrechnung einer passenden Berufsausbildung möglich ist.

Allgemein müssen angehende Pflegefachkräfte folgende Voraussetzungen mitbringen (gilt auch bei der Umschulung):

Wie an den Anforderungen zum Abschluss erkennbar ist, zählen bei dieser Ausbildung eher die menschlichen Faktoren des Auszubildenden. Wer bislang nicht mit der Pflege direkt in Kontakt kam, der sollte ruhig ein längeres Praktikum absolvieren und darüber überlegen, ob dies die richtige Ausbildung für einen ist. Pflegeberufe sind nicht für jedermann geeignet, was nun nicht abwertend gemeint ist. Doch wer beispielsweise ein starkes Ekelgefühl bei Körperflüssigkeiten hat, der wird zumindest in der stark betreuten Pflege oft nicht glücklich. In diesem Fall wäre mitunter einer der anderen Berufe sinnvoll: Ergo- oder Physiotherapeut beispielsweise.

Symbolbild Altenpflege

Dominik Lange / Unsplash.com

Die Inhalte der Tätigkeit

Wenngleich grundlegende Tätigkeiten und Kenntnisse generell vermittelt werden, so unterscheidet sich die Tätigkeit natürlich je nach Einsatzort. Wobei sich dort nicht die Tätigkeit an sich verändert, sondern deren Gewichtung. Das ist verständlich, denn eine Pflegefachkraft in einem Palliativheim wird mit anderen Aufgabenschwerpunkten konfrontiert als eine Pflegefachkraft in Behindertenwohnheimen. Generell geht es aber um:

Die größten Unterschiede im täglichen Arbeitsalltag kommen nach der abgeschlossenen Ausbildung zutage. Es ist selbsterklärend, dass sich die Tätigkeit einer Pflegefachkraft in der privaten heimischen Pflege von der unterscheidet, die in einer Einrichtung oder bei einem mobilen Pflegedienst arbeitet. In der heimischen Pflege kommen beispielsweise noch haushaltsnahe Tätigkeiten hinzu, während bei einem mobilen Pflegedienst die soziale und persönliche Betreuung einen geringeren Anteil einnimmt. Die meisten Pflegefachkräfte machen ihre Ausbildung in Pflege- und Altenheimen, alternativ auch im Krankenhaus oder in einer anderen Einrichtung für betreutes Wohnen.

Fazit - ein Beruf mit einer Zukunft

Die Pflegefachkraft ist sicher einer dieser Berufszweige, die auch in der Zukunft eine hohe Nachfrage aufweisen. Für Absolventen ist das positiv, zumal sich die späteren Einsatzorte auch deutlich unterscheiden können. Die häusliche Pflege kommt hier ebenso in Betracht wie die ambulante oder stationäre Pflege. Je nach Ausübungsort unterscheidet sich die Gewichtung der Tätigkeiten deutlich, wobei dies, im geringen Umfang, auch im Altenheim der Fall ist. Nicht jeder Bewohner benötigt dieselbe Betreuung – ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag ist somit garantiert.

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