Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Lernen & Familie/Artikel
Weiterbildung im Job – die aktuellen Trends
Bildquelle nicht angegeben
Lernen & Familie

Weiterbildung im Job – die aktuellen Trends

Während Arbeitnehmer in früherer Zeit oftmals ein Leben lang im selben Unternehmen geblieben sind, wird heute der Arbeitgeber im Durchschnitt alle drei bis vier Jahre gewechselt. Die Wechselwahrscheinlichkeit bei Arbeitnehmern mit Universitätsabschluss liegt dabei nochmal höher, als die von Arbeitnehmern in einem…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
7 Minuten
Rubrik
Lernen & Familie
Artikelbild

fotolia.com, contrastwerkstatt

Warum Kompetenzerwerb im Berufsleben wichtig ist - Die Folgen des Wandels im Berufsleben

Während Arbeitnehmer in früherer Zeit oftmals ein Leben lang im selben Unternehmen geblieben sind, wird heute der Arbeitgeber im Durchschnitt alle drei bis vier Jahre gewechselt. Die Wechselwahrscheinlichkeit bei Arbeitnehmern mit Universitätsabschluss liegt dabei nochmal höher, als die von Arbeitnehmern in einem Ausbildungsberuf. Ebenfalls finden sich Unterschiede in der Wechselhäufigkeit zwischen Männern und Frauen. Hier wechseln, trotz gleicher Qualifikation, Männer häufiger als Frauen.

Artikelbild

fotolia.com, Rawpixel.com

Insgesamt besteht eine geringere Bindung des Arbeitnehmers an sein Unternehmen als in früheren Zeiten. Die Unternehmensgruppe Gallup führte eine Studie durch, bei der sie die über einen Zeitraum von 13 Jahren der Fragestellung nach dem emotionalen Bindungsfaktor nachgegangen ist. Das Ergebnis: Nur noch jeder siebte Mitarbeiter verfügt über eine echte emotionale Bindung zu seinem Unternehmen. Als Grund hierfür werden mangelnde Führungskompetenzen und fehlendes Führungsverständnis angesehen. Es scheint ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter zu fehlen.

Artikelbild

fotolia.com, Robert Kneschke

Aber nicht nur die Qualität der Bindung zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzenten verändert. Auch die Arbeit selber befindet sich im Wandel. Einige alte Berufe werden selten oder verschwinden und neue entstehen. Dabei nehmen projektbezogenes Arbeiten und freiberufliche Tätigkeiten zu. Bereits 40 % der werktätigen Arbeiter befinden sich in irgendeiner Selbstständigkeit. Alleine im Kulturbereich hat sich die Anzahl der freiberuflich tätigen Leute, von 130.000 im Jahr 2000 auf 300.000 im Jahr 2015, erhöht.

Artikelbild

fotolia.com, Halfpoint

Menschheit alle fünf Jahre. Durch die neuen technischen Entwicklungen und die Digitalisierung beschleunigt sich dieser Prozess um ein weiteres und berufliches Wissen verliert immer schneller an Aktualität. Nicht umsonst stehen Weiterbildungen schon seit einigen Jahren stark im Trend.

Die Lernformen haben sich an die Ansprüche im Arbeitsleben angepasst

Durch die Digitalisierung hat sich die Form des lebenslangen Lernens verändert. Es existiert eine größere Vielfalt an Möglichkeiten neues Wissen zu erwerben. In früheren Jahren wurde vermehrt auf klassische Unterrichtsformen gesetzt. Die Wissensvermittlung fand im Rahmen eines Kurses in einem Schulungsgebäude statt. Der Zugang zu Onlinemedien im Bereich der Wissensvermittlung hatte sich noch nicht etabliert. Nicht zuletzt lag dies auch mit daran, dass die frühere Generation nicht mit den neuen Medien aufgewachsen ist.  – Im Gegensatz dazu sind ein Großteil der heutigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit dem neuen Medium groß geworden und wissen die Vorzüge zu schätzen.

Artikelbild

fotolia.com, Tijana

Mittlerweile werden immer mehr Lernformen durch den Einsatz der neuen Medien, beziehungsweise E-Learning, ergänzt. Durch den immer weiter steigenden Bedarf hat sich sogar das Berufsbild des E-Learning-Autors entwickelt. Diese programmieren digitale Lernprogramme für jeden Bedarf. Von interaktiven Lern-Apps für Kinder bis hin zu Lernprogrammen, bei denen die Bedienung eines Warenwirtschaftssystem oder anderer Software Schritt für Schritt erklärt wird.

Artikelbild

fotolia.com, Syda Productions

Welche aktuellen Lernformen werden eingesetzt?Massive Open Online Courses (MOOCs)

Das Konzept der MOOCs wurde 2008 von den Kanadiern Stephen Downes und George Siemens entwickelt. In Deutschland populär, wurden MOOCs erst ab 2013.

Artikelbild

fotolia.com, momius

Die Beschreibung des Konzepts ist dabei schon mit im Namen enthalten:

Nach und nach steigen die angebotenen MOOCs. Im internationalen Sprachraum finden sich entsprechende Kurse auf:

Im deutschen Sprachraum lassen sich MOOCs auf folgender Plattform finden:

Artikelbild

fotolia.com, von Lieres

Blended Learning

Blended Learning bedeutet so viel wie „vermischtes Lernen“. Es vereint dabei die Vorteile aus E-Learning und Präsenzveranstaltungen. Der Begriff stammt bereits aus den 80er Jahren, als angefangen wurde webbasierte Trainingsmethoden (WBT’s) zu entwickeln. Erst ab 2001 fing diese Methode an, sich im Bereich der Weiterbildungen zu etablieren.

Seit einigen Jahren ist dieses Konzept auch in Hochschulen angekommen. Einige Dozenten nutzen entsprechende Lernplattformen, worüber Studierende ihre Aufgaben online einreichen können, oder Seminarinhalte aufbereitet werden können. Eine Auswertung verschiedener Fallstudien von Universitäten, durch Vaughan, ergab, dass der Lernerfolg bei Blended Learning Konzepten bessere Ergebnisse aufwies, als reine virtuelle Veranstaltungen oder traditionelle Vorlesungen.

Artikelbild

fotolia.com, kasto

Artikelbild

Wie stark die jeweiligen Online- und Präsenzanteile vorhanden sind, kann, durch die verschiedenen Ausarbeitungen der Blended Learning Konzepts, variieren. Die positiven Aspekte bleiben jedoch überall erhalten: Die zeitliche und räumliche Flexibilität in den Online-Phasen unterstützt das eigene Lerntempo und die eigene Art zu lernen. Der Präsenzteil ermöglicht eine direkte Interaktion mit anderen Lernenden und Lehrenden, wodurch neben einer sozialen Interaktion auch ein direkteres Vermitteln von Lehrinhalten möglich ist. Und der ständige Zugriff auf verwendete Online-Lernplattformen und Online-Kontaktmöglichkeiten, erleichtert den Austausch untereinander und mit dem Dozenten.

Doch neben den Vorteilen von Blended Learning existieren auch einige Problemfelder:

Nichtsdestotrotz gilt Blended Learning weiterhin als erfolgsversprechende und zeitgemäße Form der Wissensvermittlung und wie bei vielen Lehrinstrumenten ist es die Umsetzungsweise, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Berufsbegleitende Masterstudiengänge

Vor über zehn Jahren begann der Trend zum dualen Studium. Der Erwerb von Theorie und Praxis entpuppte sich nicht nur für die Studenten als Vorteil, sondern auch für die zukünftigen Arbeitgeber. Diese hatten so die Möglichkeit, zukünftige Absolventen kennenzulernen und noch während ihres Studiums in betriebsinterne Abläufe zu integrieren. Nach der Änderung im Hochschulsystem, wurden die dualen Studiengänge auch für das Bachelorstudium angeboten.

Artikelbild

fotolia.com, .shock

Bei der Auswahl des weiterführenden Masterstudiengangs, sollten die Studienkonzepte dabei genau verglichen werden, da verschiedene Formen des weiterführenden Studiengangs existieren. Zum einen gibt es die berufsintegrierenden Masterstudiengänge, die in einem Betrieb durchgeführt werden können, und zum anderen gibt es die berufsbegleitenden Fernstudiengänge. In beiden Fällen ist ein vorheriger Bachelor-Abschluss Voraussetzung. Allerdings dürfen in einigen Master-Fernstudiengänge die Schwerpunkte des geforderten Bachelor-Studiums abweichen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn entsprechende Kenntnisse oder Erfahrungen durch die bisher erlangte Berufserfahrung nachgewiesen werden können.

Artikelbild

Wie stehen die Unternehmen zur Fort- und Weiterbildung?Unternehmen investieren vor allem in hochqualifizierte Mitarbeiter

Weiterbildungen werden von den meisten Arbeitgebern als lohnende Investition wahrgenommen. So investierten 86 % der deutschen Unternehmen 2013 in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Insgesamt Betrugen die Ausgaben pro Kopf dabei durchschnittlich 1.132 Euro. Die Hauptgründe für das Angebot an Weiterbildung, wurden in der Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erfragt. Dabei konnten auch mehrere Gründe angegeben werden. 84,4 % der Unternehmen nannten, das die Ergebnisse der Weiterbildungen zu einer betrieblichen Wertschöpfung und zum Geschäftserfolg beitragen.

Weitere Gründe für die Durchführung einer Weiterbildung waren:

Allerdings bestehen große Unterschiede darin, welche Mitarbeiter tatsächlich durch Weiterbildung gefördert werden, und welche auf eine Weiterbildung verzichten müssen. Nach einer Untersuchung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nahmen im Schnitt 32 % aller Beschäftigten an einer Fortbildung teil. Davon gingen 41 % einer hochqualifizierten und 38 % einer qualifizierten Tätigkeit nach. Von Beschäftigten aus dem Bereich mit einfachen Tätigkeiten, erhielten nur 16 % eine Weiterbildung.

Artikelbild

fotolia.com, Monet

Artikelbild

Fort- und Weiterbildung können notwendig sein, um die erforderlichen Qualifikationen im Beruf vorweisen zu können. Arbeitgeber können daher vom Mitarbeiter verlangen, eine entsprechende Schulung oder Weiterbildung durchzuführen. Dies gilt vor allem dann, wenn zusätzliche Kenntnisse erforderlich sind, um die bisherigen Aufgaben erfüllen zu können. Gerade im Bereich der IT-Branche wächst das erforderliche Wissen täglich an. Wer hier nicht ständig auf dem Laufenden bleibt, fällt mit seinem Wissensstand zurück und kann mit anderen auf diesem Gebiet schnell nicht mehr mithalten. Aber auch bei der Einführung neuer Softwaresysteme oder Elektrogeräte, die für die Arbeit benötigt sind, kann eine Schulung notwendig sein, um diese korrekt bedienen zu können.

Artikelbild
Artikelbild

fotolia.com, auremar

Eine Pflicht für den Arbeitgeber zur Kostenübernahme, gibt es auch bei Fortbildungen für Betriebsräte. Diese sind durch den Gesetzgeber aufgrund ihrer Tätigkeit als Arbeitnehmervertreter besonders geschützt. Qualifikationsangebote zum Arbeitsschutz oder Betriebsverfassungsrecht, sowie Bildungsangebote, die Betriebsräte bei der Durchführung ihrer Tätigkeit unterstützen, sind zu übernehmen.

Fazit – Lernen ist so vielfältig wie nie zuvor

Durch die stetigen Veränderungen in der Arbeitswelt steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter. Qualifikationen und Kompetenzen müssen immer wieder aufs Neue erworben werden. Fachwissen muss aufgefrischt und an den aktuellen Wissensstand angepasst werden. Durch diesen ständigen Bedarf an Informationen wächst auch das Angebot in der Weiterbildungsbranche immer weiter an.

Artikelbild

Besonders gefragt sind E-Learning Konzepte, wie MOOCs, bei denen unabhängig von Zeit, Ort oder anderen Teilnehmern, der Lernstoff im eigenen Tempo durchgearbeitet werden kann. Auch die Kombination aus E-Learning und Präsenzphasen, wie beim Blended Learning, finden sich häufig als Lernkonzept wieder. Zudem verfügen Fernstudiengänge über einen hohen Anteil an E-Learning, was sie zu einer idealen Weiterbildungsmaßnahme neben einem Job macht. – Diese Beispiele zeigen, auf wie vielfältige Arten das eigene Wissen erweitert und zusätzliche Qualifikationen erworben werden können.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Lernen & Familie

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Lernen & Familie.

Alle Lernen & Familie-Artikel
Weltraumwaffen, Rust und Kinderschutz: Eine Woche, fünf Tech-Trends
Lernen & Familie

Weltraumwaffen, Rust und Kinderschutz: Eine Woche, fünf Tech-Trends

19. September 2026

Die USA bestätigen erstmals offiziell den Einsatz von Weltraumwaffen, Microsoft erhebt Rust zur Tier-1-Sprache und der EU Kids Act erntet scharfe Kritik. Ein wöchentlicher Tech-Rückblick zeigt eine Branche im Umbruch…

Wissenstest: Geometrie-Quiz
Lernen & Familie

Wissenstest: Geometrie-Quiz

8. März 2026

Zehn Fragen zur Geometrie. – Die Geometrie beschäftigt sich mit Punkten, Linien, Formen, Körpern und ganz allgemein mit räumlichem Denken. Schon die ersten Hochkulturen sammelten ein beeindruckendes Wissen zu Winkeln,…

Wissenstest: Im Elfenbeinturm - Wie gut kennen Sie die abseitigen Winkel des akademischen Betriebes?
Lernen & Familie

Wissenstest: Im Elfenbeinturm - Wie gut kennen Sie die abseitigen Winkel des akademischen Betriebes?

8. März 2026

Zehn Fragen zu Orchideenfächern – Der "Elfenbeinturm" war ursprünglich ein positiv besetztes Symbol für Abgeschiedenheit und Unberührtheit. Heute wird der Begriff dagegen meist abwertend verwendet, um vermeintlich…

Wissenstest: Einfach tierisch – Wie gut kennen Sie die animalische Seite der deutschen Sprache?
Lernen & Familie

Wissenstest: Einfach tierisch – Wie gut kennen Sie die animalische Seite der deutschen Sprache?

8. März 2026

Zehn Fragen zu Wortzusammensetzungen und -figuren mit Tiernamen – Viele Redensarten und Wortfiguren der deutschen Sprache beziehen sich auf Tiere und ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Eigenarten. Diese…

← Zurück zu Lernen & FamilieZur Startseite