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Warum Kompetenzerwerb im Berufsleben wichtig ist - Die Folgen des Wandels im Berufsleben
Während Arbeitnehmer in früherer Zeit oftmals ein Leben lang im selben Unternehmen geblieben sind, wird heute der Arbeitgeber im Durchschnitt alle drei bis vier Jahre gewechselt. Die Wechselwahrscheinlichkeit bei Arbeitnehmern mit Universitätsabschluss liegt dabei nochmal höher, als die von Arbeitnehmern in einem Ausbildungsberuf. Ebenfalls finden sich Unterschiede in der Wechselhäufigkeit zwischen Männern und Frauen. Hier wechseln, trotz gleicher Qualifikation, Männer häufiger als Frauen.

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Insgesamt besteht eine geringere Bindung des Arbeitnehmers an sein Unternehmen als in früheren Zeiten. Die Unternehmensgruppe Gallup führte eine Studie durch, bei der sie die über einen Zeitraum von 13 Jahren der Fragestellung nach dem emotionalen Bindungsfaktor nachgegangen ist. Das Ergebnis: Nur noch jeder siebte Mitarbeiter verfügt über eine echte emotionale Bindung zu seinem Unternehmen. Als Grund hierfür werden mangelnde Führungskompetenzen und fehlendes Führungsverständnis angesehen. Es scheint ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter zu fehlen.

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Aber nicht nur die Qualität der Bindung zwischen Arbeitnehmer und Unternehmen hat sich in den letzten Jahrzenten verändert. Auch die Arbeit selber befindet sich im Wandel. Einige alte Berufe werden selten oder verschwinden und neue entstehen. Dabei nehmen projektbezogenes Arbeiten und freiberufliche Tätigkeiten zu. Bereits 40 % der werktätigen Arbeiter befinden sich in irgendeiner Selbstständigkeit. Alleine im Kulturbereich hat sich die Anzahl der freiberuflich tätigen Leute, von 130.000 im Jahr 2000 auf 300.000 im Jahr 2015, erhöht.

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Menschheit alle fünf Jahre. Durch die neuen technischen Entwicklungen und die Digitalisierung beschleunigt sich dieser Prozess um ein weiteres und berufliches Wissen verliert immer schneller an Aktualität. Nicht umsonst stehen Weiterbildungen schon seit einigen Jahren stark im Trend.
Die Lernformen haben sich an die Ansprüche im Arbeitsleben angepasst
Durch die Digitalisierung hat sich die Form des lebenslangen Lernens verändert. Es existiert eine größere Vielfalt an Möglichkeiten neues Wissen zu erwerben. In früheren Jahren wurde vermehrt auf klassische Unterrichtsformen gesetzt. Die Wissensvermittlung fand im Rahmen eines Kurses in einem Schulungsgebäude statt. Der Zugang zu Onlinemedien im Bereich der Wissensvermittlung hatte sich noch nicht etabliert. Nicht zuletzt lag dies auch mit daran, dass die frühere Generation nicht mit den neuen Medien aufgewachsen ist. – Im Gegensatz dazu sind ein Großteil der heutigen Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit dem neuen Medium groß geworden und wissen die Vorzüge zu schätzen.

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Mittlerweile werden immer mehr Lernformen durch den Einsatz der neuen Medien, beziehungsweise E-Learning, ergänzt. Durch den immer weiter steigenden Bedarf hat sich sogar das Berufsbild des E-Learning-Autors entwickelt. Diese programmieren digitale Lernprogramme für jeden Bedarf. Von interaktiven Lern-Apps für Kinder bis hin zu Lernprogrammen, bei denen die Bedienung eines Warenwirtschaftssystem oder anderer Software Schritt für Schritt erklärt wird.

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Welche aktuellen Lernformen werden eingesetzt?Massive Open Online Courses (MOOCs)
Das Konzept der MOOCs wurde 2008 von den Kanadiern Stephen Downes und George Siemens entwickelt. In Deutschland populär, wurden MOOCs erst ab 2013.

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Die Beschreibung des Konzepts ist dabei schon mit im Namen enthalten:
Nach und nach steigen die angebotenen MOOCs. Im internationalen Sprachraum finden sich entsprechende Kurse auf:
Im deutschen Sprachraum lassen sich MOOCs auf folgender Plattform finden:

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Blended Learning
Blended Learning bedeutet so viel wie „vermischtes Lernen“. Es vereint dabei die Vorteile aus E-Learning und Präsenzveranstaltungen. Der Begriff stammt bereits aus den 80er Jahren, als angefangen wurde webbasierte Trainingsmethoden (WBT’s) zu entwickeln. Erst ab 2001 fing diese Methode an, sich im Bereich der Weiterbildungen zu etablieren.
Seit einigen Jahren ist dieses Konzept auch in Hochschulen angekommen. Einige Dozenten nutzen entsprechende Lernplattformen, worüber Studierende ihre Aufgaben online einreichen können, oder Seminarinhalte aufbereitet werden können. Eine Auswertung verschiedener Fallstudien von Universitäten, durch Vaughan, ergab, dass der Lernerfolg bei Blended Learning Konzepten bessere Ergebnisse aufwies, als reine virtuelle Veranstaltungen oder traditionelle Vorlesungen.

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Wie stark die jeweiligen Online- und Präsenzanteile vorhanden sind, kann, durch die verschiedenen Ausarbeitungen der Blended Learning Konzepts, variieren. Die positiven Aspekte bleiben jedoch überall erhalten: Die zeitliche und räumliche Flexibilität in den Online-Phasen unterstützt das eigene Lerntempo und die eigene Art zu lernen. Der Präsenzteil ermöglicht eine direkte Interaktion mit anderen Lernenden und Lehrenden, wodurch neben einer sozialen Interaktion auch ein direkteres Vermitteln von Lehrinhalten möglich ist. Und der ständige Zugriff auf verwendete Online-Lernplattformen und Online-Kontaktmöglichkeiten, erleichtert den Austausch untereinander und mit dem Dozenten.
Doch neben den Vorteilen von Blended Learning existieren auch einige Problemfelder:
Nichtsdestotrotz gilt Blended Learning weiterhin als erfolgsversprechende und zeitgemäße Form der Wissensvermittlung und wie bei vielen Lehrinstrumenten ist es die Umsetzungsweise, die über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Berufsbegleitende Masterstudiengänge
Vor über zehn Jahren begann der Trend zum dualen Studium. Der Erwerb von Theorie und Praxis entpuppte sich nicht nur für die Studenten als Vorteil, sondern auch für die zukünftigen Arbeitgeber. Diese hatten so die Möglichkeit, zukünftige Absolventen kennenzulernen und noch während ihres Studiums in betriebsinterne Abläufe zu integrieren. Nach der Änderung im Hochschulsystem, wurden die dualen Studiengänge auch für das Bachelorstudium angeboten.

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Bei der Auswahl des weiterführenden Masterstudiengangs, sollten die Studienkonzepte dabei genau verglichen werden, da verschiedene Formen des weiterführenden Studiengangs existieren. Zum einen gibt es die berufsintegrierenden Masterstudiengänge, die in einem Betrieb durchgeführt werden können, und zum anderen gibt es die berufsbegleitenden Fernstudiengänge. In beiden Fällen ist ein vorheriger Bachelor-Abschluss Voraussetzung. Allerdings dürfen in einigen Master-Fernstudiengänge die Schwerpunkte des geforderten Bachelor-Studiums abweichen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn entsprechende Kenntnisse oder Erfahrungen durch die bisher erlangte Berufserfahrung nachgewiesen werden können.

Wie stehen die Unternehmen zur Fort- und Weiterbildung?Unternehmen investieren vor allem in hochqualifizierte Mitarbeiter
Weiterbildungen werden von den meisten Arbeitgebern als lohnende Investition wahrgenommen. So investierten 86 % der deutschen Unternehmen 2013 in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Insgesamt Betrugen die Ausgaben pro Kopf dabei durchschnittlich 1.132 Euro. Die Hauptgründe für das Angebot an Weiterbildung, wurden in der Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erfragt. Dabei konnten auch mehrere Gründe angegeben werden. 84,4 % der Unternehmen nannten, das die Ergebnisse der Weiterbildungen zu einer betrieblichen Wertschöpfung und zum Geschäftserfolg beitragen.
Weitere Gründe für die Durchführung einer Weiterbildung waren:
Allerdings bestehen große Unterschiede darin, welche Mitarbeiter tatsächlich durch Weiterbildung gefördert werden, und welche auf eine Weiterbildung verzichten müssen. Nach einer Untersuchung durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nahmen im Schnitt 32 % aller Beschäftigten an einer Fortbildung teil. Davon gingen 41 % einer hochqualifizierten und 38 % einer qualifizierten Tätigkeit nach. Von Beschäftigten aus dem Bereich mit einfachen Tätigkeiten, erhielten nur 16 % eine Weiterbildung.

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Fort- und Weiterbildung können notwendig sein, um die erforderlichen Qualifikationen im Beruf vorweisen zu können. Arbeitgeber können daher vom Mitarbeiter verlangen, eine entsprechende Schulung oder Weiterbildung durchzuführen. Dies gilt vor allem dann, wenn zusätzliche Kenntnisse erforderlich sind, um die bisherigen Aufgaben erfüllen zu können. Gerade im Bereich der IT-Branche wächst das erforderliche Wissen täglich an. Wer hier nicht ständig auf dem Laufenden bleibt, fällt mit seinem Wissensstand zurück und kann mit anderen auf diesem Gebiet schnell nicht mehr mithalten. Aber auch bei der Einführung neuer Softwaresysteme oder Elektrogeräte, die für die Arbeit benötigt sind, kann eine Schulung notwendig sein, um diese korrekt bedienen zu können.


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Eine Pflicht für den Arbeitgeber zur Kostenübernahme, gibt es auch bei Fortbildungen für Betriebsräte. Diese sind durch den Gesetzgeber aufgrund ihrer Tätigkeit als Arbeitnehmervertreter besonders geschützt. Qualifikationsangebote zum Arbeitsschutz oder Betriebsverfassungsrecht, sowie Bildungsangebote, die Betriebsräte bei der Durchführung ihrer Tätigkeit unterstützen, sind zu übernehmen.
Fazit – Lernen ist so vielfältig wie nie zuvor
Durch die stetigen Veränderungen in der Arbeitswelt steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter. Qualifikationen und Kompetenzen müssen immer wieder aufs Neue erworben werden. Fachwissen muss aufgefrischt und an den aktuellen Wissensstand angepasst werden. Durch diesen ständigen Bedarf an Informationen wächst auch das Angebot in der Weiterbildungsbranche immer weiter an.

Besonders gefragt sind E-Learning Konzepte, wie MOOCs, bei denen unabhängig von Zeit, Ort oder anderen Teilnehmern, der Lernstoff im eigenen Tempo durchgearbeitet werden kann. Auch die Kombination aus E-Learning und Präsenzphasen, wie beim Blended Learning, finden sich häufig als Lernkonzept wieder. Zudem verfügen Fernstudiengänge über einen hohen Anteil an E-Learning, was sie zu einer idealen Weiterbildungsmaßnahme neben einem Job macht. – Diese Beispiele zeigen, auf wie vielfältige Arten das eigene Wissen erweitert und zusätzliche Qualifikationen erworben werden können.




