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Welches Whey Protein ist das Beste?
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Welches Whey Protein ist das Beste?

Der englische Begriff „Whey“ steht für „Molke“. Molke entsteht bei der Herstellung von Milch und Käse. Hier ist wissenswert: Die Milch von Säugetieren setzt sich aus den beiden Proteinquellen Casein und Molke zusammen. Beim Filtrationsprozess entsteht aus der Molke zunächst Whey Konzentrat. Durch die weitere…
Veröffentlicht
04. März 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Symbolbild Whey Proteine

GettyImages, MurzikNata

Worum handelt es sich bei Whey Protein?

Der englische Begriff „Whey“ steht für „Molke“. Molke entsteht bei der Herstellung von Milch und Käse. Hier ist wissenswert: Die Milch von Säugetieren setzt sich aus den beiden Proteinquellen Casein und Molke zusammen. Beim Filtrationsprozess entsteht aus der Molke zunächst Whey Konzentrat. Durch die weitere Verarbeitung entstehen dann Isolat und Hydrolysat. Casein ist ebenfalls als Proteinpulver (einzeln oder gemixt mit Whey) erhältlich. Es versorgt den Körper stetig und langsamer mit Eiweiß und eignet sich deshalb am besten für Abnehmdrinks, die lange sättigen.

Welche Whey Produkte werden unterschieden?

Wenn es um Whey Protein geht, verlieren Sporteinsteiger schnell den Überblick, denn die Auswahl an Whey Produkten ist groß. Es gibt Konzentrat, Isolat und Hydrolysat. Die drei Whey Arten unterscheiden sich jeweils in der Protein-Herstellung. Außerdem nimmt der Körper die Proteine unterschiedlich schnell auf.

1. Whey Konzentrat

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Whey Konzentrat um ein Nebenprodukt der Milch- und Käseproduktion. Es ist in Pulverform erhältlich und bildet die Basis von Whey Protein. Der Proteingehalt ist bei Whey Konzentrat mit 70 bis 85 Prozent sehr hoch. Daneben weist das Konzentrat einen Milchzucker-Anteil (Laktose) von drei bis fünf Prozent auf. Je nach Produkt variiert die Verteilung der Makronährstoffe. Whey Konzentrat ist für Hobbysportler empfehlenswert.

2. Whey Isolat

Whey Isolat entsteht im weiteren Herstellungsverfahren und besitzt einen höheren Proteingehalt als Whey Konzentrat. Während dieser bei über 90 Prozent liegt, sinkt der Anteil an Fett und Kohlenhydraten. Außerdem steigt der Anteil an Aminosäuren. Der höhere Herstellungsaufwand schlägt sich allerdings auf den Preis nieder. Whey Isolat ist teurer als Whey Konzentrat. Aufgrund des niedrigen Milchzuckergehalts ist Whey Isolat auch für Personen mit Laktoseintoleranz geeignet. Isolat ist vor allem für Bodybuilder empfehlenswert, die aktiv an ihrem Muskelaufbau arbeiten.

3. Whey Hydrolysat

Bei Whey Hydrolysat handelt es sich um enzymatisch aufgespaltene Molkeproteine. Diese kann der Körper noch schneller aufnehmen. Damit ist Whey Hydrolysat leichter verdaulich als Whey Konzentrat. Zu beachten ist, dass durch das Spalten bioaktive Stoffe verloren gehen, die sich positiv auf das Immunsystem auswirken. Zudem weist Hydrolysat einen bitteren Geschmack auf. Hydrolysat ist die teuerste Variante und in seiner reinen Form für die meisten Sportler nicht sinnvoll. Es wird gelegentlich einem Whey Mix zugegeben.

Symbolbild Eier

thinkstock.com, CobraCZ

Welche Proteine gibt es neben dem Whey Protein außerdem?

Wer seinen Körper in Form bringen möchte, sollte darauf achten, ihm ausreichend Eiweiß zuzuführen. Dieses ist wichtig, damit sich die Muskeln nach einer starken Belastung regenerieren können. Whey Produkte können den Muskelaufbau unterstützen. Daneben gibt es viele weitere Möglichkeiten.

Sowohl das Whey Protein als auch die anderen Eiweiß-Sorten sind Nahrungsergänzungen. Es ist wichtig, den täglichen Proteinbedarf nicht ausschließlich über Nahrungsergänzungsmittel zu decken, sondern auf eine ausgewogene und möglichst proteinreiche Ernährung (zum Beispiel mit Fisch, Fleisch oder Quark) zu achten. Dies gilt für Sportler ebenso wie für Nicht-Sportler.

Wie viel Protein braucht man am Tag?

Wie viel Protein der Einzelne tatsächlich braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst spielt der Nährstoffbedarf eine Rolle, der bei jedem Menschen anders ist. Wer herausfinden möchte, wie viel Protein der eigene Körper täglich benötigt, kann sich an folgender Faustregel orientieren: Ein erwachsener Mensch (bis 65 Jahre) sollte nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) pro Kilogramm Körpergewicht etwa 0,8 Gramm Proteine aufnehmen. Eine Person, die 75 Kilogramm wiegt, sollte täglich also ungefähr 60 Gramm Protein zu sich nehmen.

Dabei ist die sportliche Betätigung noch nicht berücksichtigt. Je nach sportlicher Aktivität kann die Proteinzufuhr auf bis zu zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht erhöht werden. Letzteres gilt besonders für Hochleistungssportler. Schließlich kommt es aber weniger auf die Menge als mehr auf die Qualität der Proteine an. Vor dem Kauf von Protein-Produkten ist es deshalb wichtig, sich eingehend mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich gegebenenfalls beraten zu lassen.

Fazit: Welches Whey Protein ist empfehlenswert?

Wer hochwertige Eiweißquellen wie Hülsenfrüchte, Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch und Eier in seine tägliche Ernährung einbaut, versorgt seinen Körper im Normalfall mit einer ausreichenden Menge an Eiweiß. Aktive Sportler oder Personen, die eine Diät machen, haben mitunter aber einen höheren Proteinbedarf. Whey Protein ist für jeden empfehlenswert, der den täglichen Proteinbedarf nicht über normale, eiweißreiche Lebensmittel decken kann.

Welches Whey Protein das richtige ist, hängt von den persönlichen Vorlieben und Zielen ab. Ein hochwertiges Whey Konzentrat genügt meist für einen ambitionierten Sportler. Es ist schnell verfügbar und gut verdaulich. Das teurere Whey Isolat empfiehlt sich insbesondere für Low Carb-Fans, Sportler mit Laktoseintoleranz sowie fortgeschrittene Kraftsportler.

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