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Wie entstand der Aberglaube um Freitag, den 13.?
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Leben & Lifestyle

Wie entstand der Aberglaube um Freitag, den 13.?

So mancher Aberglaube lässt sich als „selbsterfüllende Prophezeiung“ verstehen. Dieser soziologische Begriff bedeutet: Wenn man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als sonst, wird das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen bestätigen.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
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Selbsterfüllende Prophezeiung

So mancher Aberglaube lässt sich als „selbsterfüllende Prophezeiung“ verstehen. Dieser soziologische Begriff bedeutet: Wenn man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als sonst, wird das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen bestätigen.

Die Angst vor der Zahl 13 ist der vielleicht am weitesten verbreitete Aberglaube. Es gibt sogar einen psychologischen Fachausdruck dafür: „Triskaidekaphobie“ heißt die übersteigerte Furcht vor der 13. So lassen z.B. viele Hotels die Zimmernummer 13, viele Fluggesellschaften die Reihe 13 aus, um Probleme zu vermeiden.

Was ist an der 13 so schrecklich?

Eine Erklärung stammt aus der Bibel: Am letzten Abendmahl sollen insgesamt 13 Personen teilgenommen haben. Der 13. war Judas, der Jesus kurz darauf verriet.

Eine ganz andere Deutung reicht bis zu den Anfängen der Menschheit:

Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen waren die menschlichen Urgesellschaften Matriarchate. Das heißt, Frauen hatten entscheidenden Einfluss auf die kulturellen und sozialen Errungenschaften der Vorgeschichte.

Fundstücke aus der Altsteinzeit zeigen, dass die ersten Menschen ihre Zeit nach Mondmonaten einteilten. Eine Mondphase von 28 Tagen entsprach dem weiblichen Menstruationszyklus. Ein Mondjahr hatte 13 Monate (13 x 28 Tage = 364 Tage). Das Wort Menstruation hat übrigens seine Wurzel im lateinischen „mensis“, also „Monat“.

Vom Mondmonat zum Sonnenkalender

Spätere Kulturen orientierten sich in ihrer Zeitrechnung nicht mehr am Mond, sondern an der Sonne. Ein Sonnenjahr dauert exakt 365, 2422 Tage. Es ist gekennzeichnet durch vier herausragende astrologische Ereignisse: Zwei Sonnenwenden und zwei Tag-und-Nacht-Gleichen.

Damit sich die Zahl der Monate gleichmäßig auf die Jahreszeiten aufteilen ließ, musste sie also durch vier teilbar sein. Die zwölf Sonnenmonate waren geboren. Allerdings ging nun die Rechnung mit den Tagen nicht mehr auf. Deshalb sind die Monate im Sonnenkalender unterschiedlich lang.

Der Übergang von der 13 zur 12 bezeichnet also eine neue Zeitrechnung. Damit einher ging ein Umbruch der Gesellschaft. Das Patriarchat und seine männlichen Götter verdrängten die alte matriarchale Weltordnung mit ihren weiblichen Göttinnen.

Schwarzer Freitag

In diesem neuen Weltbild musste auch der Freitag suspekt sein. Denn Freitag ist der Tag der altnordischen Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin Freya. Und deren heilige Zahl war eben die 13.

Als es im Mai 1927 ausgerechnet am Freitag, den 13., an der Berliner Börse zu einem Kurssturz kam, machte bald der Ausdruck schwarzer Freitag die Runde. In diesem Begriffspaar verbinden sich gleich zwei abergläubische Vorstellungen: Der Freitag und die Dunkelheit. Die Farbe der Nacht, schwarz, war in vielen Kulturen ein Symbol der großen Muttergöttin.

Apropos schwarz - auch schwarze Katzen sollen ja bekanntlich Unglück bringen. Im alten Ägypten betete man dagegen noch eine Katzengöttin namens Bastet an. Und Freyas Wagen wurde von einer Schar von Katzen gezogen ...

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