Wie entstand die Bezeichnung für die Zahlen 11 und 12?
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Wie entstand die Bezeichnung für die Zahlen 11 und 12?

Bild: Foto: WrackAce, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Menschen haben schon immer gezählt und Mengen in eine überschaubare Ordnung eingeteilt. Hirten z. B. merkten sich, wie viele Schafe auf der Wiese grasten, indem sie Kerben in ihren Stab schnitzten. Um das Zählen der Kerben zu vereinfachen, fasste der Schäfer seine Herdentiere zu Fünfergruppen zusammen. Ein Mathematiker würde jetzt sagen, dass der Schäfer ein Zahlensystem entworfen hatte mit der Basis 5. Die meisten Menschen heute rechnen mit einem Zahlensystem zur Basis Zehn, das so genannte Dezimalsystem. Die einzelnen Ziffern dieses Systems sind 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9. Nach der 9 folgt die 10; sie ist die Basis des Systems.

So viel zur Zählweise. Es wäre jetzt tatsächlich gar nicht so abwegig, mit einzehn, zweizehn usw. weiterzuzählen. Trotzdem existieren die Begriffe »elf« und »zwölf«. Der Grund: Zunächst haben beide Wörter einen alt-germanischen Ursprung. Im Mittelhochdeutschen heißt es »zwelf« oder »zwielf« (»elif«, »einlif«). Menschen, die früher das Althochdeutsche beherrschten, sagten »zwelif« (»einlif«). So weit, so gut: Beide Wörter sind also Zusammensetzungen aus »ein«, bzw. »zwei« und einer alten Form des Verbs »bleiben«. Das heißt, »elf« und »zwölf« sind Zahlen, die sich ergeben, wenn man zehn gezählt hat und eins bzw. zwei übrig bleiben. Die Begriffe »zwölf« und »elf« formten sich also wirklich aus »einzehn« und »zweizehn«.

Die Zahl »zwölf« hat übrigens noch eine weitere Bedeutung: Bevor sich das Dezimalsystem durchsetzte, beruhten viele alte Maß- und Münzsysteme, der Volksglauben und sogar die Astronomie auf der Zwölfzahl, auch bekannt unter dem Begriff »Dutzend«.

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