Wie entstanden sie?
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Wie entstanden sie?

Bild: Foto: Willy Pragher, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Hello! Hola! Ciao! Salut! Hej! Olá! Hallo!

Es gibt unwahrscheinlich viele Möglichkeiten sich zu begrüßen. Klar, es gibt ja auch unheimlich viele Sprachen. Und jede Sprache hat wiederum verschiedene Dialekte. Auf der Welt werden rund 3500 verschiedene Sprachen gesprochen. Wie viele es genau sind, weiß man aber nicht. Die Sprachforscher kennen längst nicht alle Sprachen und entdecken immer wieder neue. Vor allem in abgelegenen oder unzugänglichen Gebieten der Erde, wie den tropischen Regenwäldern. Auch in der Südsee gibt es auf den vielen kleinen und abgelegenen Inseln Sprachen, von denen die Forscher nur sehr wenig wissen.


Ur-Sprache und Sprachfamilien

Sprachforscher sehen das etwas anders. Sie gehen von einer langsamen Entwicklung der verschiedenen Sprachen aus, die alle auf gemeinsame Ur-Sprachen zurückzuführen sind. Um die Sprachen besser erforschen zu können, teilen die Wissenschaftler alle Sprachen in so genannte Sprachfamilien ein. In einer Sprachfamilie werden alle Sprachen zusammengefasst, die irgendwann einen gemeinsamen Ursprung hatten. Deswegen haben alle Sprachen einer Familie auffällige Gemeinsamkeiten. Die meisten Sprachen Europas gehören beispielsweise zur indogermanischen Sprachfamilie. Lediglich zwei zählen nicht dazu: Ungarisch und Finnisch. Obwohl Ungarn und Finnen fast 3000 Kilometer voneinander entfernt leben, sind ihre Sprachen miteinander verwandt. Wahrscheinlich haben sie in der Vergangenheit einmal zusammengehört.

Wie aber entstanden nun verschiedene Sprachen aus einer anderen? Vielleicht hast du schon einmal den Begriff „Romanische Sprachen“ gehört. Sie sind sozusagen eine Untergruppe der Indogermanischen Sprachen. Zu den Romanischen Sprachen gehören unter anderen Italienisch, Spanisch und Französisch. Diese Sprachen haben untereinander sehr viel Ähnlichkeit. Vater heißt beispielsweise auf Spanisch und Italienisch "padre" und im Französischen "père". Der gemeinsame Ursprung dieser Sprachen ist Latein. Dort heißt Vater „pater“.

Latein war die Sprache der alten Römer. Und die eroberten ein riesiges Weltreich. Zu diesem Weltreich gehörten auch die heutigen Länder Spanien und Frankreich, das damals noch Gallien hieß (okay – bis auf ein kleines Dorf...). Dort führten die Römer die lateinische Sprache ein. Nun sprachen die Menschen in den eroberten Ländern kein richtiges Hochlatein. Sie vermischten es ein wenig mit ihrer ursprünglichen Sprache. Man nannte das "Vulgärlatein". Und im Laufe der Jahrhunderte wurden die Sprachen mit lateinischer Herkunft immer mehr zu selbstständigen Sprachen: Spanisch, Französisch und viele andere mehr. Wenn du in der Schule Latein lernst, kannst du zumindest einige Wortfetzen in den Romanischen Sprachen wieder erkennen und diese Sprachen sogar ein ganz klein wenig lesen, ohne sie gelernt zu haben.

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