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Wie wirkt Cannabis auf das menschliche Immunsystem?
Bildquelle nicht angegeben
Gesundheit

Wie wirkt Cannabis auf das menschliche Immunsystem?

pixabay.com, micripper (CC0 Public Domain)
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

pixabay.com,  micripper (CC0 Public Domain)

Cannabis ist in der Lage, das menschliche Immunsystem zu beeinflussen, so die Studienergebnisse neuer Forschungen. THC und CBD, die beiden wichtigsten Substanzen in der Cannabis-Pflanze, interagierten mit dem körpereigenen Endocannabinoidsystem. Sie können viele Krankheiten und Symptome positiv beeinflussen. Hanf als Heilpflanze steht mittlerweile im Fokus der Wissenschaft. Dabei stellt sich die Frage, wie genau die positiven Effekte auf die menschliche Gesundheit aussehen. Am Ende kann Cannabis vielleicht sogar Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise HIV heilen?

Das Immunsystem und wie es funktioniert

Im menschlichen Immunsystem gibt es viele Wirkstoffe und Prozesse, die den Körper vor Angriffen durch Bakterien, Parasiten oder Viren schützen. Dazu muss das Immunsystem wissen, welches die körpereigenen, gesunden Zellen sind und welche die Zellen sind, die dem Körper schaden wollen. Im Körper gibt es ein dynamisches Netzwerk, das ständig damit beschäftigt ist, zu kommunizieren und Informationen auszutauschen. Darüber hinaus muss es auf äußere Einflüsse reagieren, diese verarbeiten und gegebenenfalls abwehren.

Artikelbild

pixabay.com,  silviarita (CC0 Public Domain)

Was bewirkt CBD im Immunsystem?

Verschiedene neuere Forschungsergebnisse haben Wissenschaftler zu der Annahme verleitet, dass CBD positive Wirkungen auf das Immunsystem hat. Die Ursachen dafür sind allerdings noch nicht vollständig erforscht.

Indem es Entzündungen bekämpft, kann es das Immunsystem unterdrücken. Je nach Krankheitsbild muss der Arzt entscheiden, ob dieser Effekt tatsächlich hilfreich ist. Denn dabei ist zu bedenken, dass Entzündungen eine wichtige Funktion haben. Es ist ein Abwehrmechanismus des Körpers, um Krankheitserreger abzufangen und zu verhindern, dass sich der Erreger weiter ausbreitet. Bei Autoimmunerkrankungen kann dies dazu führen, dass sich die Erkrankung noch verschlimmert.

Erst seit Kurzem bekannt: das Endocannabinoidsystem

Dass Cannabis lange Zeit als illegal galt, hatte zur Folge, dass die Forschung an der Pflanze behindert war. Die schon seit 5000 Jahren als Heilpflanze bekannte Pflanze ist noch immer nicht vollständig erforscht. Das menschliche Endocannabinoidsystem haben Forscher ebenfalls erst spät entschlüsselt, und zwar in den frühen 1990er-Jahren. Heute ist bekannt, dass es zwei Arten von Rezeptoren besitzt: die CB1- und die CB2-Rezeptoren, an die körpereigene Cannabinoide andocken. Die CB1-Rezeptoren befinden sich in erster Linie im Gehirn und die CB2-Rezeptoren sind hauptsächlich in den Immunzellen zu finden.

Wie wirkt Cannabidiol im menschlichen Immunsystem?

Es ist bis heute noch nicht genau erforscht, wie CBD im menschlichen Immunsystem wirkt. Forscher haben im menschlichen Körper ein Endocannabinoid entdeckt, das Freude und Glücksseligkeit auslöst: das Anandamid. Es bindet sich an CB1-Rezeptoren und gibt dann Informationen an andere Zellen weiter. Das Enzym FAAH baut das Cannabinoid Anandamid ab. Die Hanfpflanze verfügt über ein genau gleiches Endocannabinoid, ein sogenanntes pflanzliches Mimetikum (vom Griechischen Mimesis für Nachahmung). Diese Substanz dockt an dieselben Rezeptoren an und hat ähnliche biochemische Eigenschaften. Ein weiteres Mimetikum ist das 2-Arachidonoylglycerin, das sich an CB2-Rezeptoren bindet. Dabei handelt es sich um ein Mimetikum des Cannabidiols (CBD). Außerdem hemmen CBD und auch THC den Abbau des Enzyms FAAH. Damit kann das Anandamid, das sonst von FAAH abgebaut wird, andere Funktionen im Körper besser wahrnehmen. Denn es ist ein Stoff, der viele Körperfunktionen steuert, Emotionen reguliert und das Wohlbefinden steigert.

Wie kann CBD helfen, Krankheiten vorzubeugen?

Viele der modernen Zivilisationskrankheiten entstehen durch selbstverantwortete Einflüsse, wie beispielsweise Stress, Schlafmangel oder ungesunde Ernährung. Im Körper kommt es zu Allergien, Autoimmunerkrankungen, erhöhten Cholesterinwerten, Depressionen, Fettsucht, Magengeschwüren und sogar Krebs. CBD hilft dabei, den Körper zu unterstützen und diesen Erkrankungen vorzubeugen. Es wirkt unter anderem antiseptisch, schmerzlindernd, entspannend und hilft besser zu schlafen. Es trägt dazu bei, im Körper eine allgemeine Balance herzustellen, größere Schäden zu vermeiden und vorhandene Schäden zu beheben oder zu lindern. Natürlich ist CBD kein Wundermittel, das schwere Erkrankungen ganz vermeiden kann. Doch es kann den Körper im Vorfeld stärken und robuster machen, dann haben es Krankheiten viel schwerer.

Wie kann CBD helfen, eine Autoimmunerkrankung zu bekämpfen?

Wenn das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richtet, kann das schwerwiegende Folgen haben. Davon können ganze Organe betroffen sein, wie beispielsweise bei Multipler Sklerose oder Hashimoto. Den Erkrankungen ist oft gemeinsam, dass Entzündungen immer wieder aufflammen und starke Schmerzen verursachen. Cannabis kann helfen, diese Entzündungen zu hemmen.

Artikelbild

pixabay.com, Erin_Hinterland (CC0 Public Domain)

Viele Wirkstoffe aus der Cannabispflanze wirken positiv auf das menschliche Immunsystem. Es hilft nicht nur im Krankheitsfall. Es dient vor allem der Vorbeugung. Im Handel ist CBD in zahlreichen Darreichungsformen erhältlich: Öle, Pasten, Cremes, Tabletten, Liquids, Tee, Kristalle oder Kapseln. Damit es frei verkäuflich ist, darf der THC-Gehalt nur maximal 0,2 Prozent betragen. Zudem darf es keine Heilversprechen geben. Das Öl wirkt oral aufgenommen am schnellsten, da es über die Mundschleimhaut direkt in den Kreislauf gelangt. Vielen ist allerdings der Nachgeschmack unangenehm. Sie bevorzugen die Kapselform. Kapseln lösen sich erst im Verdauungstrakt auf und gelangen dort in den Blutkreislauf. Die Wirkung tritt dadurch viel langsamer ein.

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