Wie wirkt sich Wärme auf das Gehirn aus?
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Wie wirkt sich Wärme auf das Gehirn aus?

Bild: Foto: Krueger, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Dass Hitze die eigene Denkleistung beeinflussen kann, haben viele Menschen bereits am eigenen Leib erlebt. Staut sich etwa in einem Schulzimmer oder einem Büro die Wärme, fällt es umso schwerer, sich zu konzentrieren und einen klaren Gedanken zu fassen. Dabei handelt es sich nicht um einen subjektiven Eindruck, sondern um ein echtes körperliches Phänomen.

Der Einfluss von Hitze auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns

Dass Hitze die eigene Denkleistung beeinflussen kann, haben viele Menschen bereits am eigenen Leib erlebt. Staut sich etwa in einem Schulzimmer oder einem Büro die Wärme, fällt es umso schwerer, sich zu konzentrieren und einen klaren Gedanken zu fassen. Dabei handelt es sich nicht um einen subjektiven Eindruck, sondern um ein echtes körperliches Phänomen.

Denn zunehmende Wärme bedeutet für das Gehirn einen deutlichen Mehraufwand im Hinblick auf die Steuerung der Körperfunktionen. So muss es zusätzlich zu den alltäglichen Aufgaben weitere Arbeiten übernehmen, etwa die Regulierung des Blutdrucks und der Schweißproduktion.

Insbesondere letztere wirkt sich zusätzlich auf die kognitiven Fähigkeiten aus. Je mehr der Körper schwitzt, desto mehr Wasser verliert er. Bei Hitze oder körperlicher Anstrengung können somit bis zu sechs Liter Flüssigkeit am Tag verlorengehen. Diese Dehydrierung wirkt sich direkt auf die Gehirnleistung aus. Denn, so beschreiben es Neurowissenschaftler für Laien, dem Gehirn geht sprichwörtlich der Saft aus.

Um trotz warmer Temperaturen effektiv lernen und arbeiten zu können, ist eine Kühlung von Innenräumen essenziell. So lässt sich eine reduzierte Raumtemperatur durch Sonnenschutzfolien, Jalousien oder ähnliche Maßnahmen erreichen.

Wärme verändert wesentliche Prozesse im Gehirn

Zwar herrschen im Gehirn laut Studien teilweise Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius. Allerdings fühlt sich das menschliche Denkorgan am wohlsten, wenn die Umgebungstemperatur zwischen 23 und 27 Grad Celsius liegt.

Dementsprechend kann bereits eine Hitzeperiode, bei der das Thermometer auf über 30 Grad Celsius klettert, die kognitive Leistung negativ beeinflussen. Denn die anhaltende Wärme überlastet das körpereigene Kühlungssystem.

Damit der Organismus trotz Hitze funktionieren kann, steuert der Hypothalamus die Schweißproduktion sowie die Erweiterung der Blutgefäße an der Hautoberfläche. Dadurch kann überschüssige Wärme an die Umgebung abgegeben werden. Gleichzeitig ziehen sich die Äderchen in den Organen zusammen, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Bleibt der Körper der Hitze allerdings über längere Zeit ausgesetzt, gerät die interne Kühlung an ihre Grenzen. Mögliche Folgen sind Schwindel und Kreislaufschwäche.

Fällt intensives Sonnenlicht dauerhaft auf Kopf und Nacken, können sich zudem die Hirnhäute entzünden. Betroffene erleiden einen Sonnenstich. Neben den bereits genannten Symptomen kann dieser mit Übelkeit bis zu Bewusstseinstrübungen einhergehen.

Doch nicht nur kurzfristige Gesundheitsrisiken drohen. Eine 2024 veröffentlichte Studie kam zu dem Ergebnis, dass anhaltende Hitze und eine Entzündung der Hirnhäute langfristig das Risiko für eine Demenzerkrankung erhöhen können.

Wie lässt sich das Gehirn vor Hitzeschäden schützen?

Eine der wichtigsten Maßnahmen, um das Gehirn vor dem Einfluss übermäßiger Wärme zu bewahren, besteht in der aktiven Kühlung. So kommt es darauf an, eine überhitzte Umgebung durch Maßnahmen wie Sonnenschutz und regelmäßiges Lüften auf eine für das Gehirn angenehme Temperatur zu bringen.

Um den Folgen einer Dehydrierung vorzubeugen, empfiehlt es sich, an Hitzetagen bereits am frühen Morgen ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Als erstes kann man zum Beispiel vor dem ersten Kaffee oder dem Frühstück ein Glas Wasser trinken.

Sinnvoll ist es dabei, zu lauwarmem statt zu kaltem Wasser zu greifen. Denn die Aufnahme lauwarmer Flüssigkeiten suggeriert dem Körper, dass er weiterhin Kühlung benötigt. So lässt sich die Schweißproduktion leichter regulieren.

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