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Zika-Viren: Die wichtigsten Fragen zur neuen Epidemie
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Gesundheit

Zika-Viren: Die wichtigsten Fragen zur neuen Epidemie

Zika-Viren werden in den meisten Fällen durch den Stich einer Mücke übertragen, die das Virus in sich trägt. Häufigster Überträger ist die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), die in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Bei uns in Deutschland kommt diese Mückenart nicht vor, weil die Winter für sie zu kalt sind.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Gesundheit
Artikelbild

CDC/ Cynthia Goldsmith

Wie wird das Zika-Virus übertragen?

Zika-Viren werden in den meisten Fällen durch den Stich einer Mücke übertragen, die das Virus in sich trägt. Häufigster Überträger ist die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), die in den Tropen und Subtropen verbreitet ist. Bei uns in Deutschland kommt diese Mückenart nicht vor, weil die Winter für sie zu kalt sind. Allerdings ist es laut Experten nicht auszuschließen, dass auch andere Mücken, wie beispielsweise die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) das Zika-Virus verbreiten können. Diese eigentlich weiter südlich heimische Stechmücke kommt vereinzelt auch in Süddeutschland vor.

In bislang zwei Fällen wurde auch über eine sexuelle Übertragung berichtet. Es ist jedoch noch nicht geklärt, wie lange das Virus im Sperma überdauern kann und wie hoch das Ansteckungsrisiko durch Körperflüssigkeiten tatsächlich ist. Ob die Zika-Viren beispielsweise auch durch Urin und Speichel übertragen werden können, ist noch nicht bekannt.

Wie groß ist die Gefahr für eine Ansteckung bei uns in Deutschland?

Bisher gilt die Ansteckungsgefahr als sehr gering. Zum einen kommt die Haupt-Überträgermücke bei uns nicht vor. Zum anderen müsste sich eine Mücke erst einmal selbst an einem Zika-Patienten infizieren, bevor sie das Zika-Virus weiterverbreiten könnte – und bei uns gibt es bisher nur sehr wenige Fälle. Bei diesen handelte es sich meist um Reisende, die aus Brasilien oder Asien zurückkamen. Auch wenn eine Infektion bei uns theoretisch nicht ausgeschlossen ist, gilt das Risiko jedoch bisher als sehr gering.

Artikelbild

Wie macht sich eine Infektion mit dem Zika-Virus bemerkbar?

In der Regel merken wir davon gar nichts, denn die Infektion verläuft sehr häufig infektionslos. In rund 20 Prozent der Fälle treten milde, grippeähnliche Beschwerden auf, am häufigsten sind Hautausschlag, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung und Fieber. Diese Symptome beginnen etwa drei bis sieben Tage nach einem infektiösen Mückenstich auf und halten bis zu einer Woche an.

Gravierende Verläufe mit Todesfolge sind bisher nur von Personen bekannt, die unter schweren Vorerkrankungen leiden. Es gibt aber Hinweise darauf, dass das Zika-Virus zumindest in Asien das Guillain-Barré Syndrom auslösen kann, eine akute Autoimmunerkrankung der Nerven. Ob allerdings auch die zurzeit in Mittel- und Südamerika grassierenden Virenstämme diesen Effekt haben, ist bisher noch unbekannt.

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