Neue Berufe:
● Auf Initiative der Chemie-Industrie gibt es jetzt eine duale Ausbildung zum/zur Werkfeuerwehrmann/-frau. Bisher konnte das Handwerk nur in einer beruflichen Fortbildung erlernt werden. Im Gegensatz zur herkömmlichen Feuerwehr arbeitet der Werkfeuerwehrmann in Betrieben mit erhöhtem Gefährdungspotential (Mineralöl, Chemie, Pharmazie).
● Industrie-Elektriker wird der Kernberuf für die Berufsgruppe der industriellen Elektroberufe. Die Ausbildung wird in zwei Fachrichtungen angeboten: „Betriebstechnik“ und „Geräte und Systeme“. Die Ausbildung dauert nur zwei Jahre. Wer sich in einem Spezialberuf weiterbilden möchte, dem wird diese Ausbildung angerechnet.
Modernisierte Berufe:
● Der Musikfachhändler (alter Name: Musikalienhändler) mmuss sich ab sofort nicht nur mit Musikalien auskennen, sondern auch mit Tonträgern, Verstärkern, Lautsprechern und elektronischen Musikinstrumenten. Größerer Wert als bislang wird auf Kommunikation, Marketing und Vertrieb sowie auf Kenntnisse in Notenlehre, Musikgeschichte, -gattungen und -literatur gelegt. Daneben werden Fremdsprachen und IT-Kenntnisse vermittelt. Bisher wurden Musikalienhändler/innen gemeinsam mit den Kaufleuten im Einzelhandel unterrichtet. Jetzt gibt es einen eigenen Rahmenlehrplan.
● Für den Kaufmann im Einzelhandel stehen neben Verkaufs- und Serviceorientierung jetzt unter anderem auch Warenkunde und IT-Kenntnisse auf dem Lehrplan. Im Rechnungswesen wird der Schwerpunkt auf der Kosten- und Leistungsrechnung sowie Statistik liegen.
● Im Beruf „Technischer Modellbauer“ (3,5 Jahre) sind die Berufe Modellbaumechaniker und Modellbauer aufgegangen. Nach einer Grundausbildung kann sich der Azubi auf Gießerei, Karosserie und Produktion oder Anschauung spezialisieren.
● Fotografenazubis werden in der digitalen Fotografie und Bildbearbeitung ausgebildet. Inhaltlich bekommen fotorechtliche Vorschriften sowie Motive, Farben und Beleuchtung mehr Gewicht. Außerdem können sie sich auf Porträt-, Produkt-, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie spezialisieren, später aber trotz Schwerpunkt in allen Bereichen arbeiten.
● Beim Keramiker fällt die Spezialisierung in Scheibentöpferei, Baukeramik und Dekoration weg. Stattdessen darf er aus sechs Pflicht- und Wahlqualifikationen zwei auswählen.
● Der Bergbautechnologe ersetzt in der Bergbaubranche den Bergmechaniker und ergänzt den Beruf um die Fachrichtung Tiefbohrtechnik. Neu ist außerdem, dass auch Frauen den Beruf erlernen dürfen.
● Neue Prüfungsordnungen und –inhalte gibt es bei folgenden sechs Berufen: Biologie- und Chemielaborant, Chemikant, Kfz-Servicemechaniker, Lacklaborant und Pharmakant.
Ausführliche Informationen zu diesen Ausbildungsberufen und -verordnungen finden Sie im Internet unter www.bibb.de und www.bmwi.de.



