Unwort des Jahres 1991: "ausländerfrei"
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Unwort des Jahres 1991: "ausländerfrei"

Bild: Foto: Unknown, Public domain, via Wikimedia Commons

Im September 1991 erlangte die sächsische Kleinstadt Hoyerswerda traurige Berühmtheit. Sie wurde Schauplatz für rechtsextreme Gewalttaten, die zum Teil unter Applaus hunderter Schaulustiger geschahen. Über Tage hinweg wurden Ausländer und Asylbewerber brutal angegriffen und verletzt und ihre Wohnungen zerstört. Der in diesem Zusammenhang häufig gebrauchte Euphemismus "ausländerfrei" ist das erste Unwort, das die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) kürte. Es sollte nicht das letzte bleiben, das fremdenfeindliche Tendenzen in der deutschen Gesellschaft sowie ihrer Sprache verdeutlichte. So wurde ebenfalls 1991 die von Edmund Stoiber verwendete Formulierung der "durchrassten Gesellschaft" ebenfalls mit einer Rüge der GfdS belegt.

1991: "ausländerfrei"

Im September 1991 erlangte die sächsische Kleinstadt Hoyerswerda traurige Berühmtheit. Sie wurde Schauplatz für rechtsextreme Gewalttaten, die zum Teil unter Applaus hunderter Schaulustiger geschahen. Über Tage hinweg wurden Ausländer und Asylbewerber brutal angegriffen und verletzt und ihre Wohnungen zerstört. Der in diesem Zusammenhang häufig gebrauchte Euphemismus "ausländerfrei" ist das erste Unwort, das die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) kürte. Es sollte nicht das letzte bleiben, das fremdenfeindliche Tendenzen in der deutschen Gesellschaft sowie ihrer Sprache verdeutlichte. So wurde ebenfalls 1991 die von Edmund Stoiber verwendete Formulierung der "durchrassten Gesellschaft" ebenfalls mit einer Rüge der GfdS belegt.

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